Berchtesgaden: – Interesse am Schreiben hat sie, erzählt Ruth Dubitzky, 75 Jahre alt. Seit einiger Zeit hat die Seniorin einen eigenen Laptop. Und sie versuche sich bereits am Briefe schreiben. Das was sie kann hat sie sich selber beigebracht. In dem zwölfstündigen Computerkurs der Senioren-Union will sie noch mehr den Umgang mit dem PC erlernen, auch, wie man den Rechner wieder in Gang bringt, wenn er abgestürzt ist.

Dubitzky, bei weitem nicht die älteste Teilnehmerin, will Dateien anlegen lernen und erfahren, was man mit dem Computer al-les machen kann. Hinterher will sie den PC hauptsächlich privat nutzen, speziell das Textverarbeitungsprogramm. Wenn sie sich besser auskennt wird sie vielleicht auch etwas für ihren Verein machen. Manchmal, so erzählt Ruth Dubitzky, sitze sie da und mache ein Spiel am Computer. Und da könne sie sich dann manchmal nur schwer losreißen.

In den zwölf Stunden, aufgeteilt in vier Kurstage, will Kursleiter Jost Liebscher den teilnehmenden acht Senioren einiges beibringen. Ziel ist es, am Ende des Textverarbeitungs-Blockes eine eigene Einladung mit Formatierungen und Grafikelementen zu gestalten, eventuell sogar mit einem eingescannten Bild zu arbeiten. Danach folgt noch ein Block zum Thema Internet. Die Senioren sollen erfahren, wie man dieses Medium einsetzen kann. Natürlich wird aber auch geschaut und gesurft, welche Seiten im Netz interessant sind.

Eigentlich war nur ein Kurs geplant, beschreibt Liebscher. Nachdem dieser allerdings sehr bald belegt war, gibt es inzwischen bereits drei Folgekurse, nunmehr ebenso ausgebucht. Bei Interesse sind Einführungskurse in das Tabellenkalkulationsprogramm „Excel“ sowie in „Access“ angedacht.

Nach einer kurz gehaltenen technischen Einführung – für die Teilnehmer gab es eine eigens für den Kurs gestaltete Informationsmappe – ging es dann auch schon an die Computer. Da wussten die Teilnehmer aber schon, wofür man Tastatur und Maus (beides Eingabegeräte) benötigt, was Modem, Drucker oder Scanner ist und das das Herzstück des Computers der Processor ist. Jost Liebscher verglich ihn mit dem Motor eines Autos. Und die Leistung in MegaHertz sei vergleichbar mit den PS des Motors. 600 MegaHertz seien für das, was die Senioren mit dem PC machen würden aber durchaus ausreichend. Weniger sollten es aber auch nicht sein, so Liebscher, der versuchte, auf die Interessen der Teilnehmer einzugehen. „Wir haben Zeit. Wir werden mit dem Stoff auch erst weiter gehen, wenn es alle verstanden haben. Das unterscheidet uns zu anderen Kursen“, so der Kursleiter, der gleichzeitig Vorsitzender der Senioren-Union des inneren Landkreises ist.

Am Ende der vier Sitzungen will sich Kurs-teilnehmer Werner Hollrieder (Schulleiter Au) beispielsweise mit dem Computer auskennen, wissen wie man damit umgeht. Vor dem Kurs hatte er allerdings keine Ahnung, was Computer betrifft. Hollrieder erhoffte sich auch, durch den Kurs vielleicht ein bisschen Freude am Umgang mit dem Computer zu haben. Mehr als irgendnötig wolle er ihn allerdings nicht nutzen. Und das wird hauptsächlich beruflich sein.

Ganz anders ist die Wunschvorstellung von Max Sargaster (69). Er hat „seit ewigen Zeiten“ einen Computer, wie er sagt. Nutzen tut er dabei hauptsächlich den Textverarbeitungsbereich mit einfachen Formatierungen. Sein Kursziel ist es, zu lernen, sinnvoller mit dem Computer umzugehen und mehr Routine zu bekommen.

Von Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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