CONTENTSERV machts vor: IT-Unternehmen zeigt, wie Unternehmen ohne Frauenquote und mit Chefin Erfolg haben

Rohrbach Der Aufschrei war groß 2012: alles verlangt nach einer Frauenquote in den Unternehmen. Die Chef- und Führungspositionen sollen weiblicher werden. Sowohl Bundesfamilienministerin Kristina Schröder als auch bayerns Sozial-, Familien- und Arbeitsministerin Christine Haderthauer sprachen sich gegen die Pflicht-Frauenquote ein – ein Blick ins oberbayerische Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) zeigt, dass es durchaus Unternehmen gibt, die sich von Grund auf ohne Blick auf das Geschlecht gemischt aufgestellt haben. An der Spitze von CONTENTSERV steht eine Frau, die 35 Jahre alte Patricia Kastner. Weiterlesen

Soziale Themen stehen im Fokus von Claudia Jung von den Freien Wählern

Sie will als amtierende MdL wieder in den bayerischen Landtag: Claudia Jung, familienpolitsche Sprecherin der FW. Foto: Manfred Esser
Sie will als amtierende MdL wieder in den bayerischen Landtag: Claudia Jung, familienpolitsche Sprecherin der FW. Foto: Manfred Esser
Geroldsbach Sie ist familienpolitische Sprecherin der Freien Wähler im Landtag, fordert Endbürokratisierung im Handwerk und wirft der Sozialministerin vor, konfliktscheu zu sein, um Diskussionen um den Sozialbericht aus dem Weg zu gehen. Was konkret würden Sie denn anders bzw. besser machen und wie (inkl. Finanzierbarkeit)?

Claudia Jung: Der Sozialbericht ist ein entscheidendes politisches Instrument, weil er Fakten und Daten liefert, auf denen wir eine vernünftige Sozialpolitik aufbauen können. Dass sich Frau Haderthauer bei der Vorlage des 3. Sozialberichts gerade für die Sommerpause des Landtags entschied, widerspricht nun mal den parlamentarischen Gepflogenheiten und zeugt keinesfalls von einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Sozialberichterstattung. Dazu hätte man nämlich Wohlfahrtsverbände und Parlament miteinbeziehen müssen. Ich jedenfalls wünschte mir eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den sozialen Problemen im Freistaat und keine Schönfärberei der Zahlen: die kontinuierlich ansteigende Zahl armutsgefährdeter Bürgerinnen und Bürger, jungen wie alten, Alleinerziehenden wie Familien… lässt sich längst nicht mehr vom Tisch wischen. Besonders erschreckend ist meiner Ansicht nach, dass es hierbei seit 2003 keine grundlegende Veränderung gegeben hat. Familien mit Kindern haben ein unterdurchschnittliches Wohlstandsniveau und Alleinerziehende sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. Der Anteil der Älteren Menschen die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, steigt bedauerlicherweise kontinuierlich an. Was die Finanzierung angeht, wird der notwendige Ausgleich zwischen den Starken und den Schwachen der Gesellschaft durch das Steuer- und Transfersystem am besten gewährleistet. Warum nicht auch hier ein Programm ähnlich „Aufbruch Bayern“ mit Signalwirkung für andere Bundesländer. Geld ist genug da, auf die Verteilung kommt es an und
das geht nur, wenn gezielt Schwerpunkte gesetzt werden.

Beobachtet man ihre Webinformationen, scheinen Ihnen soziale Themen am Herzen zu liegen: Kinder bzw. Jugend und Internet, die Thematik um die zu geringen Zahlungen an Asylbewerber. Aber: was konkret tun sie dafür bzw. dagegen?


Claudia Jung: Das stimmt. Persönlich und als familienpolitische Sprecherin der Freien Wähler-Landtagsfraktion interessieren und bewegen mich in erster Linie soziale Themen. Und da ist die Bandbreite groß. Ich finde es beschämend, dass im reich geltenden Bayern das Armutsrisiko für Kinder aber auch der älteren Generation so hoch ist, dass erst das Bundesverfassungsgericht eingeschaltet werden muss, damit Asylsuchende mehr Geld erhalten und dass beim Thema Inklusion noch immer dringender Handlungsbedarf besteht. Mich ärgert die steigende Zahl der Leiharbeiter und Minijobs mit niedrigen Stundenlöhnen genauso wie die Tatsache, dass die allseits proklamierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Alltag einer ständigen Zerreißprobe gleicht. Nicht weniger erschreckend ist der Umstand, dass nach wie vor Bildung bei uns vom Geldbeutel der Eltern abhängt und wir Jahr für Jahr für unser Bildungssystem eine Rüge erhalten. Deshalb mache ich mich stark für ein soziales Bayern und damit für eine Sozialpolitik, die generationsübergreifend, nachhaltig und sozial gerecht ist. Auf Landtagsebene lassen wir Freien Wähler kein demokratisches Mittel aus, um unsere Regierenden an ihre Verantwortung zu erinnern.

Die Landtagsfraktion erarbeitet regelmäßig eine Reihe von parlamentarischen Initiativen – angefangen bei einer gerechteren und besser finanziell ausgestatteten Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung bis hin zu Maßnahmen für seniorengerechtes Wohnen im Alter. Leider scheitern diese recht oft an der Mehrheit der Regierungsfraktionen. Unter anderem plädieren wir für die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten der Einführung eines Familiensplittings und fordern, dass Erziehung von Kindern und Pflege von Angehörigen der Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden, um Arbeitsarmut zu verhindern. Und sowohl unser Gesundheits- als auch Bildungskonzept braucht keinen Vergleich zu scheuen.

Die Themen sind schon sehr sozial orientiert. Ist das Klientel der Freien Wähler nicht eigentlich ein anderes?

Claudia Jung: Da nehmen Sie das richtige Wort in den Mund: Klientel! Muss man Klientelpolitik machen oder soll man sich stark machen für eine Politik des sozialen Miteinanders? Ich bin der Überzeugung, dass die Schwerpunkte meiner Politik alle Menschen betreffen? Dazu gehört die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützende Maßnahmen ebenso wie der qualitative und quantitative Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für junge und ältere Familienmitglieder und wirksame Maßnahmen gegen das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden, einkommensschwachen Familien, Kindern und Jugendlichen, Rentnern aber auch Ausländern in Deutschland. Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und eine Gesundheitspolitik, die allen zugute kommt, das ist mir wichtig! Zu sehr vermisse ich das „C“ und „S“ bei unserer Staatsregierung in der Umsetzung einer zukunftsfähigen sozial-ökologischen Marktwirtschaft. Dafür setze ich mich ein und ich werde nicht müde werden, auf Schieflagen und soziale Missstände hinzuweisen. Denn soziale Maßnahmen dienen nicht einem Klientel sondern kommen uns allen zugute!

Ihre erste Amtszeit im bayerischen Landtag neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Der Wahlkampf im Landkreis beginnt langsam. Die CSU hat einen Nachfolger für die scheidende Abgeordnete Erika Görlitz bestimmt mit dem Unternehmer Karl Straub. Auch für die SPD scheint mit Markus Käser ein Unternehmer ins Rennen zu gehen, für die Grünen Kerstin Schnapp, die Piraten mit Stefan Gröller sowie Richard Fischer (ödp) sowie Andreas Peter (Linke). Wird es für die selbständige Künstlerin Claudia Jung eine neuerliche Kandidatur um den Einzug ins Maximilianeum geben?

Claudia Jung: Diese Entscheidung fällen wir erst zum Ende dieses Jahres. Meine Ambitionen sind aber allgemein bekannt. Ich würde mich freuen, meine Ziele und Aufgaben für meinen Stimmkreis in der Freien Wähler
Fraktion als Landtagsabgeordnete noch weitere Legislaturperioden angehen zu können.

Und wie wollen Sie sich gegen die aufkommende „Politjugend“ – Kerstin Schnapp, Karl Straub und Markus Käser sind beide unter 40 – behaupten und auf Stimmenfang gehen?

Claudia Jung:

Dann mal Tacheles: wo zwackt es denn im Landkreis für den sie im Landtag letztlich verantwortlich sind?

Claudia Jung:

Ihr Ziel dürfte der Wiedereinzug ins Maximilianeum sein. Was konkret können die Landkreisbürger zukünftig von Ihnen erwarten?

Claudia Jung:


Wahlkreis ist nahezu der Landkreis Pfaffenhofen. Sie sind aus Geroldsbach, Käser und Schnapp aus Pfaffenhofen und Straub aus Wolnzach. Manch ein Landkreisbürger könnte dies als zu Süd-Lastig sehen. Wie fit sind Sie, was die Belange und Örtlichkeiten des gesamten Landkreises betrifft?

Claudia Jung:

Vielen Dank für das Gespräch. Wir werden die Entwicklungen rund um die 2013 stattfindende Landtagswahl weiterhin beobachten.

Jodeln von den Afrikanern gelernt: Maria Reiser verkörpert eine neue Art der bayerischen Musik

Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team
Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team

Berlin / Puttenhausen Alles auf eine Karte setzt derzeit die Musikerin Maria Reiser, die aus dem Landkreis Mainburg stammt. Die junge Frau redet bayerisch, kommt damit auch in ihrer Wahlheimat Berlin gut zurecht. Authentizität ist eine ihrer ganz großen Stärken und Spontanität. Eigenschaften, die die Bayern auszeichnen würden, erzählt die junge Musikern, während des kleinen Shooting-Ausfluges quer durch die Heimat. Und genau das sei es, was die Sprache so unglaublich liebenswürdig machen würde. „Wenn i in Hochdeutsch singen würd‘, wär‘ ich ned ich“, beschreibt Reiser, die quirrlig und voller Energie wirkt.

Afrika für bayerische Musikerin als Inspiration

Maria Reisers Lebensmittelpunkt ist derzeit in Berlin. Die gebürtige Hallertauerin ist aber irgendwie in der ganzen Welt daheim. Eine Reise in Afrika bescherten der sympathischen Bayerin erste Erfahrungen mit dem Jodeln. „Ja, das ist richtig. Ich habe in Afrika Jodeln gelernt. Naja, erste Erfahrungen mit der Techniken, die hinter dem Jodeln stecken gelernt und diese dann Perfektioniert“, erzählt die junge Frau mit einem sympathischen Lachen im Gesicht. Lachen und Begeistern: das macht Maria Reiser gerne. Auch wenn ihre Songtexte die komplette Bandbreite des Alltäglichen einnimmt. Nachdenklich-melancholisch ist ebenso möglich, wie befreit, inspirierend und begeisternd: eben ganz weiblich-emotionale Musik, beschreibt es Reiser kurz und knapp.

Das Interview war verknüpft mit einem Shooting quer durch die Heimat: Innenstadt Mainburg, Musikschule, Hopfengärten und Pferdekoppel. Das sei ihre Heimat, ihre Kindheit und Jugend hatte sie in einem Mainburger Ortsteil verbracht als älteste von fünf Geschwistern. Quasi die Anführerin der „Gang“, immer zu Späßen und Schabernack bereit. Immer schon einen Hang zur Musik. Früher in der Schulband der Realschule Abensberg, dann in Jugend- und Teenagerbands und später in weiteren Musikgruppen. Der Keller des heimischen Hofes wurde flugs zum Probenkeller umfunktioniert.

Pferde bedeuten für Maria Reiser Entspannung

Die Auswahl der Shooting-Plätze zeigt eines ganz deutlich: die Wahl-Großstädterin ist ein –Naturliebhaber, ist gerne draußen, bei Pferden oder im Wald: „Ja mei, i bin auf’m Land groß geworden, mit de Tiere und da Wald wa unser Spuiplotz. Do hom mia so einigs erlebt.“ Der Weg zeigt nach oben. Maria Reiser will Gipfel der Musik-Welt erklimmen. Kulturbegeisterte Menschen jeden Alters mit ihren Liedern begeistern. Das Repertoire steht … derzeit laufen die Planungen, die bei Live-Auftritten bereits begeisternden Songs studiotauglich zu gestalten und mit den beiden Stammmusikern Martin Bach (Schlagzeug) und Benjamin König (Tuba) vorzubereiten und dann entsprechend einzuspielen. Noch vor dem Sommer kann mit dem ersten Solo-Album der Herzblutmusikerin gerechnet werden. Derzeit seien sie dabei, aus den 14 bei Live-Auftritten gespielten Liedern im Bayerisch-Pop-Stil diejenigen auszuwählen, die es auf das Album schaffen. Die erste Single, die unter anderem bei Berliner Radiosendern sowie Bayern 2 und Bayern 3 gespielt werden, „Mo’s Wong“ wird in jedem Fall mit dabei sein.

Chiemgau-Alm-Festival auf der Winkelmoosalm & PRO 7 Dokumentation

Im Fernsehen wird man Maria Reiser auch noch erleben. PRO 7 hat für seine Reihe „Time of my life“ eine Dokumentation mit der quirligen Musikern gedreht, Reiser auf einer Tour durch Kalifornien begleitet, die ein wenig das spontane Lebensgefühl der Puttenhausenerin beschreibt. Afrika, Kalifornien, St. Pauli, Berlin, München, Abensberg … die Örtlichkeiten, wo man Maria Reiser bislang bereits erleben konnte, ist vielfältig. Und genauso groß ist die Bandbreite auch in den kommenden Monaten: das Chiemgau-Alm-Festival, Auftritte auf Kulturbühnen, auf regionalen und nationalen Festivals sowie eigene Konzerte stehen auf dem Programm.

Um wirklich Erfolg zu haben, heißt es, immer ein offenes Ohr zu haben, was interessiert und begeistert. Dies wird in die Musik eingearbeitet, ohne die eigene Persönlichkeit aufzugeben. Da kommt ihr ihre eigene Herkunft eigentlich zu Gute. Denn Bayern, damit verbindet Maria Reiser nicht nur eine wunderschöne Landschaft, sondern auch Menschen mit viel Charme, Herzlichkeit und einem ganz besonderen Auftreten. Die Sprache – deutlich klangvoller als das Hochdeutsche – hat ebenso ihre Eigenheiten und Kanten, wie die Menschen, die dort leben. Eines ist aber gewiss: bei uns in Bayern hilft man sich, weiß die Feste zu feiern, wie sie fallen.

Und genau diesen Erfolg will sie: Maria Reiser hat ihren Job gekündigt, um sich voll auf die Musikkarriere zu konzentrieren. Die CD-Produktion streckt sie aus eigener Tasche vor. Vor ihr liegt ein langer und sicherlich nicht immer ganz einfacher Weg. Während des Shootings in der Heimat bläst Maria Reiser der stürmische Wind um die Nase. Davon lässt sie sich dank ihres sonnigen Gemütes motivieren. Und am Ende lacht denn auch die Sonne mit Maria Reiser um die Wette.

Augsburger Domsingknaben – Freizeitbegeisterung mit Gleichgesinnten

Baar-Ebenhausen Hauptsächliches Anliegen der Augsburger Domsingknaben ist es, während des Gottesdienstes im Dom die Liturgie musikalisch mitzugestalten. Dazu verfügt die Musikgruppierung der Diözese Augburg über verschiedene kleinere Teil-Chöre. Die verschiedenen Sänger proben regelmäßig – jedoch nicht wie die Regensburger Domspatzen per Internet und Unterricht, sondern rein in der Freizet. Die Domsingknaben bieten den jugendlichen Sängern zwar ab nach der Schule eine perfekte Infrastruktur mit Mittagessen, Gesangsunterricht, Stimmbildung und Gruppentraining, allerdings könne man das nicht mit der Situation in Regensburg vergleichen, beschreibt Herbert Bruggner, einer der Köpfe im Team der musikalischen Leiter. Neben ihm zeigen sich Ulrich Streckmann und Domkapellmeister Reinhard Kammerer für die musikalische Ausbildung der jungen Menschen verantwortlich.

Neben allem Gesang ist es uns aber auch wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen nicht auf alle anderen Hobbys verzichten, denn das ist mindestens genauso wichtig, erklärt Bruggner, der mit seinen Domsingknaben die verschiedenen liturgischen Gestaltungen, aber auch die Konzerte genießt. Vom Aufwand her wird in der Regel 1-2 mal in der Woche Gesang geübt, zum einen Stimmübungen in kleinen Gruppen, zum anderen der Chorgesang. Der Stundenplan wird zu Beginn des (Schul-)Jahres für jeden einzelnen abgestimmt.

Manche von den Schülern – gerade die, die in er Umgebung zur Schule gehen – kommen trotzdem täglich vorbei, um mit ihren Kameraden gemeinsam zu lernen und Spaß zu haben. Denn durch das gemeinsame Interesse würden sich so einige Freundschaften entwickeln im Laufe der Zeit. Die Tradition wie sie z.B. bei den Regensburger Domspatzen besteht haben die Augsburger Domsingknaben zwar nicht. „Was wir unseren Jugendlichen bieten können, ist Kameradschaft, Spaß daran, sich musikalisch gemeinsam zu entwickeln und eine fundierte musikpädagogische Ausbildung“, beschreibt Herbert Bruggner.

An die Begeisterung bei den verschiedenen Konzertauftritten, Messgesängen und Konzertreisen kann sich auch Pfarrer Martin Bestele, inzwischen Ortsgeistlicher in Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) erinnern. Er selbst war bis zu seinem Eintritt ins Priesterseminar Mitglied der Augsburger Domsingknaben. Der Kontakt zu den Verantwortlichen besteht nach wie vor. Es entwickelten sich in diesem Kreise so einige intensive Freundschaften. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Augsburger Domsingknaben in der heutigen Pfarrei des ehemaligen Mitgliedes einen Konzertauftritt absolvieren. Die Domsingknaben sind zu hören am

Sonntag, 4. Dezember 2011 ab 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Baar-Ebenhausen (Münchener Straße).

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden zur Deckung der Unkosten für die Verpflegung und Anreise der Domsingknaben werden erbeten. Der übrige Erlös geht zugunsten der Arbeit in der Pfarrei.

Augsburger Domsingknaben kommen für ein Adventskonzert nach Baar-Ebenhausen

Baar-Ebenhausen Der internationale Knabenchor „Augsburger Domsingknaben“ kommt am Sonntag, 4. Dezember nach Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm). Die Sänger aus der Bistumsstadt am Lech gehört zu den renommierten Chören. Er wird ab 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin die Besucher auf die Weihnachtszeit musikalisch einstimmen. Dabei werden Musikstücke von Andreas Hammerschmidt „Machet die Tore weit“, Giovanni Pierluigi da Palestrina „Alma redemtoris mater“, Jakob Arcadelt „Ave Maria“ und anderen Komponisten aufgeführt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Spenden zugunsten der Pfarreiarbeit in Baar-Ebenhausen sind jedoch gerne gesehen. Zu diesem Konzert in Baar-Ebenhausen kommt es, da der dortige Ortsgeistliche Pfarrer Martin Bestele selbst früher bei den Augsburger Domsingknaben aktiv war und seither gute Kontakte dorthin pflegt.

Christian Weidner Quartett wird in Pfaffenhofen für Rundfunk aufgezeichnet

Christian Weidner Quartatt (Foto: Veranstalter)
Christian Weidner Quartatt (Foto: Veranstalter)

Pfaffenhofen Am Montag, 5. Dezember um 21 Uhr ist es soweit. Das Christian Weidner Quartett tritt mit seinen Werken auf die Bühne der Künstlerwerkstatt in Pfaffenhofen / Ilm. Das Konzert wird für den Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten.

Altsaxophonist Christian Weidner, 1976 in Kassel geboren, in Hamburg, Stockholm und Berlin ausgebildet, hat Mitmusiker um sich versammelt, die jeder für sich eine starke Persönlichkeit mitbringen und zugleich besonders bekannt sind für ihr musikalisches Einfühlungsvermögen, für ihr feines und waches Ohr. Als da sind: der Schweizer Pianist Colin Vallon, mehrfach ausgezeichnet für seine Experimentierfreude und Lust an der Suche nach neuen Klängen; dessen Landsmann Samuel Rohrer am Schlagzeug, der sich in ganz unterschiedlichen Gruppen als ein Meister der möglichst freien Formen und Rhythmen profiliert hat; und der deutsche Bassist Henning Sieverts, ein Musiker, der in vielen Spielarten des heutigen Jazz eine absolut sattelfeste Kreativität entwickelt hat. Nicht nur vier spieltechnische Könner, sondern vier spannende Geister fanden hier zueinander. Und heraus kam eine Musik, die vollkommen auf Klischees, auf vorgefertigte und leicht identifizierbare Muster verzichtet.Christian Weidner Quartett wird live mitgeschnitten

Christian Weidners neueste CD „The Inward Song“ ist ein höchst eigenständiges, fein durchdachtes künstlerisches Statement. Ein ganz hohes Stilbewusstsein und ein feiner Sinn für ästhetische Klarheit prägen diese Musik. Sie steht ganz für sich – eine enorme innere Kraft strahlt sie aus. Das Unberechenbare wirkt in den elf Stücken dieser CD völlig organisch und zwingend logisch. Eine packende atmosphärische Einheit entwickelt sich, ein starker Sog folgerichtiger Stimmungen. Für den Hörer eine aufregende Entdeckungsreise.

„Der gesangliche Charakter der Stücke nimmt mal hymnische Züge an, mal verweht eine zarte Melodie. Und Weidners Alt schwebt über einem flirrenden Klangteppich, schmiegt sich an statisch stehende Akkorde, reibt sich am metallischen Klang eines präparierten Klaviers. Musik, die Zeit braucht – mehrfach hören!“ (Berthold Klostermann, Stereo)

 

 

 

 

UGETSU kommt am Donnerstag nach Pfaffenhofen

Pfaffenhofen Zehn Jahre nach ihrer Auflösung hat sich die Band UGETSU unter der Leitung des Bassisten Martin Zenker wieder neu formiert. Zwischen 1996 und 2001 gab die Formation über 300 Konzerte in Asien, Afrika und Europa, gastierte weltweit auf Festivals und produzierte vier CDs. Im November 2011 wird die Band erstmals wieder in Europa auf Tournee sein. Am Donnerstag, 10. November ab 21 Uhr tritt die Band in der Künstlerwerkstatt in Pfaffenhofen / Ilm. auf

Martin Zenker gilt seit nunmehr 15 Jahren als einer der meistbeschäftigtsten und vielseitigsten Bassisten in Europa. Seit 2008 hat er sein Tätigkeitsfeld auf Asien ausgeweitet, wo er als Professor für Kontrabass und Jazzgeschichte  im Postmodern Music Department der renommierten Kyeong Hee Universität in Seoul/Südkorea arbeitet. Als Bandleader leitet er ausserdem die Band New Territiry, die regelmässig Europa und Asien bereist und vor kurzem in einer Dokumentation der BBC und des Koreanischen Fernsehsenders EBS gefeatured wurde.

Des weiteren war er Dozent am Richard-Strauss-Konservatorium in München und spielte mit bekannten Größen wie Al Porcino, Jimmy Cobb, Billy Hart, Ed Thigpen, James Moody und anderen.

Mit Damon Brown, Kenji Omae, Bernhard Pichl und Rick Hollander stehen ihm bei UGETSU darüber hinaus ebenso renommierte wie hochkarätige internationale Musiker zur Seite, was mit Fug und Recht ein einzigartiges Konzerterlebnis verspricht – und das, wie immer in der Künstlerwerkstatt, bei besonderer Atmosphäre und freiem Eintritt!

 

Bei Verkehrsunfall in Wolnzach gab es Verletzte

Wolnzach/Ilmendorf Eine 36-jähr. Pkw-Fahrerin aus Au i.d. Hallertau befuhr am 8.10 gg. 19.35 Uhr mit ihrem Pkw, Audi, die Preysingstr. in Wolnzach markteinwärts. Sie übersah einen 17-jähr. Fahrradfahrer aus Wolnzach der am rechten Fahrbahnrand ebenfalls die Preysingstr. stadteinwärts fuhr. Der Fahrradfahrer wurde durch die Audi-Fahrerin von hinten mit der rechten Front erfasst.  Hierbei wurde der Fahrradfahrer nach oben geschleudert und schlug mit dem Kopf im oberen rechten Eck der Frontscheibe auf. Der Fahrradfahrer wurde schwer verletzt. Am Fahrrad entstand ein Schaden von ca. 500 € und am Fahrzeug von ca. 2500 €.

Körperverletzung

Ein 22-jähr. Geschädigter aus Wallerstein geriet am 9.11. gg. 5.10 Uhr in Geisenfeld-Ilmendorf vor der Diskothek VIVA zunächst in eine verbale Auseinandersetzung, in dessen Verlauf dem Geschädigten von einem unbekannten Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde.  Der Geschädigte wurde dabei leicht verletzt und erlitt durch den Faustschlag eine blutende Nase. Der unbekannte Täter konnte unerkannt flüchten. Die PI Geisenfeld bittet um sachdienliche Hinweise.

Trunkenheit im Verkehr

Bei einer Verkehrskontrolle am 9.10. gg. 5.25 Uhr in Geisenfeld-Ilmendorf (Alemanenstraße) wurde bei einem 27jährigen BMW-Fahrer aus Ingolstadt Alkoholgeruch wahrgenommen. Ein Alkotest ergab einen Wert über 1,1 Promille. Es wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Den BMW-Fahrer erwartet nun eine Strafanzeige und ein Führerscheinentzug.

6. Hallertauer Hopfakranzlfest in Mauern war eine gute Hopfen-Werbung

Mauern Die Hallertau ist weltbekannt für ihren Hopfen. Beim Hopfenkranzelfest zeigten sich die  Bewohner der Gemeinde Mauern von ihrer besten Seiten: Die beeindruckende Dekoration sorgte für eine festliche Stimmung und die Vielfalt der angebotenen Leistungen sorgte für ausreichende Unterhaltung.

Zahlreiche Stände sorgten für die unterschiedlichsten Möglichkeiten Hopfen zu verarbeiten – egal ob man künstlerische Hopfenkissen suchte oder seinen Durst mit einem kühlen Hopfazupfa-Bier löschen wollte. Auf dem Gelände rund ums Rathaus gab es alles was das Hopfen-Herz begehrt. Musikalisch wurde das Fest von verschiedenen Musikanten begleitet.

Neben den Bereichen Dekoration, Handwerk und Kunstvolles, erfuhr man alles Wissenswerte über das grüne Gold. Das Hopfenzupfen per Hand wurde den Besuchern vorgeführt, ebenso wie man zusehen konnte, wie ein Hopfakranzl gebunden wird. Auf der Bühne gaben unter anderem die Wolfersdorfer Goaslschnalzer, die Moosburger Trachtengruppe Isartaler, die „Danzlmusik“ und die Mauerner Jagdhornbläser ihr Bestes, um das Publikum auf den Bierbänken bei Laune zu halten.

Außerdem wurde eine Kunstausstellung im ehemaligen Rathaus organisiert, so dass die Mauerner Künstler ihre Werke präsentieren konnten. Für alle geschichtsinteressierten Besucher gab es eine Reise in die Vergangenheit bei der Ausstellung „Hopfenanbau in und um Mauern“. Des Weiteren konnte man an Führungen zum Enghauser Kreuz, zum Erlebnishof Wieser, zum Hopfenbetrieb Geitinger und zur Kirche teilnehmen.

Das diesjährige Hopfakranzlfest in Mauern glänzte nicht nur durch das umfangreiche Programm unter der Leitung von Hans Neumaier zusammen mit Eva-Maria Oberloher, sondern erfüllte alle Wünsche – selbst das Wetter hielt mit sommerlichen Temperaturen. Das nächste Hallertauer Hopfakranzlfest 2012 wird in Mainburg stattfinden.

Hopfenernte in der Hallertau: Präventionshinweis zu Verkehrsbeeinträchtigungen

Hallertau Alljährlich während der Hopfenernte, die in dieser Woche beginnt und voraussichtlich mit Ablauf des Monats September endet, ergeben sich Beeinträchtigungen  der  Straßenverkehrssicherheit vor allem durch Fahrbahnverschmutzungen und sogenannte „Hopfenspikes“.

Im Rahmen des Erntebetriebs kommt es vor, dass Straßen von den aus den Hopfengärten ausfahrenden Transportfahrzeugen verschmutzt werden und besonders bei nasser Fahrbahn, diese Verschmutzungen eine Gefahrenquelle darstellen.

Weiteres Gefahrenpotential für den Fahrverkehr bieten die sogenannten „Hopfenspikes“. Dabei handelt  es sich  um 1 bis 2 cm lange Drahtstücke, die beim Häckseln der Hopfenreben entstehen. Das Häckselgut wird  danach von  den Landwirten    in  den  Hopfengärten ausgebracht,  wo es verrotten soll. Beim Transport  fallen jedoch oftmals Teile des Häckselgutes  von den landwirtschaftlichen Fahrzeugen  auf  die Straße.  Die Drahtstifte  können sich dann wie Nägel in die Reifen von Fahrzeugen aller Art bohren und diese beschädigen.

Dem Fahrzeugbesitzer entsteht dadurch nicht nur finanzieller Verlust, da die Reifen in der Regel nicht mehr zu reparieren sind und durch neue ersetzt werden müssen.  Ein geplatzter Reifen kann  auch  zu schweren Verkehrsunfällen führen.

Vorsicht ist daher für alle Verkehrsteilnehmer angesagt, die in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt, unterwegs sind. Eine häufigere Kontrolle der Reifen während der Hopfenernte ist sicher angebracht. Empfohlen wird auch bei nasser Fahrbahn, an Kuppen oder unübersichtlichen Stellen langsam zu fahren um Zusammenstöße mit den meist langsam fahrenden Erntefahrzeugen zu vermeiden.

Natürlich sind auch die Landwirte gemäß der Straßenverkehrsordnung verpflichtet, ihre Ladung verkehrssicher zu verstauen und gegen Herabfallen zu sichern sowie von ihnen verursachte Verschmutzungen umgehend zu beseitigen. Zum  Transport  des Häckselgutes vom Anwesen zu den Hopfenfeldern sollten daher nur geschlossene  Anhänger verwendet werden.