Blutspende um Leben zu retten – Zahl der Blutspender teils rückläufig

Blutspenden hilft Leben retten – damit werben die Blutspendedienste schon seit Jahren. Die Aussage dieses Satzes ist eigentlich ebenso klar wie unmissverständlich. Das im Zuge einer Blutspende abgegebene analysierte Blut wird in Form einer Blutkonserve genutzt, um während Operationen oder anderen Eingriffen Menschen das Leben zu retten. Dennoch scheint es, dass die Botschaft längst nicht mehr bei genug Menschen ankommt. Denn die Zahl der Blutspender ist im Jahresvergleich rückläufig. Blutspender brechen weg, neue kommen nicht mehr genug nach. Während jährlich – alleine auf eine Blutspendeeinrichtung gerechnet – an die 10.000 Blutspender aufgrund Umzug, Altersgrenze oder gesundheitlicher Probleme wegbricht kommen häufig lediglich ein paar Tausend neue Spender nach. Dies erkläre die rückläufige Kurve der Spendewilligen, erklären die Mitarbeiter des Städtischen Blutspendedienstes München. Das dort gespendete Blut geht direkt an die städtischen/staatlichen Kliniken.

Aber: was passiert eigentlich bei einer Blutspende und was ist das eigentlich? – Im allgemeinen bezeichnet man als Blutspende die freiwillige Abgabe von Blut in einer bestimmten Menge. Dieses wird untersucht, aufbereitet und für medizische, wissenschaftliche oder pharmazeutische Zwecke verwendet. Diejenigen Einrichtungen, die das gespendete Blut nicht nur für medizinische Zwecke sondern beispielsweise an die Pharmaindustrie verkaufen, können damit Umsätze generieren und den Blutspendeservice lukrativ gestalten. Typischste Form der Blutspende ist die Entnahme des Blutes aus einer Vene (Vollblutspende) in einer Menge von 500 ml. Dies kann als Spende oder als Eigenblutspende erfolgen, wenn beispielsweise in den nächsten Wochen eine Operation ansteht.

Blutspenden darf grundsätzlich jeder, der gesundheitlich geeignet ist und zwischen 18 und maximal 75 Jahren alt ist und mindestens 50 Kilogramm Gewicht hat. Zwischen zwei Blutspenden sollten Ruhezeiten (drei Monate) beachtet werden. D.h. auf ein Jahr gerechnet dürfen Frauen maximal viermal, Männer sechsmal spenden. Bevor es zu einer Spende kommt, werden einige medizinische Tests sowie ein Arztgespräch durchgeführt.

Die Spende selbst ist unproblematisch: nach einem Stich in die Vene läuft ein halber Liter Blut in die Konserve, eine Reihe von kleinen Kanülen werden befüllt. Dieses dort befindliche Blut wird einer Reihe von Untersuchungen unterzogen. – Sollte sich hier etwas ergeben, wird das Blut selbstverständlich nicht zur Spende verwendet, der Spender wird dann direkt über mögliche Probleme informiert.

Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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