Stromspar-Initiative – teure Webseite mit wenig Besuchern und kaum Mehrwert für Nutzer

Die Energiewende ist in der Umsetzung – und dennoch gibt es derzeit einige Probleme: Nicht wenige werfen Bundesumweltminister derzeit vor, das Stromspar-Versprechen zu brechen. Denn bis zu 100 Millionen Euro wollte Umweltminister Altmaier 2013 zusätzlich ausgeben, um privaten Haushalten beim Stromsparen zu helfen. Was bislang ausgegeben wurde ist lediglich ein kleiner Bruchteil der Summe und der auch noch für eine Webseite, die keiner kennt. Weiterlesen

Energiewende fordert, Wirtschaft, Politik und Privathaushalte

Bayerns Landeshauptstadt München hat in dieser Woche den Worst-Case erlebt. Morgens war man in großen Teilen Münchens eine Stunde lang ohne Strom. Grund war ein Defekt in einem Kraftwerk, welcher sich offensichtlich auf ein weiteres Kraftwerk übertragen hat. Weiterlesen

Hochwasser und Energiekonzept waren wichtige Themen der Klausurtagung

Baar-Ebenhausen Das Thema Hochwasserschutz beschäftigt die Gemeinde Baar-Ebenhausen schon seit vielen Jahren. Ziel der Gemeinde ist es, eine entsprechende inzwischen in der Endplanungsphase befindliche Hochwasserfreilegung durch den ganzen Ort umzusetzen. Dieses und andere Themen besprach Bürgermeister Ludwig Wayand mit seinen Gemeinderäten in einer Klausurtagung. Weiterlesen

Schmierstoffe stehen im Zusammenhang mit dem Energieverbrauch

Im Bereich der Industriefertigung findet man häufig auch sogenannte Schmierstoffe. Erdöl ist dabei einer der bekanntesten Schmierstoffe weltweit. Weiterlesen

Photovoltaik soll nach Bürgermeinung auf die Dächer der Gemeinde-Gebäude in Karlskron

KarlskronDer Wunsch nach erneuerbaren Energiequellen auf den kommunalen Dächern war der Hauptpunkt, den den Bürger Karlskrons auf ihrer Bürgerversammlung vorbrachten. Nachdem Bürgermeister Friedrich Kothmayr in seinem Rechenschaftsbericht zum abgelaufenen Jahr mehrfach die hohen Energiekosten als Ausgabenpunkt nannte – beispielsweise im Bereich der Klärwerke – kam von Bürgerseite her der Punkt, auf die Dächer von Schule, Bauhof oder Feuerwehrhaus ggf. Photovoltaikanlagen zu errichten, die Ausrichtung der Dächer zum Sonnenstand müsste natürlich passen. Für den Bürgermeister kein neues Thema, da man auch im Gemeinderat das Thema am Rande bereits thematisiert hatte, jedoch noch nicht näher ins Detail gegangen ist. Der Tenor der Bürger, den Kothmayr und die anwesenden Gemeinderäte entgegen nehmen konnten, ging u.a. in Richtung Bürger-AG oder ähnlichem.

Neben der Energie war es die seit vergangenem Jahr in Karlskron durchgeführt Kommunale Verkehrsüberwachung. Denn seit der Zeit wird ganz offiziell geblitzt. Keine Abzocke von Seiten der Gemeinde, wie Kothmayr erklärte. Man lege hier sehr viel Wert darauf, dosiert dort Messpunkte zu errichten und zu kontrollieren, wo es zur Verkehrssicherheit notwendig sei. In einem der nächsten Gemeinde-Mitteilungsblätter würde hier eine detaillierte Auflistung der bislang bereits geblitzten Vergehen erfolgen, so dass der Bürger hierzu einen Überblick hätte.

Auf die Nachfrage nach den Kosten für die Durchführung eines solchen Bürgerbegehrens für Karlskron erklärte der Bürgermeister, dass dies wohl in etwa mit 10.000 Euro zu beziffern sei. Derzeit stehe die Gemeinde Karlskron wirtschaftlich noch gut da, die Verschuldung sei gering – umgerechnet auf den Bürger wären es gerade einmal vier Euro. Hinzu kommen die Immobilien- und Grundbesitze, die Karlskron als zusätzliche Rücklagen derzeit in der Hinterhand hat. Die Bauplätze im neu ausgewiesenen Baugebiet Pobenhausen – die Gemeinde hat hier 25 Parzellen – sollen noch in diesem Jahr in den Verkauf gehen. Der Gemeinderat wird in einer seiner nächsten Sitzungen den Verkaufspreis und die Ankaufsmodalitäten exakt festlegen.

Die „Langzeit-Baustelle“ Leichenhaus neigt sich dem Ende entgegen. In den nächsten Tagen sollen Licht, Innenausstattung und Elektrik erfolgen, dann noch der Außenanstrich, so dass man derzeit hofft, im April hier einen Abschluss hinzubekommen. Auch die anderen Bauvorhaben – Kinderkrippe, Bürgerhaus, Schulhaus – liegen derzeit voll im Plan. Bei der Kinderkrippe rechnet man um den 20. April mit dem „Hebauf“. Neben den bereits begonnenen Projekten stehen in 2012/13 die neue Turnhalle, die Machbarkeitsstudie zur Ortsumgehung sowie das Glasfasernetz auf der Agenda. Zur Machbarkeitsstudie ist im Mai oder Juni mit einem weiteren Zwischenergebnis zu rechnen.

Die Bürger von Pobenhausen und Adelshausen müssen sich auf eine deutliche Erhöung der Kanalgebühren ab 2015 einstellen. Die Kosten rund um das Abwasser und den Kanal sind kostendeckend durch die Nutzer abzurechnen. Da an den dortigen Kanalanlagen jedoch zahlreiche Grundsatz-Investitionen und Sanierungen in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro anstehen, wird es wohl ab 2015 nach heutigen Berechnungen Preise zwischen 7 und 8 Euro statt der aktuellen 3,85 Euro geben.

Monopolstellung vs. Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energie: Energiepolitik muss lt. Hubert Aiwanger verbraucherfreundlicher werden

RahstorfDas Thema Energie und Energie-Wende wird letztlich immer phasenweise thematisiert, wobei viele Menschen draußen sicherlich an den Folgen der Entscheidung in den nächsten Jahren „knabbern“ werden. Nicht zuletzt auch deshalb, da im März Ad-hoc durch den Wirtschaftsminister Philipp Rössler die Einspeisevergütungen gesenkt wurden. Der Landtagsabgeordnete Hubert Aiwanger aus dem niederbayerischen Rahstorf (41 Jahre) kann als studierter Agrar-Ingenieur und Landwirt als ein Mann der Naturthemen praxisorientiert sieht angesehen werden. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Aiwanger: Es ist ein politischer Skandal, dass die Planungssicherheit bei Erneuerbaren Energien immer gezielt zerstört wird. Man hat den Eindruck, als sollten die Privatleute davon abgehalten werden, hier zu investieren, damit am Ende die Monopolisten marktbestimmend bleiben können.

Okay, und wie lässt sich das alles dann am Ende auch tatsächlich Re- bzw. Gegenfinanzieren?

Aiwanger: Die Einnahmen bei erneuerbarer Energiebleiben überwiegend im Wirtschaftskreislauf. In einigen Jahrzehnten sind die fossilen Energien zu Ende und auch diese kosten viel Geld. Deutschland gibt jährlich über 50 Milliarden Euro für Energieimporte aus.

Bis 2020 soll im Idealfall kein deutscher Atommeiler mehr am Netz sein. Für private Hausbesitzer stehen hier noch gehörige Umstrukturierungen an, auch in den Kommunen. Dies ist mit gehörigen Kosten verbunden – auch für Privatpersonen. Wird demnach die Energiewende auf deren Schultern ausgetragen?

Aiwanger: Nicht zwangsläufig. Momentan ist es so, dass die Bürger jährlich steigende Preise für Energie bezahlen müssen und die Konzerne Milliardengewinne erzielen, während die Allgemeinheit noch für die Atommülllagerung aufkommt. Die derzeitige Energiepolitik ist also alles andere als verbraucherfreundlich.

Viel diskutiert wird draußen, Solarparks oder Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Viele Menschen sehen es als Verschandelung der Natur. a) wie stehen Sie dazu und b) wie begegnen Sie solchen Argumenten?

Aiwanger: Natürlich gehört ein gewisses Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Standorte dazu. Aber für mich ist ein Solarpark auch nicht unansehnlicher als große Industriehallen. Auch Windkraftanlagen sind nicht unzumutbar, wenn sie weit genug von der Wohnbebauung weg sind. Ausserdem kann ja durchaus sein, dass wir in 20 Jahren andere Formen der Energiegewinnung haben und diese Anlagen dann wieder abbauen können. Atommüll oder die Folgen des CO2-Ausstoßes von fossilen Energieträgern haben unangenehmere Folgewirkungen.

Derzeit wird gerade in Bayern das Thema der Windkraft hoch diskutiert. In Norddeutschland ist man bzgl. Wind deutlich weiter als wir hier. Dafür ist Bayern in Punkto Photovoltaik relativ gut aufgestellt bisher. Muss denn in jeder Region jede Art von Enerige (Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, Biogas, Hackschnitzel …) möglich sein, oder sollte man sich nicht auf die für die jeweiligen Regionen vorteilhaften Energiequellen orientieren?

Aiwanger: Natürlich wird man v.a. auf die Energien setzen, die vor Ort am effektivsten sind. Trotzdem muss auch berücksichtigt werden, wie weit es zu den Verbrauchern ist. Es kann also durchaus sinnvoll sein, auch in Bayern Windkraftanlagen mit niedrigerer Leistung als in Norddeutschland aufzustellen, wenn dafür der Strom nicht so weit transportiert werden muss. Problem der Leitungstrassen, Energieverluste etc. sind hier zu berücksichtigen.

Windenergie – das heißt Erhöhung, Windgeschwindigkeit und Flugverkehr müssen die Errichtung der großen Anlagen mit ihren Rotoren ermöglichen. Wie ermittelt man die hierfür ergiebigsten Standorte und überzeugt im nächsten Schritt diese Gemeinden bzgl. der Notwendigkeit?

Aiwanger: Es gibt den Windatlas, der aber nicht von allen Investoren für bare Münze genommen wird. Am Ende werden sich diejenigen, die investieren wollen, am fundiertesten mit der Thematik auseinandersetzen. Es ist aber unverkennbar, dass etwas mehr Hilfestellung „von oben“ gerade auch für Gemeinden durchaus nötig wäre. Viele Bürgermeister haben Angst davor, Entscheidungen zu treffen, die durch politische Willkürentscheidungen – siehe Kürzung Photovoltaikeinspeisung – plötzlich zur fatalen Fehlentscheidung werden. Planungssicherheit ist das beste Argument für eine positive Entscheidung.

Okay – das leuchtet ein. Aber nun im Konkreten. Worin sehen sie die Chancen der Windkraft für diese Region und in der Gesamtheit?

Aiwanger: Die Effektivität der Anlagen nimmt ständig zu. Windgeschwindigkeiten, die noch vor einigen Jahren für eine Windkraftanlage nicht ausreichten, sind heute plötzlich in Ordnung. Wichtig ist langfristig auch die Speicherfähigkeit von überschüssigem Strom aus EE, z.B. also aus Wind. Die Flächeneffektivität ist bei Windkraft sehr hoch. Es gibt Berechnungen, dass 2% der Fläche Deutschlands für Windkraft geeignet wären und damit 50% des heimischen Stromverbrauches abgedeckt würden. Das übertrifft also die Kernkraft bei Weitem.

Wo positive Punkte für eine Gemeinde / Region sind, wird sicherlich das Geschrei nach Risiken laut werden. Nennen wir diese doch einfach konkret beim Namen?

Aiwanger: Ich wohne nicht weit entfernt von den Kernkraftwerken Isar 1 und 2 und bin froh, wenn dieses Kapitel beendet ist ohne dass was größeres passiert ist. Das ist das konkrete Risiko.

Und dieses Risiko-Potential lässt sich ggf. auch eindämmen oder minimieren?

Aiwanger? Ja, in dem schnellstmöglich alle Kernbrennstäbe, die schon zwischenlagerfähig sind, endlich aus dem Abklingbecken entfernt und auch wirklich zwischengelagert werden. Angeblich rund 800 von 1700 bei Isar 1. Und die Zwischenläger besser geschützt werden vor Flugzeugabsturz etc. Ich hatte vorgeschlagen, diese Läger wenigstens wie eine Tiefgarage unter die Erde zu verlagern, damit seitliche Angriffe ins Leere gehen würden. Stattdessen wurden ja vor einigen Monaten 85 cm dicke Betonmauern um das Zwischenlager herum diskutiert. Momentan ist die Diskussion aber wieder eingeschlafen, man hofft wohl auf die Ermüdung und aufs Vergessen bei der Bevölkerung.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview.

Bahnprojekt kommt die Gemeinde Baar-Ebenhausen günstiger – Spielraum für Investitionen – Treffpunkt Regional

Baar-Ebenhausen 3 Stunden Bürgerversammlung, 200 Besucher und Bürgermeister Ludwig Wayand (CSU) konnte seinen Mitbürgern positive Zahlen vermelden. In Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen) sei man auf  dem richtigen Weg, einem Weg der zukunftsführend sei, leitete das Gemeindeoberhaupt die Bürgerversammlung am heutigen Abend ein. Beim Rück- und Ausblick auf die Finanzsituation stellte Wayand dar, dass die Gemeinde eigentlich ganz gut durch die Krise gekommen sei und durch umsichtige Planungen und zielführende Investitionen zum richtigen Zeitpunkt auch mittelfristig in eine gute Zukunft kommen würde.

Kinder, Senioren und Bauplatz-Schaffung zentrale Themen

Das Thema Kinderkrippe wird in Baar-Ebenhausen gemeinsam mit der katholischen Kirchenstiftung St. Martin angegangen, so dass man neben der bereits in Betrieb befindlichen Kinderkrippe im Gemeindekindergarten ab September 2013 auch im katholischen Kindergarten Platz für die Kleinsten zur Betreuung hätte. Dann stehen im Katholischen Kindergarten 3 Kindergarten- und eine Kinderkrippengruppe und im Gemeindekindergarten 3 Kindergarten und 2 Krippengruppen zur Verfügung. Wayand blickt aber bereits nach vorne. Die Kinder, die jetzt im Kindergarten Betreuung haben benötigen über kurz oder lang auch im Grundschulalter eine Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung. D.h. es ist davon auszugehen, dass das, was bereits angeboten wird in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe noch ausgebaut werden müsse. Hier sei man kontinuierlich am beobachten und auf die Bedürfnisse eingehend.

Ebenfalls die Nachbarschaftshilfe sei es, die den Seniorentreff der Gemeinde konstruktiv unterstütze. Allerdings wolle man von Gemeindeseite in 2012 einen Seniorenbeauftragten installieren um noch zielgerichteter und stärker auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung in der Gemeinde eingehen zu können.

Baar-Ebenhausen bei Zuzüglern beliebt

Baar-Ebenhausen hat derzeit zahlreiche Anfragen bzgl. Bauplätzen. Im Zusammenhang mit der Bahntrassenverlegung und dem noch ausstehenden aber für 2012 und 2013 durch die Deutsche Bahn umzusetzenden Lärmschutz ergibt sich für die Gemeinde im Bereich der Auen- und Eschenstraße sowie im Bereich der Kolpingstraße und dem Bahnhofsring einiges an Bauland – teils im Gemeindebesitz, teils in privater Hand. Dieses Gebiet soll zielführend überplant werden und Interessierten dann die Möglichkeit für eine Wohnbebauung geschaffen werden, damit Baar-Ebenhausen von derzeit 5002 Einwohnern weiter langsam und kontinuierlich wachsen könne. Denn die Einkommens- und Gewerbesteuer, die man in 2011 und voraussichtlich auch in 2012 erwirtschaftet hat bzw. wird sind es, die als Stützpfeiler in der Haushalts-Planung angesehen werden konnte. 2011 beispielsweise konnte man etwas mehr an Einnahmen verbuchen, als man in den Schätzungen angenommen hatte, dadurch ist die Gemeinde in der Lage gewesen, fast eine halbe Million Euro als Rücklagen in den Haushalt einzustellen, so dass man nun bei einem Rücklagenstand von 4,1 Millionen Euro ist.

Die brauche man aber auch für die anstehenden Projekte, erklärte Wayand in seinem fundierten Rück- und Ausblick. 2011 konnte man die Urnenwand im Gemeindefriedhof erweitern, einige marode Straßen ausbessern und einige Teile des Bahnprojektes bereits umsetzen. Finanziell ist da die Gemeinde Baar-Ebenhausen dank einiger zäher Verhandlungen und schon vor Jahren getroffener Vereinbarungen finanziell ziemlich gut raus gekommen, zeigte Wayand den Bürgern auf. Das Gesamtprojekt (P+R, Brücken etc.) kostet rund 1,3 Millionen Euro, gut 930 000 Euro bekommt man jedoch über Zuschüsse etc. wieder zurück.

Energie-Thema wird demnächst im Gemeinderat thematisiert

Nun will man sich dem Thema der Energiewende annehmen. Die Machbarkeitsstudie wird derzeit durch Prof. Dr.-Ing Markus Brautsch, tätig an der Hochschule Amberg-Weiden, ausgearbeitet und in der Mai-Sitzung im Gemeinderat vorgestellt. Dabei wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten es im Gemeindebereich gäbe, um seinen Anteil dazu beizutragen, dass die Anteile der erneuerbaren Energie bis 2020 deutlich gesteigert werden können. Biomasse, Wasser, Wind und Photovoltaik wurden angesprochen, wobei die Voraussetzungen für Windkraft in Baar-Ebenhausen aufgrund der Windsituation und der geographischen Situation (nichts hügeliges) sowie die Nähe zum Flughafen Manching derzeit wohl kaum gegeben sind.

Obligatorisch ist in der Bürgerversammlung in Baar-Ebenhausen auch der Abwasserbeseitigungsverband Ingolstadt Süd Thema. Wayand – Verbandsvorsitzender des ABV – sprach  hier kurz die Splitt-Abrechnung und die sich dadurch erhöhenden Kosten im Bereich des Frischwassers an. Dieser liegt zukünftig bei 1,64 statt 0,95 Euro – etwa das Niveau das man auch in Ingolstadt hat. Dies sei jedoch aufgrund der gesetzlichen Vorgaben notwendig geworden, dies getrennt zu berechnen, erklärte Wayand. Der ABV arbeite kostendeckend. D.h. die Kosten, die anfallen für Wasser und Abwasser würden an die Bürger weitergegeben. Die Kostenberechnungen hierzu erfolgen im Abstand von vier Jahren, so dass immer wieder entsprechende Anpassungen (verbrauchsabhängig) nach oben bzw. unten erfolgen würden.

Der Breitbandausbau – beginnend in Ebenhausen-Werk wird im Herbst 2012 beginnen und abzüglich des Zuschusses voraussichtlich 110.000 Euro kosten. Ebenfalls in Ebenhausen-Werk (im Umfeld der Firmen EHL und Asphaltwerke) hatte der Gemeinderat 2011 ein Gewerbegebiet ausgewiesen und die entsprechende öffentliche Beteiligung gestartet. Ziel ist es damit, Gewerbe anzusiedeln und zugleich die mit Altlasten durchsetzte Fläche (u.a. Asbest und Cadmium) so zu bereinigen und in den Griff zu bekommen. Im Bereich Hochwasserschutz schreiten die weiteren Verhandlungen etwas zäher voran. Am 30. April 2012 wird den derzeit betroffenen Anwohnern die Möglichkeit gegeben, sich vor Ort eine ähnliche Begebenheit anzuschauen, wobei die Gemeinde diese Bürger entsprechend anschreiben würde.

Entscheidung über Radweg und Straßenausbau zwischen Pichl und Ebenhausen-Werk hängt am Markt Manching

Die Ausführungen waren entsprechend anschaulich und fundiert, so der Tenor der anwesenden Bürger. Dadurch waren die Anliegen, die man vorbrachte eher kleineren Charakters. Ein markantes Thema war sicherlich die Ortsverbindung zwischen Ebenhausen-Werk und Pichl (Markt Manching), die als zu eng und dadurch gefährlich angesehen wurde. Der schon vor Jahren angesprochene Radweg sei bis dato noch nicht verwirklicht, so einige Bürger. Das Problem, so Bürgermeister Wayand, liege hier jedoch nicht bei der Gemeinde Baar-Ebenhausen sondern an Manching. Wayand hätte im Laufe seiner Amtszeit bereits mehrfach mit seinem Amtskollegen Herbert Nerb Kontakt aufgenommen und sogar angeboten, die Organisation und Planung der Konzeption in die Hand zu nehmen. Allerdings würde es wenig Sinn machen, wenn Baar-Ebenhausen hier auf den ortseigenen Flächen anfangen würde. Denn die seinen lediglich 300-400 Meter – der Rest liegt im Verantwortungsbereich von Manching.

Ist Ökostrom besser als Energie aus endlichen Energiequellen?

E.ON vermeldet erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen. Der Grund seien die Umstrukturierungen, die es auf dem Energiemarkt derzeit gäbe. Ein Punkt sei der Ausstieg aus dem Bereich der Atomenergie, ein anderer die Investitionen und Notwendigkeiten, die in Punkto Energie auf dem Sektor ‚Erneuerbar‘ erforderlich sind. Derzeit gibt es einige große Stromkonzerne, denen es ähnlich geht. Demgegenüber sind gerade kleinere Regionen bemüht, sich regional um ein Energie-Entwicklungskonzept zu bemühen. Quasi entsprechend dem Motto: Strom und Energie aus der Region für die Region. Der Vorteil hierfür könnte beispielsweise in kürzeren Wegen und dadurch geringeren Bau-Aufwendungenfür irgendwelche Leitungen liegen.

Wer also derzeit plant, seine Energieversorgung neu zu regeln, der sollte genau hinschauen, was ihm – von welchem Anbieter auch immer – angeboten wird. Stromkostenvergleich sollte letztlich nicht nur unter rein preislichen Aspekten erfolgen, sondern auch verschiedene andere Komponenten berücksichtigen:

  • wie und wo wurde der Strom gewonnen
  • Wo ist der Sitz des Energieunternehmens (mgl. Gewinne eines Unternehmens kommen über die Gewerbesteuereinnahmen dem Sitz (Gemeinde bzw. Region) des Unternehmens zu Gut)

Daher empfiehlt es sich letztlich, genau darauf zu schauen, was letztlich in der Energie steckt, die man nutzt. Denn die endlichen Ressourcen wie Gas und Öl werden irgenwann zu Ende gehen und dadurch in der Gewinnung letztlich immer teurer werden.

 

 

Christian Magerl: das Bürgerbegehren um die 3. Startbahn in München hat gute Chancen

Freising Die Bürger Münchens sind aufgerufen, über die 3. Startbahn zu entscheiden. Im Erdinger Moos am Münchner Flughafen soll diese errichtet werden, um die Kapazitäten im Vergleich zu jetzt mindestens um die Hälfte des bisherigen Flugaufkommens noch einmal zu erhöhen. Das ist nach Auffassung des Landtagsabgeordneten von den Grünen, Christian Magerl aus Freising, zugleich Vorsitzender des Umwelt- und Gesundheitsausschusses, eindeutig zu viel und für die betroffenen Bürger eigentlich nicht tragbar. Insbesondere auch deshalb, weil der Münchner Flughafen – europaweit der sechstgrößte überhaupt – in der derzeitigen Situation durchaus noch Luft nach oben hat. So wie der Flughafen jetzt beschaffen ist, sei er bereits größer als der von Tokio und Sao Paulo, erklärt Magerl im Rahmen eines Gespräches mit unserem Portal. Der Abgeordnete aus Freising geht auch keinesfalls davon aus, das München Wettbewerbsnachteile hätte, wenn die 3. Startbahn (der möglicherweise eine 4. folgen könnte) nicht gebaut würde. Auch setzt der Abgeordnete auf die Solidarität der Münchner mit den Menschen, die im Erdinger Moos leben und durch einen Ausbau des Flughafens überdimensional belastet würden.

Der Wirtschaft in Bayern an sich ginge es sicherlich nicht schlecht, erklärt der Grünen-Politiker, der aber auch gleich nachhakt. Allerdings ist von nachhaltiger Wirtschaft, die nicht endliche Rohstoffe verbraucht, derzeit leider noch viel zu wenig in Bayern vertrten. Und auch der Bereich der erneuerbaren Energien ist beileibe noch nicht so aufgestellt, wie Magerl es sich vorstellen würde. Der so kurzfristige und damit für die Bürger und Landwirte nicht planbare Rückgang der Einspeise-Subvention von erneuerbarer Energie im zweistelligen Bereich, den das Wirtschaftsministerium im März für März bekannt gegeben hat, sei so überhaupt nicht akzeptabel. Dass es sich nur um eine vorübergehende Subvention handeln sollte, war klar und sei auch unbestritten. Allerdings wäre ein sanfter und kontinuierlicher Abbau über einen längeren Zeitraum hinweg sicherlich wesentlich sinnvoller und auch von den Bürgern besser kalkulierbar. Bedacht wurde hier auch nicht, so Magerl, dass man den Mittelstand hier extrem belasten würde. Denn die Unternehmen, die die Anlagen installieren oder warten müssen kommen so in unglaubliche Zeitnot und sehen sich unglaublichen Belastungen gegenüber.

Das im Bereich der erneuerbaren Energie bzw. der Wirtschaft ohne unnötigen Rohstoffverbrauch unbedingt etwas passieren müsse, sei klar. Gut sei, dass man 2011 den Atomaussieg beschlossen hatte, auch wenn es für den Atommüll, wie er derzeit bestehe noch überhaupt keine zugelassenen Abfallbehälter (Castorbehälter) gäbe, die den Anforderungen genügen. Weniger gut sei dagegen, das es in Bayern bis dato so gut wie keine Windenergie-Anlagen gäbe. Hier müsste man verstärkt auf Aufklärung setzen und auch im Bereich der Kommunen sinnvoll beraten. Hier sei die Fachkompetenz der Grünen auch deutlich gefragt. Bzgl. der Energiemöglichkeiten müsste eines ganz klar werden: die Wertschöpfung sollte vor Ort bleiben, der Bürger bzw. die Gemeinde selbst, in der die Anlage steht, sollte etwas davon haben, nicht die großen Konzerne, die hier nur ihre Gewinne einstreichen würden. Daher appelliert der Grünen-Politiker an die Gemeinden, bei ihren Ansätzen und Konzepten dies auch zu berücksichtigen. Kommunalunternehmen oder Bürger-AGs könnten hier durchaus eine sinnvolle Lösung sein.

Damit im Landtag bzw. für die Bundestagsarbeit der Informationsfluss optimal sei, seien Ortsverbände die aktiv sind und gut funktionieren wichtig für einen Informationsfluss. Nur so sei es den überregionalen Abgeordneten auch möglich, sich wirklich gut und sinnvoll für die lokalen Belange einzusetzen und stark zu machen.

Silvia Dirsch und Wolfgang Thalmeier führen den neuen Grünen-Ortsverband in Karlskron

Karlskron Silvia Dirsch und Wolfgang Thalmeier heißen die beiden Ortssprecher des neu gegründeten Ortsverbandes der Grünen in Karlskron (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen). Der wurde heute abend im Landgasthof Haas ins Leben gerufen. Ausgangspunkt hierfür – so der neue Schriftführer Martin Wendl in seiner Bewerbungsrede – war sicherlich das Bürgerbegehren um die Scherm-Erweiterung. Bis dato hätte es vielleicht ein paar Grün-Wähler in Karlskron gegeben. Erst dank des Bürgerbegehrens sei es aber möglich geworden, in Karlskron tatsächlich auch einen Ortsverband zu schaffen.

Die Wahl der neuen Vorstandschaft, die von Stefan Walter von der Landespartei geleitet wurde fiel einstimmig aus. Zur Gründung hatte der Verein 14 Mitglieder., an der Gründungsversammlung anwesend waren aber bereits rund 30 Interessierte Bürger. Und die konnten im Vorfeld der Wahl den Ausführungen des für Karlskron und den Landkreis zur Betreuung zuständigen Grünen-Abgeordneten des Landtages Christian Magerl aus Freising lauschen. Der sprach insbesondere davon, dass es in der näheren Zukunft noch verstärkt ein Bestreben der Grünen sei, die Entwicklungen rund um die erneuerbaren Energien weiter zu forcieren und voranzutreiben. Als negativ empfindet es der Grünen-Politiker, dass die Zuschüsse und Einspeisevergütungen rund um Photovoltaik so ad hoc gekürzt wurden – schrittweise je Quartal und mit einer planbaren Vorankündigung wäre nicht nur für die betroffenen Privathaushalte und Landwirte, sondern auch für die bzgl. Installation und Wartung betroffenen Mittelstandsunternehmen deutlich sinnvoller, so Magerl, der in Bayern als Ausschuss-Vorsitzender des Umwelt- und Gesundheitsausschusses tätig ist.

„Wir haben einen langen Atem und die Kompetenz die Leute draußen in Punkto Klima- und Verkehrspolitik zu beraten und zu informieren“, erklärt Magerl, der sich sehr darüber freut, nun mit Karlskron auch einen weiteren Ortsverband an der Basis zu haben. Nur so könne man im Landtag selbst die Themen und Probleme, die die Leute draußen bewegen auch wirklich mit Hintergrund- und Fachwissen vortragen.