Magdalena Neuner beherrscht bereits im Sommer die nationale Biathlonkonkurrenz

Ruhpolding Magdalena Neuner ist dieser Tage im Sommerbiathlon nicht zu schlagen. Die Wallgauerin, bereits Biathlon-Rekordweltmeisterin, gewann im Chiemgau bei den Sommerbewerben bereits ihren dritten Titel. Die Doppel-Olympiasiegerin kompensierte dabei erneut einige Schießfehler und stand nach Sprint und Verfolgung auch im Massenstart ganz oben auf dem Podest und konnte ihr Schieß-Malheur über die 15 Kilometer-Strecke schnell vergessen machen. Für Neuner war der Titel bereits der siebte Triumph bei einer Deutschen Meisterschaft auf Rollski. Den zeiten Platz errang die Schmiedebergerin Tina Bachmann, die mit einem Rückstand von 51,4 Sekunden ins Ziel kam. Nach der Disqualifikation von Carolin Hennecke wurde Franzska Hildebrand (Zellerfeld) Dritte des Rennens. Andrea Henkel, die das 15-Kilometer-Einzelrennen gewinnen konnte, musste im Massenstart fünf Fehlschüsse akzeptieren und war am Ende zehnte der Wertung.

Bei den Männern gewann zum zweiten Mal in Ruhpolding (Einzel und Massenstart) Daniel Graf. Der 30 Jährige aus Sigsdorf blieb knapp vor Andreas Birnbacher (Schleching) und Simon Schempp (Uhingen). Birnbacher und Graf lieferten sich beim letzten Schießen ein Kopf-an-Kopf-Duell.

 

Andreas Birnbacher, Simon Schempp, Daniel Graf

Biathleten machen sich bei der Sommer-DM fit für das WM-Heimspiel im Winter in Ruhpolding

Langdorf Die Saison 2011/2012 wird für viele Biathleten eine Besondere werden. Magdalena Neuner, Miriam Gössner, Andreas Birnbacher, Florian Graf. Sie alle trainieren im Leistungszentrum in Ruhpolding in Oberbayern. Machen sich dort fit für den Winter und legen hier Sonderschichten ein. Als deutscher Athlet bei einer Heim-WM zu starten, ist immer etwas besonderes. Als ‚Lokalmathador‘ im Biathlon in Ruhpolding zu starten, wird einigen von ihnen daher sicherlich ein Gänsehautgefühl erzeugen.Denn das Publikum im Chiemgau ist super fachkundig und fair zu allen Athleten. Die, die man kennt und schätzt, werden aber noch ein bisschen mehr unterstützt. In der Zeit vor der WM bzw. vor Beginn der Saison zeigen sich die Biathlonstars bereits, um mit ihren Nationalmannschaftskollegen und Kolleginnen bereitsfür Stimmung zu sorgen. Außerdem stehen natürlich bei nationalenMeisterschaften und Wettkämpfen auch Qualifizierungsmaßnahmen an:wer startet im Weltcup und wer kann sich über diese Wettbewerbe einen Startplatz für die WM sichern.

Ein Auftakt in den Biathlon-Wettstreit ist sicherlich die Deutsche Biathlon Meisterschaft anfang September in Langdorf im Bayerischen Wald. Andrea Henkel hat ihren Promotion-Auftritt für ihre Sportart in der Oberpfalz bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Die Autogrammstunde war sehr gut besucht. Am morgigen Freitag ist ihre Nationalmannschaftskollegin Magdalena Neuner an der Reihe, die im Skilandesleistungszentrum (Hohenzollern Skistadion) den Medien Rede und Antwort steht. Man merkt, dass öffentlichkeitsarbeit im Deutschen Biathlonsport genutzt wird und die jeweiligen Leistungszentren letztlich schon jetzt daran arbeiten, gemeinsam mit den Medien und den Fans für die Fans eine unvergessene Saison mit dem Höhepunkt der Heim-WM zu kreieren. Vom 8. bis 11. September wird es daher sportlich das erste mal ernst in der Saison bei der DM. Die Biathlonstars ‚zum Anfassen‘ werden sich der nationalen Konkurrenz stellen.

Britta Steffen und Paul Biedermann jeweils an WM-Norm gescheitert

Nachdem tags zuvor Paul Biedermann an der WM-Norm gescheitert war, verpasste Britta Steffen bei der Schwimm-DM  die WM-Norm über 100 Meter Freistil. Die WM-Triumphatorin gewann zwar das Rennen in 54,14 Sekunden, blieb jedoch um sechs Hundertstelsekunden über der Normzeit der WM in Shanghai. Als sechste der Weltrangliste hofft Steffen jedoch, bei der Nominierung Berücksichtigung zu finden und bei der WM dabei zu sein.

Bei den Herren hat Marco di Carli nach dem Titel über die 50 Meter Freistil auch die doppelt so lange Strecke für sich entschieden. Der Sieg ging in deutscher Rekordzeit (48,24 Sekunden) an di Carli.

Yannick Lebherz hat bei den Titel über 200 Meter Rücken gewonnen, die Norm jedoch verpasst (+0,55 Sekunden). Bei der WM ist er aber dabei, da er über die 400 Meter Lagen das Ticket für Shanghai lösen konnte. Bei den Frauen siegte Jenny Mensing aus Wiesbaden im 200-Meter-Rücken-Rennen. Sie verpasste die Norm jedoch ebenfalls deutlich.

Christian vom Lehn und Sarah Poewe wurden über die 100 Meter Brust Deutsche Mester. Um 4 /100 Sekunden verfehlte vom Lehm die WM-Norm. Ebenfalls an der WM-Norm gescheitert ist auch Sarah Poewe, die aber auf einen Platz in der 4×100 Meter Lagen-Staffel hoffen kann.

Niederlage für Britta Steffen bei der Schwimm-DM in Berlin

Die Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen aus Berlin kassierte bei der Schwimm-DM in Berlin eine Niederlage. Über die 200 Meter Freistil unterlag die 27-Jährige in einer Zeit von 1:59,25 Minuten der 17 Jahre alten Vize-Europameisterin Silke Lippok (1:57,42 Minuten). An der WM-Norm von 1:56,98 scheiterten damit aber beide Damen. Allerdings haben beide noch die Möglichkeit, dies im Finale zu erreichen. Für Steffen war dieses DM-Rennen das erste große Rennen über diese Distanz seit 2007.