Über 80 Prozent Zustimmung für Ludwig Wayand als Bürgermeister in Baar-Ebenhausen

Baar-Ebenhausen Gerührt, überwältigt und motiviert: so kann man den Wahltag von Ludwig Wayand kurz zusammenfassen. Von der Zustimmung, die der Bürgermeister von Baar-Ebenhausen erfahren hat sei er begeistert, so der amtierende und neue Mann an der Spitze Baar-Ebenhausens. Weiterlesen

Stichwahl entscheidet über Besetzung des Karlskroner Rathaus-Sessels

Karlskron Friedrich Kothmayr räumt seinen Stuhl – wer diesen übernehmen wird, ist bislang nicht klar. Sichtlich entspannt war der scheidende Rathauschef ab 18 Uhr bei der Bekanntgabe der Stimmen im Rathaus. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird sich Kothmayr nach zwei Amtszeiten als Chef im Rathaus von den Karlskronern verabschieden. In jedem Fall wird die Gemeinde zukünftig von einem Mann aus der Freien Wirtschaft geführt werden: von wem muss der Wähler in zwei Wochen bei der Stichwahl entscheiden. Weiterlesen

Stefan Kumpf und Kurt Bachhuber kämpfen in Stichwahl um Karlskroner Rathaussessel

Karlskron Die Briefwahl-Bezirke dauerten, Tendenzen waren jedoch bereits bald zu erkennen: Stefan Kumpf (CSU) und Kurt Bachhuber (Freie Wähler) konnten sich für die Stichwahl in zwei Wochen qualifizieren. Damit müssen die Bürger von Karlskron noch einmal an die Urne, um ihr neues Gemeindeoberhaupt zu bestimmen. Weiterlesen

Werbung bei Kommunalwahl in Karlskron per ‚Gentleman’s Agreement‘ zwischen Parteien geregelt

Karlskron Der Eigenbetrieb Breitband kostet die Gemeinde Karlskron noch einige Jahre lang Geld. Die bisherigen Investitionen in Leerrohre, die bereits teilweise abgeschriebenen Werbekosten für die Vermarktung des Breitbandnetzes sowie Rechts-, Beratungs- und Prüfkosten der Firma haben bislang Kosten von rund 250.000 Euro für das Breitbandnetz in Karlskron verursacht.
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Soziale Themen stehen im Fokus von Claudia Jung von den Freien Wählern

Sie will als amtierende MdL wieder in den bayerischen Landtag: Claudia Jung, familienpolitsche Sprecherin der FW. Foto: Manfred Esser
Sie will als amtierende MdL wieder in den bayerischen Landtag: Claudia Jung, familienpolitsche Sprecherin der FW. Foto: Manfred Esser
Geroldsbach Sie ist familienpolitische Sprecherin der Freien Wähler im Landtag, fordert Endbürokratisierung im Handwerk und wirft der Sozialministerin vor, konfliktscheu zu sein, um Diskussionen um den Sozialbericht aus dem Weg zu gehen. Was konkret würden Sie denn anders bzw. besser machen und wie (inkl. Finanzierbarkeit)?

Claudia Jung: Der Sozialbericht ist ein entscheidendes politisches Instrument, weil er Fakten und Daten liefert, auf denen wir eine vernünftige Sozialpolitik aufbauen können. Dass sich Frau Haderthauer bei der Vorlage des 3. Sozialberichts gerade für die Sommerpause des Landtags entschied, widerspricht nun mal den parlamentarischen Gepflogenheiten und zeugt keinesfalls von einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Sozialberichterstattung. Dazu hätte man nämlich Wohlfahrtsverbände und Parlament miteinbeziehen müssen. Ich jedenfalls wünschte mir eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den sozialen Problemen im Freistaat und keine Schönfärberei der Zahlen: die kontinuierlich ansteigende Zahl armutsgefährdeter Bürgerinnen und Bürger, jungen wie alten, Alleinerziehenden wie Familien… lässt sich längst nicht mehr vom Tisch wischen. Besonders erschreckend ist meiner Ansicht nach, dass es hierbei seit 2003 keine grundlegende Veränderung gegeben hat. Familien mit Kindern haben ein unterdurchschnittliches Wohlstandsniveau und Alleinerziehende sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. Der Anteil der Älteren Menschen die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, steigt bedauerlicherweise kontinuierlich an. Was die Finanzierung angeht, wird der notwendige Ausgleich zwischen den Starken und den Schwachen der Gesellschaft durch das Steuer- und Transfersystem am besten gewährleistet. Warum nicht auch hier ein Programm ähnlich „Aufbruch Bayern“ mit Signalwirkung für andere Bundesländer. Geld ist genug da, auf die Verteilung kommt es an und
das geht nur, wenn gezielt Schwerpunkte gesetzt werden.

Beobachtet man ihre Webinformationen, scheinen Ihnen soziale Themen am Herzen zu liegen: Kinder bzw. Jugend und Internet, die Thematik um die zu geringen Zahlungen an Asylbewerber. Aber: was konkret tun sie dafür bzw. dagegen?


Claudia Jung: Das stimmt. Persönlich und als familienpolitische Sprecherin der Freien Wähler-Landtagsfraktion interessieren und bewegen mich in erster Linie soziale Themen. Und da ist die Bandbreite groß. Ich finde es beschämend, dass im reich geltenden Bayern das Armutsrisiko für Kinder aber auch der älteren Generation so hoch ist, dass erst das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet werden muss, damit Asylsuchende mehr Geld erhalten und dass beim Thema Inklusion noch immer dringender Handlungsbedarf besteht. Mich ärgert die steigende Zahl der Leiharbeiter und Minijobs mit niedrigen Stundenlöhnen genauso wie die Tatsache, dass die allseits proklamierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Alltag einer ständigen Zerreißprobe gleicht. Nicht weniger erschreckend ist der Umstand, dass nach wie vor Bildung bei uns vom Geldbeutel der Eltern abhängt und wir Jahr für Jahr für unser Bildungssystem eine Rüge erhalten. Deshalb mache ich mich stark für ein soziales Bayern und damit für eine Sozialpolitik, die generationsübergreifend, nachhaltig und sozial gerecht ist. Auf Landtagsebene lassen wir Freien Wähler kein demokratisches Mittel aus, um unsere Regierenden an ihre Verantwortung zu erinnern.

Die Landtagsfraktion erarbeitet regelmäßig eine Reihe von parlamentarischen Initiativen – angefangen bei einer gerechteren und besser finanziell ausgestatteten Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung bis hin zu Maßnahmen für seniorengerechtes Wohnen im Alter. Leider scheitern diese recht oft an der Mehrheit der Regierungsfraktionen. Unter anderem plädieren wir für die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten der Einführung eines Familiensplittings und fordern, dass Erziehung von Kindern und Pflege von Angehörigen der Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden, um Arbeitsarmut zu verhindern. Und sowohl unser Gesundheits- als auch Bildungskonzept braucht keinen Vergleich zu scheuen.

Die Themen sind schon sehr sozial orientiert. Ist das Klientel der Freien Wähler nicht eigentlich ein anderes?

Claudia Jung: Da nehmen Sie das richtige Wort in den Mund: Klientel! Muss man Klientelpolitik machen oder soll man sich stark machen für eine Politik des sozialen Miteinanders? Ich bin der Überzeugung, dass die Schwerpunkte meiner Politik alle Menschen betreffen? Dazu gehört die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützende Maßnahmen ebenso wie der qualitative und quantitative Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für junge und ältere Familienmitglieder und wirksame Maßnahmen gegen das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden, einkommensschwachen Familien, Kindern und Jugendlichen, Rentnern aber auch Ausländern in Deutschland. Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und eine Gesundheitspolitik, die allen zugute kommt, das ist mir wichtig! Zu sehr vermisse ich das „C“ und „S“ bei unserer Staatsregierung in der Umsetzung einer zukunftsfähigen sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Dafür setze ich mich ein und ich werde nicht müde werden, auf Schieflagen und soziale Missstände hinzuweisen. Denn soziale Maßnahmen dienen nicht einem Klientel sondern kommen uns allen zugute!

Ihre erste Amtszeit im bayerischen Landtag neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Der Wahlkampf im Landkreis beginnt langsam. Die CSU hat einen Nachfolger für die scheidende Abgeordnete Erika Görlitz bestimmt mit dem Unternehmer Karl Straub. Auch für die SPD scheint mit Markus Käser ein Unternehmer ins Rennen zu gehen, für die Grünen Kerstin Schnapp, die Piraten mit Stefan Gröller sowie Richard Fischer (ödp) sowie Andreas Peter (Linke). Wird es für die selbständige Künstlerin Claudia Jung eine neuerliche Kandidatur um den Einzug ins Maximilianeum geben?

Claudia Jung: Diese Entscheidung fällen wir erst zum Ende dieses Jahres. Meine Ambitionen sind aber allgemein bekannt. Ich würde mich freuen, meine Ziele und Aufgaben für meinen Stimmkreis in der Freien Wähler
Fraktion als Landtagsabgeordnete noch weitere Legislaturperioden angehen zu können.

Und wie wollen Sie sich gegen die aufkommende „Politjugend“ – Kerstin Schnapp, Karl Straub und Markus Käser sind beide unter 40 – behaupten und auf Stimmenfang gehen?

Claudia Jung:

Dann mal Tacheles: wo zwackt es denn im Landkreis für den sie im Landtag letztlich verantwortlich sind?

Claudia Jung:

Ihr Ziel dürfte der Wiedereinzug ins Maximilianeum sein. Was konkret können die Landkreisbürger zukünftig von Ihnen erwarten?

Claudia Jung:


Wahlkreis ist nahezu der Landkreis Pfaffenhofen. Sie sind aus Geroldsbach, Käser und Schnapp aus Pfaffenhofen und Straub aus Wolnzach. Manch ein Landkreisbürger könnte dies als zu Süd-Lastig sehen. Wie fit sind Sie, was die Belange und Örtlichkeiten des gesamten Landkreises betrifft?

Claudia Jung:

Vielen Dank für das Gespräch. Wir werden die Entwicklungen rund um die 2013 stattfindende Landtagswahl weiterhin beobachten.

Monopolstellung vs. Entwicklung im Bereich Erneuerbare Energie: Energiepolitik muss lt. Hubert Aiwanger verbraucherfreundlicher werden

RahstorfDas Thema Energie und Energie-Wende wird letztlich immer phasenweise thematisiert, wobei viele Menschen draußen sicherlich an den Folgen der Entscheidung in den nächsten Jahren „knabbern“ werden. Nicht zuletzt auch deshalb, da im März Ad-hoc durch den Wirtschaftsminister Philipp Rössler die Einspeisevergütungen gesenkt wurden. Der Landtagsabgeordnete Hubert Aiwanger aus dem niederbayerischen Rahstorf (41 Jahre) kann als studierter Agrar-Ingenieur und Landwirt als ein Mann der Naturthemen praxisorientiert sieht angesehen werden. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Aiwanger: Es ist ein politischer Skandal, dass die Planungssicherheit bei Erneuerbaren Energien immer gezielt zerstört wird. Man hat den Eindruck, als sollten die Privatleute davon abgehalten werden, hier zu investieren, damit am Ende die Monopolisten marktbestimmend bleiben können.

Okay, und wie lässt sich das alles dann am Ende auch tatsächlich Re- bzw. Gegenfinanzieren?

Aiwanger: Die Einnahmen bei erneuerbarer Energiebleiben überwiegend im Wirtschaftskreislauf. In einigen Jahrzehnten sind die fossilen Energien zu Ende und auch diese kosten viel Geld. Deutschland gibt jährlich über 50 Milliarden Euro für Energieimporte aus.

Bis 2020 soll im Idealfall kein deutscher Atommeiler mehr am Netz sein. Für private Hausbesitzer stehen hier noch gehörige Umstrukturierungen an, auch in den Kommunen. Dies ist mit gehörigen Kosten verbunden – auch für Privatpersonen. Wird demnach die Energiewende auf deren Schultern ausgetragen?

Aiwanger: Nicht zwangsläufig. Momentan ist es so, dass die Bürger jährlich steigende Preise für Energie bezahlen müssen und die Konzerne Milliardengewinne erzielen, während die Allgemeinheit noch für die Atommülllagerung aufkommt. Die derzeitige Energiepolitik ist also alles andere als verbraucherfreundlich.

Viel diskutiert wird draußen, Solarparks oder Windkraftanlagen gebaut werden dürfen. Viele Menschen sehen es als Verschandelung der Natur. a) wie stehen Sie dazu und b) wie begegnen Sie solchen Argumenten?

Aiwanger: Natürlich gehört ein gewisses Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Standorte dazu. Aber für mich ist ein Solarpark auch nicht unansehnlicher als große Industriehallen. Auch Windkraftanlagen sind nicht unzumutbar, wenn sie weit genug von der Wohnbebauung weg sind. Ausserdem kann ja durchaus sein, dass wir in 20 Jahren andere Formen der Energiegewinnung haben und diese Anlagen dann wieder abbauen können. Atommüll oder die Folgen des CO2-Ausstoßes von fossilen Energieträgern haben unangenehmere Folgewirkungen.

Derzeit wird gerade in Bayern das Thema der Windkraft hoch diskutiert. In Norddeutschland ist man bzgl. Wind deutlich weiter als wir hier. Dafür ist Bayern in Punkto Photovoltaik relativ gut aufgestellt bisher. Muss denn in jeder Region jede Art von Enerige (Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, Biogas, Hackschnitzel …) möglich sein, oder sollte man sich nicht auf die für die jeweiligen Regionen vorteilhaften Energiequellen orientieren?

Aiwanger: Natürlich wird man v.a. auf die Energien setzen, die vor Ort am effektivsten sind. Trotzdem muss auch berücksichtigt werden, wie weit es zu den Verbrauchern ist. Es kann also durchaus sinnvoll sein, auch in Bayern Windkraftanlagen mit niedrigerer Leistung als in Norddeutschland aufzustellen, wenn dafür der Strom nicht so weit transportiert werden muss. Problem der Leitungstrassen, Energieverluste etc. sind hier zu berücksichtigen.

Windenergie – das heißt Erhöhung, Windgeschwindigkeit und Flugverkehr müssen die Errichtung der großen Anlagen mit ihren Rotoren ermöglichen. Wie ermittelt man die hierfür ergiebigsten Standorte und überzeugt im nächsten Schritt diese Gemeinden bzgl. der Notwendigkeit?

Aiwanger: Es gibt den Windatlas, der aber nicht von allen Investoren für bare Münze genommen wird. Am Ende werden sich diejenigen, die investieren wollen, am fundiertesten mit der Thematik auseinandersetzen. Es ist aber unverkennbar, dass etwas mehr Hilfestellung „von oben“ gerade auch für Gemeinden durchaus nötig wäre. Viele Bürgermeister haben Angst davor, Entscheidungen zu treffen, die durch politische Willkürentscheidungen – siehe Kürzung Photovoltaikeinspeisung – plötzlich zur fatalen Fehlentscheidung werden. Planungssicherheit ist das beste Argument für eine positive Entscheidung.

Okay – das leuchtet ein. Aber nun im Konkreten. Worin sehen sie die Chancen der Windkraft für diese Region und in der Gesamtheit?

Aiwanger: Die Effektivität der Anlagen nimmt ständig zu. Windgeschwindigkeiten, die noch vor einigen Jahren für eine Windkraftanlage nicht ausreichten, sind heute plötzlich in Ordnung. Wichtig ist langfristig auch die Speicherfähigkeit von überschüssigem Strom aus EE, z.B. also aus Wind. Die Flächeneffektivität ist bei Windkraft sehr hoch. Es gibt Berechnungen, dass 2% der Fläche Deutschlands für Windkraft geeignet wären und damit 50% des heimischen Stromverbrauches abgedeckt würden. Das übertrifft also die Kernkraft bei Weitem.

Wo positive Punkte für eine Gemeinde / Region sind, wird sicherlich das Geschrei nach Risiken laut werden. Nennen wir diese doch einfach konkret beim Namen?

Aiwanger: Ich wohne nicht weit entfernt von den Kernkraftwerken Isar 1 und 2 und bin froh, wenn dieses Kapitel beendet ist ohne dass was größeres passiert ist. Das ist das konkrete Risiko.

Und dieses Risiko-Potential lässt sich ggf. auch eindämmen oder minimieren?

Aiwanger? Ja, in dem schnellstmöglich alle Kernbrennstäbe, die schon zwischenlagerfähig sind, endlich aus dem Abklingbecken entfernt und auch wirklich zwischengelagert werden. Angeblich rund 800 von 1700 bei Isar 1. Und die Zwischenläger besser geschützt werden vor Flugzeugabsturz etc. Ich hatte vorgeschlagen, diese Läger wenigstens wie eine Tiefgarage unter die Erde zu verlagern, damit seitliche Angriffe ins Leere gehen würden. Stattdessen wurden ja vor einigen Monaten 85 cm dicke Betonmauern um das Zwischenlager herum diskutiert. Momentan ist die Diskussion aber wieder eingeschlafen, man hofft wohl auf die Ermüdung und aufs Vergessen bei der Bevölkerung.

Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview.

Neuer Oberbürgermeister Eichstätts ist Andreas Steppberger

EichstättDie Entscheidung in der Stichwahl in Eichstätt war am Ende ziemlich klar. Andreas Steppberger von den Freien Wählern konnte sich klar durchsetzen. Er konnte 4649 Stimmen auf sich vereinnahmen. Das entspricht 71,88 Prozent der Wähler, die für den FW-Kandidaten stimmten. Auf seinen Kontrahenten bei der Stichwahl Walter Eisenhard (CSU) entfielen 1819 Stimmen (28,12 Prozent). In Eichstätt sind 10548 Personen Stimmberechtigt, die Wahlbeteiligung bei der heutigen Stichwahl betrug lt. vorläufigem amtl. Enderebnis 61,91 Prozent. 62 der abgegebenen Stimmen waren ungültig.

Niedersachsen wählt kommunal

Braunschweig Am kommenden Sonntag, 11.09.  ist die Kommunalwahl in Braunschweig. Die Stadtraete und Stadtbezirksraete werden fuer die naechsten 5 Jahre neu gewaehlt. Wer keine Briefwahl gemacht hat, sollte am 11. September mit der Wahlbenachrichtigungskarte und einem amtlichen Ausweisdokument in das auf der Karte aufgefuehrte Wahllokal gehen und zwischen 8 Uhr und 18 Uhr die Stimmen abgeben. Es gibt 2 Wahlzettel (Stadtrat und Stadtbezirk) und fuer jeden Zettel 3 Stimmen (Kreuze).

Wählen gilt als demonkratische Form der Mitbestimmung der volljährigen Bürger. Jede Stimme, die nicht abgegeben wird, unterstützt dabei letztlich diejenigen, die in extreme Richtungen nach Links oder Rechts agieren. Die Bürgerparteien Gründe, SPD, FDP, CDU und freie Wähler sowie kommunale Gruppen der jeweiligen Regionen zählen daher auf möglichst viele Wähler.

 

Pfaffenhofen hat einen neuen Kopf an der Spitze: Martin Wolf Landrat

Pfaffenhofen Der Landkreis Pfaffenhofen/Ilm, der zentral in Bayern liegt, hat gewählt. Der zum Regierungsbezirk Oberbayern gehörende Kreis, der zuletzt vom stellvertretenden Landrat Anton Westner (CSU) geführt wurde, hat quasi ab jetzt – formal ab dem 1. August 2011 – einen neuen Landrat: Martin Wolf. Eng war die Entscheidung, beide Kandidaten lagen knapp an der 50 %-Grenze.

Der Unions-Mann wechselt damit mit sofortiger Wirkung aus dem Ministerienbereich (Landwirtschaft) als oberster Chef in den Landkreis Pfaffenhofen. In seiner Heimatstadt mit einem Büro ausgestattet, sieht es Wolf jedoch als seine Aufgabe an, den kompletten Landkreis voran zu bringen. Nicht nur mit Repräsentationsaufgaben, sondern mit zählbaren Ergebnissen. Seniorenpolitik, Wirtschaftsstandort und Familienfreundlichkeit sind dabei nur drei der Themen, die in den kommenden Wochen und Monaten anstehen.

Trotz der engagierten Werbekampagnen von Rolf Deml ist es Martin Wolf gelungen, knapp seine aus der normalen Wahl gewonnene Führung zu behaupten. Deml von den Freien Wählern kann damit nicht die unmittelbare Nachfolge von Josef Schäch antreten uns als politischer Quereinsteiger den Landkreis führen und damit in die Fußstapfen seines Vaters Erich treten, der seinerzeit ebenfalls auf Kreisebene politisch agierte.

Ab etwa 18.20 Uhr wurde es langsam spannend, als die Wahlergebnisse der einzelnen Gemeinden herein kamen: mit Hettenshausen und Münchsmünster hatte CSU-Mann Wolf die ersten beiden Wahlgebiete für sich entscheiden können. Deml legte mit Manching nach, ehe für Wolf die Stimmgebiete Hohenwart, Hettenshausen und Schweitenkirchen und für Deml Ernsgaden hinzu kamen und sich eine Tendenz zu einem 55:45 zugunsten der CSU erkennen ließ. Die entscheidenden Gebiete Wolnzach, Pfaffenhofen und Geisenfeld ließen jedoch noch auf sich warten.

In der Heimatstadt vom gewählten Vorgänger Josef Schäch hatte dann Dr. Rolf Deml die Nase vorne. Das Kopf an Kopf-Rennen weiter ging. Ein über dem Kreis-Trend liegendes Ergebnis für die CSU dann aus Pörnbach (60:40) für Wolf. Rohrbach legte deutlich zu Gunsten Demls nach. Scheyern und Geroldsbach – die Heimat von FW-Landtagskandidatin Claudia Jung – gingen zu Gunsten Wolfs aus. Die Entscheidung blieb knapp – auch als 12 der 19 Gemeindeergebnisse vorlagen. Denn mit Vohburg, Geisenfeld und Pfaffenhofen waren noch die drei Landkreis-Städte offen.Vohburg ging mit knapper Mehrheit an Rolf Deml. Das Ergebniss im Kreisschnitt lag bei 52 zu 48 für Wolf bei noch 6 ausstehenden Gemeineergebnissen.

Baar-Ebenhausen ging hauchdünn, Geisenfeld – Demls Heimatstadt – klar an den Kandidaten der Freien Wähler. Ein klarer Trend zeichnete sich damit ab. Der Süden war eher schwarz, der Norden Orange gefärbt. Wolf behielt in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen die Oberhand, so das alles an Reichertshofen, Ilmmünster und Reichertshausen lag.550 Stimmen, die Wolf gegenüber Deml dazu an Vorsprung hatte.

Reichertshofen ging an Deml, Ilmmünster an Wolf: Reichertshausen – also der Süden – hatte es bis zum Schluss in der Hand, da es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um einzelne Stimmen war. Die Landkarte ist damit klar geteilt: Die Freien Wähler gewinnen bis auf Münchsmünster den Norden, die CSU den kompletten Süden.

31,50% der Wähler sind überhaupt an die Urnen gegangen. Damit hatte man eine erneut mäßige Wahlbeteiligung. Auf Deml entfielen 47,89 % der Stimmen, Wolf konnte 52,11 % für sich vereinnahmen.Damit waren es beim vorläufigen amtl. Endergebnis 1193 Stimmen Vorsprung für Martin Wolf.

Martin Wolf – 14732 Stimmen
Rolf Deml – 13539 Stimmen

Landkreis Pfaffenhofen ab ca. 18.30 Uhr wieder mit neuem Landrat

Pfaffenhofen Der Pfaffenhofener Martin Wolf tritt am heutigen Sonntag gegen den Geisenfelder Rolf Deml an. Beide Kandidaten möchten Landrat des Landkreises Pfaffenhofen werden. Nötig wurde die Neuwahl deshalb, weil der 2008 gewählte Landrat Josef Schäch aufgrund einer finanziellen Ungereimtheit während seiner Zeit als Bürgermeister in Wolnzach vom Amt zurück treten musste. Von 2009 bis jetzt agierte der Reichertshofener stellvertretende Landrat Anton Westner als amtierender Landrat. Beim Urnengang selbst am 17. Juli traten fünf Kandidaten an, Deml und Wolf qualifizierten sich für die Stichwahl.

Bereits am 17. Juli musste man im Landratsamt eine äußerst mäßige Wahlbeteiligung der Bürger zur Kenntnis nehmen. Am Stichwahl-Tag bis Mittag bot sich offenbar ein ähnliches Bild, obwohl es beim Landrat letztlich um das bedeutendste Amt im Landkreis Pfaffenhofen geht.

die Bürger haben noch bis 18 Uhr die Möglichkeit, in ihrem Wahllokal die Stimme abzugeben. Der Personalauswei oder der Wahlschein reichen. Die Ergebnisse der Wahl werden gegen 18.30 Uhr erwartet und hier auch bekannt gegeben.