Corona-Impfung in Baar-Ebenhausen angekommen

 Impfungen gegen den Corona-Virus sind im Impfzentrum im Landkreis Pfaffenhofen / Ilm bereits angelaufen. In den Seniorenanlagen steht demnächst bereits die Verabreichung des zweiten Impfvorganges an. Zwischenzeitlich wurden auch bereits die ersten Personen aus dem Gemeindebereich, die über 90 Jahre alt sind, geimpft. „In der Gemeinde sind wir soweit vorbereitet. Ich stehe mit dem Gesundheitsamt des Landkreises in regem Kontakt. Sobald wir die verbindliche Zusage haben, dass der Impfstoff für unsere Gemeindebürger über 80 Jahre vorrätig ist, werden wir von Seiten der Gemeinde die Anschreiben dazu raus schicken“, erklärt Bürgermeister Ludwig Wayand auf Anfrage. Dort finden die Bürger dann die entsprechenden Informationen, wo sie ihren Impfzeitpunkt ausmachen können, was benötigt wird und wo genau die Impfung stattfindet. „Uns ist schon klar, das wir im Gemeindebereich auch Mitbürger haben, die nicht mehr so mobil sind und möglicherweise keine Angehörigen vor Ort haben. Als Gemeinde haben wir dank der ehrenamtlichen Unterstützung von Mitbürgern einen Fahrdienst für diejenigen aufgebaut, die ihn benötigen“, erklärt Wayand weiter, der den freiwilligen Helfern – vor allem aus den Reihen der Kegelabteilung sowie der Einkaufshilfe Corona – für ihr Engagement ausdrücklich dankt. Dass der Fahrdienst klappt zeigte sich bereits in dieser Woche, als die ersten Personen von Baar-Ebenhausen ins Impfzentrum gebracht wurden.

Genauso werde man auch in den kommenden Wochen verfahren. Man werde die Bürger aus Baar-Ebenhausen sukzessive entsprechend der staatlichen Vorgabekriterien abarbeiten. „Wir werden hier jedoch immer darauf achten, dass auch jeweils die notwendigen Impfdosen im Landkreis auch tatsächlich vorhanden sind“, so Wayand, der mit seinem Team in der Gemeinde soweit vorbereitet ist, dass man die Schreiben an die Betroffenen Bürger jeweils kurzfristig verschicken kann. Auf diesem Wege wolle man im Laufe der kommenden Wochen und Monate alle Baar-Ebenhausener entsprechend individuell kontaktieren. Welcher Impfstoff (z.B. Biontech und Moderna) am Ende verabreicht wird, hängt mit den jeweiligen Lieferungen durch das Bundesgesundheitsministerium bzw. Bayerische Gesundheitsministerium zusammen. Bis Januar soll voraussichtlich ja noch der dritte Impfstoff für Deutschland zugelassen werden.

Corona-Krise eine schwierige Zeit für Pflegeeinrichtungen

Wer derzeit am Seniorenzentrum vorbei kommt, der vermisst die Menschen, die rund um das Heim herum die Sonne genießen, die gemeinsam lachen. Wer ein wenig genauer hin schaut, der sieht die Bewohner – allerdings jeden für sich in seinem Zimmer am Fenster. wenigstens den Blick nach draußen gerichtet. Vlt. Ein paar Worte vom Fenster aus mit vorbei gehenden Spaziergängern wechseln. So sieht er derzeit aus, der Alltag der Bewohner der meisten Seniorenanlagen – auch hier in Baar-Ebenhausen. „Das ist für uns alle momentan eine ganz schwierige Zeit“, beschreibt Alexandra Litterscheidt, Einrichtungsleiterin in Baar-Ebenhausen, „Wir sehen den ganzen Tag nur maskierte Menschen. Auch für uns als Pflegekräfte, egal in welcher Einrichtung, ist das eine belastende Zeit. Eine Zeit in der wir versuchen mit Worten  mit unseren Bewohnern im Heim in Kontakt zu bleiben und ihnen zumindest in Ansätzen die Aufmerksamkeit zu geben, die sie gerade jetzt sicherlich brauchen.“ Aber auch und gerade in solchen Einrichtungen sei man an Vorgaben gebunden, um eine Infektion mit dem Corona-Virus zu vermeiden. Gerade im Pflegebereich menschle es aber dennoch, das wüssten alle, die im Pflegebereich tätig sind. Und irgendwo erwarte man das von den Pflegekräften ja auch, sich zu kümmern.

Personell sei man gut aufgestellt in Baar-Ebenhausen, so Litterscheidt. Für krankheitsbedingt ausgefallene Pflegekräfte hätte man zeitnah Ersatz aus einem Pflegepool bekommen. Für das  Personal habe man genügend Schutzausrüstung. „Wir stehen als Team zusammen, kümmern uns um unsere Bewohner, die zu keiner Zeit unzureichend versorgt waren. Da kann ich mich komplett auf die gesamte Belegschaft verlassen – egal ob als Pflegekraft oder Techniker bei uns beschäftigt.“ Das es in der Einrichtung in Baar-Ebenhausen dennoch zu den Infektionen – teils mit tödlichem Ausgang – gekommen ist, sei tragisch: für die Angehörigen, aber auch die Pflegenden, die – so Litterscheidt und Geschäftsführer Lorenz Weichselbaumer – immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätten. Seit Bekanntwerden der Corona-Krise sind in der Senioreneinrichtung vier Personen verstorben, die sich im Vorfeld mit dem Virus infiziert hatten. Eine derartige Situation wie diese Krise hätte man so auch noch nie erlebt. „Auch in Einrichtungen wie unseren Heimen lernen wir täglich, ja stündlich neu dazu“, erklärt Weichselbaumer.

Menschen die in einem Pflegeheim betreut werden sind häufig bereits angeschlagen. Für sie ist die kleinste weitere Infektion schädlich. Und dennoch lasse es sich nicht zwingend ganz ausschließen, erklärt Lorenz Weichselbaumer, Geschäftsführer der Novita GmbH, die bayernweit zehn Senioreneinrichtugnen betreibt, im Gespräch mir als Journalistin. Als im Betrieb in Baar-Ebenhausen die ersten Corona-Fälle aufgetreten sind habe man innerhalb kürzerster Zeit Unterstützung erhalten, z.B. vom Katastrophenschutz, der in nur 30 Minuten Flächendesinfektion zur Verfügung gestellt hat.

Eingebettet in Natur: die Senioreneinrichtung in Baar-Ebenhausen. Foto: Schittenhelm

Für die Bewohner selbst ist diese Krise sicherlich aber auch eine schwierige Zeit: nur per Skype oder Whats App mit ihren Angehörigen verbunden. Und dennoch verlieren sie nicht den Mut, sondern versuchen, sich gegenseitig aufzumuntern – digital. Davon abgeschottet werden die infizierten Patienten und Pflegekräfte sind in einem Isolierbereich untergebracht. Werden dort konsequent betreut – so wie es notwendig ist. Was den Umgang mit der Virus-Infektion jedoch unglaublich schwierig macht: die Symtome sind sehr vielfältig, die Menschen aufgrund ihrer Vorerkrankungen aber auch tagesaktuellen Befindlichkeiten reagieren auf die unterschiedlichen Dinge auch unterschiedlich, sieht Litterscheidt, die als Einrichtungsleiterin selbst die Pflege  nach wie vor unterstützt, hier ein Problem. Denn auch die Pflegekräfte sind nur Menschen, Menschen die derzeit generell unter einem erhöhten Druck stehen. Denn ein Abschalten vom Infektionsthema „Corona“ sei derzeit auch in der Freizeit und im Privatleben nicht möglich und so sei man Rund-um-die-Uhr unter Dauerstress. Und so wie es im normalen Leben Menschen gibt, die die Regeln befolgen und welche, die ‚Ausscheren wollen‘, so sei es letztlich auch bei Bewohnern von Pflegeheimen, die gerne ihren gewohnten Alltag hätten. Das werde aber sicherlich noch einige Zeit und Geduld aller Beteiligten bedürfen. Und so lange, wird man wohl das lachen und scherzen der Heimbewohner vermissen und nur den ein oder anderen von ihnen am offenen Zimmerfenster sehen. 

Brandschutzübung in Lichtenau mit vielfältigen Aufgaben für Feuerwehrkräfte

Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr treffen sich regelmäßig zur Übung. Dabei geht es darum, das vorhandene Gerät bestmöglich zu beherrschen. Zum anderen versucht man dabei Szenarien zu kreieren, die für einen Ernstfall hilfreich sind. Im Rahmen der Brandschutzwoche wird dabei sehr häufig mit anderen Feuerwehren zusammen geübt. Bei der heutigen Großübung in Lichtenau (Gemeinde Weichering) bildeten die Wehren aus Lichtenau, Weichering, Karlshuld und Grasheim einiges. Unterstützt wurden sie vor den gestrengen Augen der Kreisbrandinspektion um Kreisbrandrat Stefan Kreitmeiere durch die Feuerwehr der Marktgemeinde Reichertshofen, weil man für die Bewältigung der Aufgabe eine Drehleiter benötigte. Die Lösung war hier landkreisübergreifend, da es u.a. auch um die Einhaltung von Entfernungen und Hilfeleistungefristen geht. Und Lichtenau am Rande des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen hat hier zweifelsfrei eine räumliche Nähe auch zur Reichertshofener Wehr (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm).

Für die beteiligten Wehren lag ein großer Schwerpunkt im Hilfeleistungsbereich. Es galt aber auch, einen Brand in einer landwirtschaftlichen Scheune zu bewältigen. Hierfür war aufgrund der Höhe der Scheune eine Drehleiter notwendig. Die Trupps wurden entsprechend der Dringlichkeit der Aufgaben und ihrer Ausrüstung eingeteilt. Dabei gab es Aufgaben an vorderster Front aber auch Bereiche etwas abseits, die jedoch nicht minder wichtig ist. Die Einsatzstelle musste abgesperrt werden, der Verkehr entsprechend umgeleitet. Gleichzeitig wurden Schlauchleitungen gekuppelt, Wasser gefördert und die Bergung der Verletzten aus dem verunfallten PKW in die Wege geleitet. Der war mit einem Traktor kollidiert, der auf seinem Anhänger einige Baumstämme geladen hatte. Und die – leicht verrutscht – sorgten dafür, dass die Bergung der verletzten aus dem PKW mit entsprechender Vorsicht mit Hilfe der Spreizer und unter Einbeziehung der vor Ort befindlichen Sanitäter (Einsatztrupp der Freiwilligen Feuerwehr Weichering) erfolgte.

Die Übung wurde durch die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Lichtenau konzipiert und verlangte den Einsatzkräften der beteiligten Wehren einiges ab. Denn bei solchen Übungen, die auch für das Miteinander der Wehren im Ernstfall wichtig ist gilt es, die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen und sich blindlinks auf die Kollegen verlassen zu können. Die Alarmierung erfolgte um 18 Uhr. Zuerst am Einsatzort war die Wehr aus Lichtenau, deren Schwerpunkt bei der Übung im Brandeinsatz lag – mitsamt der Bergung und Betreuung der verletzten Personen. Wenige Augenblicke danach rückten bereits die Kameraden aus Weichering an, die auch einen entsprechenden Sanitätstrupp haben. Deren Aufgabe lag darin, die verunfallten Personen aus dem PKW-Wrack zu bergen. Die nachrückenden Kräfte aus Karlshuld und Grasheim unterstützten an den jeweils notwendigen Stellen.

Hoffest in Karlskron gibt Einblick in die Schafhaltung

Die Schafzucht bei der Familie Haas in Karlskron hat eine lange Tradition. Der Großvater der heutigen Wirtin Manuela Haas stellte bereits von Rindern um auf Schafe.   Regelmäßig fanden mit dem Schäferverein Schafschauen mit Prämierungen der besten Tiere in der Donaumoos-Gemeinde statt. Weiterlesen

Krimi-Dinner zugunsten ‚MiriamsHoffnung‘

 

Interkommunale Vereinsarbeit: so könnte man das Krimidinner „Tödliches Alpenglühen“ das dieses Wochenende zweimal im Gasthaus Alter Wirt in Baar-Ebenhausen aufgeführt wurde überschreiben. Und natürlich Premiere – und das in vielerlei Hinsicht: erstmals standen Mitglieder der drei benachbarten Theatergruppen und Vereine (SV Karlskron, Theaterverein Adelshausen-Aschelsried, Theaterverein Baar-Ebenhausen) gemeinsam auf der Bühne. Weiterlesen

Bundestagswahl 2017 – Kontinuität, Stabilität, Entwicklung, Nachhaltigkeit?

Der 24. September 2017 soll die Weichen für eine Zukunft stellen. Wie wird Deutschland bestmöglichst in eine gute Zukunft geführt? Wie gelingt es uns, Deutschland als ein ‚Dahoam‘ nicht aus den Augen zu verlieren? Schaffen wir es, unsere Werte aber auch unsere wirtschaftlich gute Ausgangssituation in eine Zukunft zu bekommen?

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Orgelkonzert mit Dr. Otmar Heinz erläutert neue Hauser-Orgel in Karlskron

Jede Orgel sei anders, verfüge ber einen ganz individuellen Klang der abgestimmt ist auf das jeweilige Kirchengebäude, erklärte Dr. Otmar Heinz, Orgalbauer und Organist – selbst in der Region beheimatet und in München als Kirchenmusiker tätig. Gemeinsam mit dem Erbauer der Orgel von Karlskron, Anton Meier, gab er einen informativen und musikalischen Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten des neuen Instrumentes. Weiterlesen

Orgelweihe in Karlskron nimmt Bischof Konrad Zdarsa vor

Ziemlich genau ein Jahr hat es gedauert, bis die fertige Orgel – ab Planungsbeginn der Orgelbau-Firma Hauser in Kleindöttingen – das erste mal im Gottesdienst feierlich erklingt. Bei der festlichen Orgeleinführung im Weihegottesdienst mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa an der Orgel sitzt der Manchinger Kirchenmusiker Lukas Kout. Weiterlesen

Projektlandwirt Anton Wörmann beschreibt RAST-Projekt

Fachtagung Milchviehhalter: Analysieren wird für Milchviehhalter in der Zukunft immer wichtiger

Fütterung anpassen
Prof. Dr. Hubert Spiekers vom Landwirtschaftlichen Zentrum in Grub war einer der Hauptreferenten. Spiekers ist u.a. in der Arbeitsgruppe die seit einigen Jahren an den Vorgaben der Düngeverordnung arbeitet. Er gab den Landwirten eine Einschätzung, wie es möglich ist, die dann geltenden Grundwerte wirklich einzuhalten. Foto: Ramona Schittenhelm

Weichering Die erste Kälbergeburt breits mit 25 statt mit 28 Monaten: laut Professor Dr. Hubert Spiekers vom Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft bringe dies Einsparmöglichkeiten bei der Nährstoffbilanz. Und die hat im Zusammenhang mit der bevorstehenden Düngeverordnung die die Landwirte zukünftig betrifft erhebliche Auswirkungen. Spiekers war einer von vier Referenten auf der Fachtagung für Milchviehhalter in Weicheringer Landgasthof Voglsang. Weiterlesen