Im September könnte im Gemeinderat Karlskron die Entscheidung bzgl. Glasfaser-Anbieter fallen

Karlskron Die Bürgermeinung in Karlskron hat Gewicht. Zumindest hat nicht nur Gemeinderätin Christa Froschmaier sondern auch Bürgermeister Friedrich Kothmayr die Meinung der Bürger anlässlich der von Froschmair initiierten Bürgerbefragung auf- und angenommen. Noch ehe es zum absoluten Wahlkampfthema werde wolle er eine Entscheidung um des Glasfaserthemas, erkärte der Bürgermeister. Dem Sacoin-Nachfolger Deutsche Glasfaser sei nun eine letzte Frist gesetzt, sein Angebot bzgl. der Errichtung des (flächendeckenden) Glasfasernetzes in Karlskron vorzulegen. In der nächsten Sitzung nach der Sommerpause im September sollen dann diese Angebot sowie das der ComIN entsprechend dargelegt und eine Grundsatzentscheidung bzgl. eines Anbieters gefällt werden, so das Gemeindeoberhaupt.

Froschmair stellte die Hauptmeinungen der Bürger kurz dar: den Bürgern seit im Grunde egal, wer das Glasfasernetz baue, wichtig sei, dass es tatsächlich gebaut wird. Nach all dem Hin-und-Her seien die Bürger jedoch nicht mehr von der Zuverlässigkeit des bisherigen Anbieters überzeugt. Wichtig sei, so war auch in den objektiven Posts der Facebook-Seite zu lesen, dass die Bürger eine zukunftsorientierte und für Bürger und Gemeinde kostengünstige aber auch gute Verbindung wünschen. Bürgermeister Kothmayr bestätigte diese Aussagen, da auch an ihn ähnliche Bürgermeinungen herangetragen wurden.

Ein Gespräch der Gemeinde mit Alternativ-Anbieter ComIN ergab, dass man dort nach einem „Go“ durch die Gemeinde in etwa drei Wochen die Planung bewerkstelligen könnte. Bei zeitnaher Befürwortung durch den Gemeinderat wäre Ende 2014 ein realisitischer Termin für den Anschluss der Gemeinde ans Glasfasernetz. Für den regionalen Anbieter ist dabei natürlich die wirtschaftliche Akzeptanz von Seiten der Bürger in Karlskron wichtig, da man als Unternehmen bei der Umsetzung des Netzes ja entsprechend Kosten hätte.

Wenn die Entscheidung im Frühherbst gefallen ist, wird es einige Informationsveranstaltungen geben, damit man die Bürger entsprechend auf dem Laufenden halten könne. Aus Sicht des Ortsverbandes der Grünen in Karlskron wäre es wichtig, voranzukommen. Im Zusammenhang mit etwas abgelegeneren Ortsteilen könnte es aus Gründen der Wirtschaftlichkeit möglicherweise auf Funkanbindungen hinauslaufen, geht deren Ortsvorsitzende Silvia Dirsch davon aus, dass man – sofern man wolle – in jedem Fall eine Lösung finden könnte, die für die beteiligten Bürger jeweils klare Verbesserungen in Punkto Internet geben wird.

Für Dirsch ist klar: sofern nicht die Gemeinde sondern der Anbieter das Netz baut, bedarf es keiner Ausschreibung und die Gemeinde hätte keine Millionenschweren Ausgaben, die den ohnehin schon geschwächten Haushalt noch weiter belasten würden. Und dem Bürger sei letztlich einerlei, ob nun die Gemeinde oder der Anbieter das Netz baue: wichtig sei, dass man ein gut funktionierendes Glasfasernetz nutzen könne – und das bald.

Die Gemeinde wird sich Gedanken machen, wie man sich an dem Projekt „Türöffner-Tag“ der „Sendung mit der Maus“ am 3. Oktober beteiligen könnte. Aufgrund eines Vorschlages von Gemeindrat Thomas Krammer wurde dies für die Verwaltung auf die Agenda gesetzt – die Gemeinde prüft, inwieweit man Kläranlage oder Bauhof hier mit einbinden könne.

Über Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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