Marieluise-Fleißer-Preis 2011 für Sibylle Lewitscharoff

Ingolstadt Bereits Mitte Juli hat eine Jury mit großer Mehrheit entschieden, der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff den Marieluise-Fleißer-Preis für das Jahr 2011 zuzusprechen. Die endgültige Entscheidung über die Preisvergabe traf jetzt der Stadtrat.

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, ist eine der bedeutendsten und innovativsten Autorinnen der Gegenwart im deutschsprachigen Raum. Sie wuchs in Stuttgart auf, wo sie 1972 ihr Abitur machte. Anschließend studierte sie Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin und erlangte den Grad eines Magisters. Während ihres Studiums hielt sie sich für jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris auf. Seit dem Jahr 2000 lebt sie ausschließlich vom Schreiben. Ihre schriftstellerische Tätigkeit begann sie mit dem Verfassen von Radio-Features und Hörspielen.

Den Durchbruch als Autorin erlebte Lewitscharoff 1998, als sie mit einem Auszug aus ihrem Roman Pong den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. 1999 wurde Der höfliche Harald von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. 2006 wurde sie mit dem Kranichsteiner Literaturpreis ausgezeichnet, 2007 mit dem Preis der Literaturhäuser und 2008 mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. 2009 erhielt sie für ihren Roman Apostoloff den Preis der Leipziger Buchmesse.

2010 wurde die Autorin Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, im gleichen Jahr erhielt sie den Berliner Literaturpreis, mit dem eine Berufung auf die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität Berlin verbunden ist; Lewitscharoff wurde für ihr „dichtes und originelles Prosawerk“ geehrt. Im Sommersemester 2011 wird sie mit dem Kleist-Preis und dem Ricarda-Huch-Preis der Stadt Darmstadt ausgezeichnet.

Die Verleihung des Marieluise-Fleißer-Preises an Sibylle Lewitscharoff erfolgt offiziell am 110. Jahrestag des Geburtstages von Marieluise Fleißer (*23. November 1901 in Ingolstadt) – am 23.11.2011. Der in diesem Jahr zum zwölften Mal vergebene Marieluise Fleißer-Preis wurde erstmals im Jahr 1981 vergeben. Die Preissumme beträgt 10.000 Euro.

Die bisher ausgewählten Preisträger:

1981: Irmgard Keun (1910-1982)

1986: Uwe Dick (* 1942)

1989:Herta Müller (* 1951)

1992: Thomas Hürlimann (* 1950)

1995: Robert Schneider (* 1961)

1998: Gert Heidenreich (* 1944)

2001: Petra Morsbach (* 1956)

2003: Harald Grill (* 1951)

2005: Kerstin Specht (* 1956)

2007: Franz Xaver Kroetz (* 1946)

2009: Dea Loher (* 1964)

Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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