Belgier haben seit heute neuen König: Philippe und Mathilde neues Königspaar

Nach den Niederländern ist der Thronwechsel in Belgien bereits der zweiten in diesem Jahr. Der Wechsel in Belgien war jedoch wesentlich weniger medienwirksam als der Führungswechsel der Holländer. König Philippe und Mönigin Mathilde lösen damit Albert II und seine Frau Paula ab.
Der 53 Jährige Philippe hat nach dem Abdanken seines 79 Jahre alten Vaters (der 20 Jahre auf dem Thron saß)seinen Amtseid abgelegt. Der Amtseid erfolgte in drei Sprachen – Franzöisch, Niederländisch und Deutsch. Der neue König ist der insgesamt siebte im Königshaus – der Thronwechsel fand am Nationalfeiertag statt. Albert II: „Belgien modernisiert sich und das macht mir Freude.“ – Der neue König gilt bei vielen als schüchtern, ernsthaft und manchmal ein wenig unbeholfen. Seine Frau Mathilde dagegen als die belgische „Lady Di“ – 2001 kam mit Elisabeth die neue Thronfolgerin zur Welt. Philippe ist Naturverbunden, ein Umweltschützer und Vater von vier Kindern. Mathilde (40 Jahre) ist im Gegensatz zu Königin Maxima der Niederlande selbst adeliger Abstammung. Die Regentschaft gilt als schwierig, da die verschiedenen Volksgruppen (u.a. Flamen, Wallonen) teilweise nach mehr Unabhängigkeit streben.

Erst seit 1830 ist Belgien unabhängig – gehörte in der Vergangenheit u.a. zu Frankreich. Belgien ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Bei den Belgiern ist der ‚Neue‘ auf dem Thron noch kein Volksliebling, muss erst noch in die Rolle des Königs wachsen. Eine der wichtigsten Aufgaben des Königs muss es sein, die schwelenden Konflikte im Land – Nord-/Süd-Konflikt – in den Griff zu bekommen.

Königin Mathilde bestach bei der Amtsübernahme mit schlichter Eleganz und einem elfenbeinfarbenen Kleid von Edourd Vermeulen, der bereits Maxima bei deren Amtsübernahme ‚einkleidete‘. Damit stand Belgiens Modebranche in den vergangenen Wochen bereits zweimal im medialen Interesse. Anlässlich der Königskrönung gibt es in Belgien 2014 neue Euro-Münzen mit dem Konterfei von König Philippe. Wie man den neuen König schreiben wird: Philippe oder Filip – nach einem Beschluss der Regierung sind beide Schreibweisen zulässig. Jahresgehalt des neuen Königs sind 11,5 Millionen Euro – im Gegensatz zu seinem Vorgänger, König Albert II muss König Philippe die Bezüge jedoch versteuern.