Stefan Kumpf und Kurt Bachhuber kämpfen in Stichwahl um Karlskroner Rathaussessel

Karlskron Die Briefwahl-Bezirke dauerten, Tendenzen waren jedoch bereits bald zu erkennen: Stefan Kumpf (CSU) und Kurt Bachhuber (Freie Wähler) konnten sich für die Stichwahl in zwei Wochen qualifizieren. Damit müssen die Bürger von Karlskron noch einmal an die Urne, um ihr neues Gemeindeoberhaupt zu bestimmen.
Martin Wendl (Grüne) ist mit seinem Ergebnis von rund 13 % sehr zufrieden: „Das Ergebnis ist zweistellig, meine Erwartungen sind erfüllt. Als Neuling mit einer absolut neuen Partei ist – speziell in eher konservativeren ländlichen Gebieten ist das ein absolutes Top-Ergebnis für uns.“
Ein wenig enttäuschter ist dagegen Thomas Krammer (SPD), der mit knapp 23 Prozent um 4 Prozent an der Stichwahl vorbei geschrammt ist. Der SPD-Mann hatte sich Hoffnungen gemacht, auch wenn es im Vergleich zur letzten Kommunalwahl – vor sechs Jahren hatte der SPD-Kandidat Alfred Kreller damals knapp 5 Prozent – hätte man jedoch deutlich zulegen können. Auf die Stichwahl mit den beiden Gruppierungen FW und CSU sei er durchaus gespannt, das dürfte auch bei der Stichwahl sehr eng werden, so die Prognose Krammers. Für die SPD selbst wird es in jedem Fall aktiv weiter gehen – man werde auch zukünftig den Finger in die Wunden legen und bohren, wo es brennt.
Als interessante Konstellation betrachten auch die beiden Stichwahl-Teilnehmer Kumpf und Bachhuber die Situation. „Mit dem Kurt und mir sind zwei Kandidaten in der Stichwahl, die sich von allen vieren am ähnlichsten sind, vom Programm“, prognostiziert Stefan Kumpf hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Und auch sein Widersacher Kurt Bachhuber sieht hier einiges an Übereinstimmung. Auch wenn keiner der beiden Kandidaten wirklich überrascht über das Ergebnis ist, sondern prozentual etwa mit diesem Stimmenanteil gerechnet hatte. „Mich würde es freuen, in den nächsten zwei Wochen evtl. ein direktes Informationsgespräch beider Kandidaten für die Karlskroner Bürger zu organisieren“, schlägt Bachhuber für die Zeit bis zur Stichwahl eine gemeinsame (parteiunabhängige) Informationsveranstaltung vor. Der scheidende Bürgermeister Friedrich Kothmayr zählte zu den ersten Gratulanten für die beiden Stichwahl-Teilnehmer.