Existenzgründer müssen sich im Zuge einer Unternehmensgründung informieren

Wer ein Unternehmen gründen möchte, muss sich zu Beginn über zahlreiche Dinge Gedanken machen. Existenzgründer oder Start-Up-Firmen sollten sich im Zuge der Erstellung ihres Businessplanes überlegen, welchen Zweck ihr Unternehmen hat und welche wirtschaftlichen Ziele in den kommenden Monaten tatsächlich realistisch sind. Wichtig ist dabei, sich Gedanken darüber zu machen, welche Investitionen und Anschaffungen notwendig sind. Im Zuge der Firmengründung sind darüber hinaus Ausgaben wie die Kosten für Versicherungen, Gewerbemeldungen, Steuerberatung, Berufsgenossenschaften, evtl. Berufskammern, die eigene Lebenshaltungskosten sowie ein erhöhtes Werbeaufkommen zu nennen. Gerade in der Anlaufphase können die Werbekosten beispielsweise höher sein, als zu einem späteren Zeitpunkt, da man als Unternehmen sich erst einmal bekannt machen muss. Eine Positionierung im Unternehmensmarkt ist hier entsprechend der Hauptpunkt. Dazu kommen Investitionen für ein eigenes Logo, die Visitenkarten und Geschäftspapiere sowie ggf. eine eigene Internetseite. Online-Werbung i.V.m. Werbung in Printmedien kostet darüber hinaus ebenfalls. Vielfach werden diese Kosten für das Bekanntmachen des eigenen Unternehmens unterschätzt bzw. falsch kalkuliert.

Ein stimmiger und gut aufgebauter Busisnessplan beinhaltet daher diese gesamten Kosten, so das man einen realistischen Überblick hat. Die Finanzen des Jungunternehmens sollten so strukturiert sein, dass man mit dem Wirtschaftplan innerhalb einer sinnvollen Zeitspanne in den Bereich der „schwarzen Zahlen“ kommt.

Geschäftskontenmodelle gibt es von nahezu jeder Bank: regionale Banken, Großbanken, internationale Banken und Internetbanken buhlen hier um die Gunst der Jungunternehmer. Gerade für Unternehmensgründer sollte aber eine fundierte wirtschaftliche Beratung eine große Rolle spielen. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang, den eigenen Businessplan mit einem Steuerberater zu besprechen. Alternativ bieten viele Kammern oder Berufsgruppen ebenfalls eine Beratung für Existenzgründer an. Gerade bei den Berufsgruppen kann teilweise sogar i.V.m. einer oftmals sehr günstigen Anfangsmitgliedschaft erfolgen. Dadurch minimieren sich die Kosten – der Mitgliedsbeitrag wird allein schon durch die Beratungskosten aufgehoben. Denn ist ein Unternehmenskonzept nicht tragfähig oder falsch strukturiert, entstehen dem Jungunternehmen mehr an Kosten, als er erwirtschaftet.

Groß- und Internetbanken werben oftmals mit kostenlosen Girokonten. Allerdings sollte man hier genau auf das Kleingedruckte achten. Denn es handelt sich hierbei in der Regel ausschließlich um private Girokonten mit regelmäßigem Gehaltseingang. Gewerbliche Konten sind in den meisten Fällen kostenpflichtig, eine Abrechnung wäre dabei für jede einzelne Buchungsposition. Angeboten werden von bestimmten Banken aber auch monatliche Pauschalen. Unterschiede können sich auch ergeben, wenn man die Führung seines Kontos ausschließlich online durchführt.

Weitere Punkte, die zu beleuchten sind: welche betrieblichen Versicherungen sind notwendig (Berufs- und Vermögensschadenhaftpflicht), Kammerzugehörigkeit. Habe ich als Existenzgründer für den Anfangszeitraum von z.B. einem halben Jahr Rücklagen, über die ich meinen Lebensunterhalt finanzieren kann? Zuschüsse wie ein Existenzgründungszuschuss aus der Arbeitslosigkeit heraus können zwar eine Hilfestellung sein. Allerdings wird es schwierig, wenn man aus diesem Grundgedanken heraus ein Unternehmen gründen möchte, welches riesige Investitionskosten verursacht. Um hier die Risiken zu minimieren, gibt es noch die Möglichkeit, abzuklären, ob es hierzu entsprechende Fördermittel oder Zuschüsse von verschiedensten Organisationen und Einrichtungen gibt.

Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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