Dokumentationszentrum erntet großes Lob

Berchtesgaden: An Pfingsten beginnt im Landkreis Berchtesgadener Land die touris-tische Sommersaison. Wenn das Wetter mitspielt, kann man da schon einen ersten Besucheransturm verzeichnen. Aber nicht bei allen Einrichtungen verlief dieses – wettermäßig eher durchwachsene – Wochenende gleich Erfolg versprechend. Bei der Kurdirektion des Berchtesgadener Landes hatte man am Freitag und Samstag starke Anfragen, was die Übernachtungszahlen betrifft. Anfragen kamen dabei hauptsächlich aus Amerika und Japan. Am Sonntag war die Nachfrage hauptsächlich was Informationen für Ausflugsziele betrifft, vorhanden.

In der Ramsau wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Kurverwaltungsleiter Fritz Rasp sieht den Grund für die deutlich schlechteren Zahlen in der ungünstigen, schlechten Witterung an Pfingsten. Der große Kurz-Ausflugsverkehr blieb aus. Anhand der Zahlen der Wimbachklamm wird die Situation deutlich. Kamen im Vorjahr insgesamt noch über 1300 Besucher, waren es in diesem Jahr noch 600.

Sehr zufrieden zeigte sich dagegen Dokumentationsstellenleiterin Linda Pfnür. An dem Wochenende kamen über 1450 Gäste in die Doku-Stelle. Das ist, im Vergleich zum Vorjahr, eine Steigerung um über 50 Prozent.

Als „bombastisch“ bezeichnet Michael Grießer die Besucherzahlen in der Watzmann-Therme. Da habe natürlich das Wetter schon beträchtlich mitgespielt. Insgesamt kamen rund 5000 Besucher, um rund 2500 Personen mehr als im Vorjahr.

Trotz etwa zwanzig Zentimetern Neuschnee am Wochenende war auch auf dem Kehlstein einiges los. Am Samstag kamen 1751, am Sonntag 986 und am Montag 978 Besucher. Ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis, zieht man die Witterung zum Vergleich heran.

Am Königssee-Parkplatz ging es mit den Benutzerzahlen dagegen bergab. Hatte man im Vorjahr noch knapp 3000 Pkw-Parkplatz-Benutzer, waren es heuer an Pfingsten etwa 2100. Die Zahl der ankommenden Busse blieb mit 63 konstant, die Zahl der Motorradfahrer halbierte sich von 162 im Vorjahr auf 83 im Jahr 2001. Rückgänge gab es auch bei der Königssee-Schifffahrt: Die Zahlen reduzierten sich von knapp 10000 im Vorjahr auf 60000 in diesem Jahr.

In Marktschellenberg zieht man eher gemischte Bilanz: Trotz des Schneesturms wurde die Eishöhle an den Pfingsttagen besucht. Insgesamt kamen 29 Besucher. Da war man aber durchaus überrascht, das überhaupt jemand kam, heißt es von Gemeindeseite. In der Almbachklamm hat man dagegen geringere Besucherzahlen. Bei 750 in diesem Jahr bedeutet dies im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgänge um 800 Besucher.

Unter Tage zog es an diesem Pfingstwochenende etwa 5000 Besucher. Ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, heißt es im Salzbergwerk. Positiver war die Witterung dagegen für die Museen. Im Schlossmuseum hat man deutlich höhere Besucherzahlen als vergangenes Pfingsten. Geöffnet war am Sonntag und Montag. Und an diesen beiden Tagen kamen 600 Gäste. Durch das Regenwetter zogen auch das Heimatmuseum und das Nationalparkhaus (nur Samstag geöffnet) positive Bilanz.

Alles in Weiß getaucht war auf dem Jenner. Bis zur Mittelstation war alles zugeschneit. hnlich wie an Ostern sorgte der Schnee für mäßigen Betrieb. Zudem vermieste ein Sturm und mittelmäßige Witterung das Geschäft. Direktor Wolfgang Bosch von der Jenner- und Hochschwarzeckbahn zieht deshalb eher enttäuscht Bilanz. Von 1800 Nutzern sanken die Zahlen am Jenner auf 700, am Hochschwarzeck von 380 auf unter 200.

Ungeeignet war die Witterung für die Bäder im südlichen Landkreis. Das Schornbad war komplett geschlossen, das Aschauerweiherbad sowie das Schwimmbad in Marktschellenberg war nur von Dauerschwimmern frequentiert