Froschmeier: Ich bin nicht gegen das Thema Breitband sondern stell lediglich das Geschäftsmodell in Frage

Karlskron Als Karlskroner „Kinderland“ soll ab 2013 die derzeit in Bau befindliche Kinderkrippe an den Start gehen. Nachdem man in der letzten Sitzung bereits einige Vorschläge erörtert hatte – der Gemeinderat favorisierte eigentlich die bayerische Bezeichnung „Biberlhaus“ in Anlehnung an die Küken – konnte man sich in der Oktobersitzung mit zwei Gegenstimmen (Friedrich Kothmayr und Albert Glöckl) auf Kinderland einigen. Die gesammelten Begriffe wurden den Karlskroner Grundschülern vorgelegt, um sich bei den Kindern Rückmeldung dazu einzuholen. Den inoffiziellen „Wettstreit“ um den neuen Namen gewann damit die zweite Jahrgangsstufe der Volksschule Karlskron, die den neuen Namen klar befürworteten. Als kleine Anerkennung für die Klasse wird uns sicherlich etwas einfallen, erklärte Bürgermeister Kothmayr zum Ende des Tagesordnungspunktes.

„Ich bin nicht gegen das Breitband ansich, ich hinterfrage lediglich das Geschäftsmodell“, rechtfertigte sich Gemeinderätin Christa Froschmeier (CSU). Die Kommunalpolitikerin stellte den Antrag, die Bürger informatorisch stärker in die Breitbandfortschritte und Geschehnisse mit einzubeziehen, nicht alles hinter verschlossenen Türen zu regeln. Ferner geht es Froschmeier darum, mögliche Schwierigkeiten und Risikofaktoren, die andere Gemeinden bereits gemacht haben auszuschließen. Denn, so Froschmeier, für Karlskron geht es beim Breitbandprojekt immerhin um einen Anteil von mindesens knapp 6 Millionen Euro, die man für das Glasfasernetz den Eigenbetrieben (100 Prozentiger Eigentümer ist hier die Gemeinde Karlskron) vorstrecken müsse und die über die kommenden Jahre über die Einnahmen der „Unser Ortsnetz Karlskron GmbH“ refinanziert werden müssen. Bislang lägen keine verbindlichen Zahlen vor, der Gemeinderat sei ebenfalls kaum informiert. Die Thematik wurde zuletzt aufgrund eines Informationsschutzes der Firmeninterna des Mitgesellschafters der „Unser Ortsnetz Karlskron GmbH“ nicht öffentlich besprochen. Einer der Punkte – wie man heute in der öffentlichen Sitzung besprach – war das Thema der Werkleiters, der nach Aussagen der Fa. Sacoin vollumfänglich der Ansprechpartner vor Ort für inhaltliche und organisatorische Probleme und Fragen sei. Karlskron hat bislang Bürgermeister Kothmayr als Werkleiter festgelegt. Aus seiner Sicht sei dies auch so zeitlich handelbar, erklärte der Bürgermeister. Ziel ist es nun, die verbindlichen Zahlen vom Steuerberater aufbereiten zu lassen und anhand des daraus entstehenden Wirtschaftsplanes den Nachtragshaushalt 2012 der Gemeinde Karlskron zu erarbeiten. Dieser müsste dann vom Landratsamt genehmigt werden. Grundsätzlich sieht Kothmayr hierin aber keine Schwierigkeiten.

Für den Umweltschutzpreis 2012 der Gemeinde Karlskron liegt bereits ein Vorschlag vor: Die Fischer am Bofzheimer Weiher würden sich sehr um Nistplätze und Weiher-Umgebung bemühen, erklärte Bernd Nentwig, der die Gruppierung für den Umweltschutzpreis vorgeschlagen hatte. Innerhalb der nächsten Wochen können von Karlskroner Bürgern Initiativen, Gruppen oder Projekte vorgeschlagen werden, die sich entsprechend um Natur und Umwelt bemühen.

Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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