Drei Standorte in Bayern sind von der Bundeswehrreform betroffen

Manching / München Der Standort in Oberstimm wird dem Rotstift der Bundeswehrreform zum Opfer fallen. Soweit konnte man Horst Seehofers (CSU) Aussagen am Mittwoch abend vor der Landtagssitzung in München deuten. Der Bundeswehrfliegerstandort in Lagerlechfeld sowie Roth bleiben dagegen offensichtlich erhalten. Der Freistaat wird aber im Zuge der Reform, die im Frühjahr durch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eingeläutet wurde, einige Einschnitte hinnehmen müssen. Denn das Bundesheer muss von 250 000 auf etwa 170 000 Soldaten schrumpfen. Dadurch, dass man die Wehrpflicht ausgesetzt hat, ist man bereits bei einem Stamm von 200 000 Soldaten, der Rest muss über Standort-Kürzungen erreicht werden.

Aktuell gibt es etwa 400 Standorte, im Zuge der Reform sollen 30 davon geschlossen und 58 verkleinert werden. Am heutigen Mittwoch wollte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere mit den Details vor die Presse treten.

Im Vorfeld durchgesickert war, dass Oberstimm seine Kaserne – die FlaRak-Gruppe 23 – verlieren wird. Nach Roth in Mittelfranken beispielsweise kommt die Offizierssschule der Bundeswehr. Für Bayern bedeutet die Reduzierung im Bundeswehrsektor einen Einschnitt in die Arbeitsplatzsituation, da gerade hier einige High-Tech-Arbeitsplätze im Militärbereich angesiedelt sind.