Feuerwehr Ebenhausen unter neuer Führung

Baar-Ebenhausen Mit Christian Graßl hat die Feuerwehr Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen / Ilm) einen neuen ersten Vorstand. Bei der Neuwahl am Dreikönigstag wurde der 35-Jährige von den anwesenden Mitgliedern einstimmig gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Josef Geiser an, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wiederwahl angetreten ist. Weiterlesen

Floriansfest in Baar-Ebenhausen – Wehr feiert ihr 135 jähriges Bestehen

Baar-Ebenhausen 135 Jahre gibt es in Ebenhausen (Gemeinde Baar-Ebenhausen, Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) bereits eine Freiwillige Feuerwehr. Inzwischen handelt es sich hierbei um eine modern ausgestattete Einrichtung, deren Freiwillige Aktive Helfer nicht nur über eine ausgezeichnete Ausbildung sondern auch über ein modernes Equipment verfügen. Weiterlesen

Seltenes Jubiläum bei der Feuerwehr Ebenhausen: Mitglied seit 80 Jahren dabei

Baar-EbenhausenBei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen / Ilm) hab es ein außergewöhnliches Jubiläum: Mitglied Johann Kopold ist seit 80 Jahren festes Bestandteil der Ortsfeuerwehr. Der Jubilar – 2012 feiert Kopold noch seinen 100. Geburtstag – hielt der Feuerwehr über lange Jahre hin die Treue und gab seine Begeisterung für die Feuerwehr auch an seine Nachkommen weiter. Sowohl sein Sohn als auch die Enkelkinder gehören dem aktiven bzw. passiven Feuerwehr-Trupp an. Seit 70 Jahren mit dabei sind Josef Zimmermann – Ehrenkommandant der Feuerwehr Ebenhausen – sowie die beiden Brüder Anton und Otto Mirlach.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden jedoch neben den Ehrungen auch Feuerwehralltag besprochen. Seit dem Dreikönigstag darf sich Kommandant Martin Bergmeier Brandmeister nennen. Bürgermeister Wayand beförderte den ersten Mann der aktiven Wehr im Rahmen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes. Weitere Aktive wurden befördert: Günter Bauer darf sich zukünftig Hauptlöschmeister, Josef Geiser und Rainer Stabhuber Oberlöschmeister und Andreas Nonnast Löschmeister nennen. Von der Jugend in die aktive Wehr aufgenommen wurden
Stefanie Sterzl, Sabrina Haenfler, und Matthias Möckl.

Beim Rückblick auf das abgelaufene Jahr konnte auf eine gute finanzielle Situation des Vereines verwiesen werden. Trotz Anschaffungen, die der Verein für seine aktive Mannschaft getätigt hatte, konnte das Wirtschaftsjahr mit einem positiven Saldo beendet und die Summe der Rücklagen dadurch erhöht werden. Es sei wichtig, dass sich die Aktive Mannschaft auf einen gut funktionierenden Verein verlassen könnte, der Willens und in der Lage ist, die Ausrüstung so gepflegt und optimal wie möglich zu gestalten, freut sich Kommandant Martin Bergmaier über die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Aktiver Wehr und Verein. 2011 war was Einsätze betrifft ein eher ruhiges Jahr. Zahlenmäßig außergewöhnlich aufgefallen sind die Ölspuren, die 2011 in hoher Zahl anfielen und beseitigt werden mussten. Die Feuerwehr Ebenhausen nutzte das abgelaufene Jahr daher für sinnvolle Weiterbildungsmaßnahmen an den bayerischen Feuerwehrschulen.

Kreisbrandinspektor Willi Kellerer aus Wolnzach, der als Vertreter der Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen bei der Versammlung anwesend war, bezeichnete es als Positiv, wie sich die Feuerwehr entwickeln würde. Ein Lob gab es auch für den Bürgermeister. Mit einem Augenzwinkern erklärte Kellerer hierzu, er habe es nur selten erlebt bislang, dass ein Gemeindeoberhaupt die zukunftsfähige Ausrüstung einer Wehr als Grundlage für die Überlebensfähigkeit der Wehr gesehen habe.

Die Zukunft ’seiner Wehr‘ liegt Bürgermeister Ludwig Wayand auch sehr am Herzen. Daher wurde in 2011 damit begonnen, ein tragfähiges Konzept für die Ausrüstungssituation der Feuerwehr(en) in Baar-Ebenhausen entwickelt. Denn, so Wayand, in Baar-Ebenhausen würde es 3 Fahrzeuge geben, die bereits ein gewisses Alter erreicht hätten. Fahrzeuge, bei denen man damit rechnen müsste, dass sie über kurz oder lang aus dem Dienst gestellt werden. Bei der Wehr in Ebenhausen seien dies zwei Fahrzeuge, eines davon ist bereits 40 Jahre alt. Für dieses hat der Gemeinderat Ende des Jahres eine Ersatzbeschaffung beschlossen. Allerdings erst, nachdem man genau analysiert und beleuchtet und mit der Kreisbrandinspektion besprochen hatte, wie die weitere Entwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren bei der Wehr Ebenhausen vorgesehen sei. Das Konzept sieht vor, dass die Feuerwehr Ebenhausen gemeinsam mit Geisenfeld und Manching im Chemieschutz tätig sein wird. Die inzwischen veralteten Chemieschutzanzüge werden daher gegen moderne Anzüge ausgetauscht. Die Kosten für das Ersatzauto – ein HLF – werden in den künftigen Haushaltsplanungen der Gemeinde berücksichtigt.

Beim Rückblick auf das Vereinsjahr gab es die Punkte Schafkopfturnier, Floriansfest, Kameradschaftsabend, Weihnachtsfeier sowie das Maibaum-Aufstellen. Hier führte Vorstand Josef Geiser an, dass man sich mit den anderen Ortsvereinen stärker unterhalten müsse. Denn das Interesse der anderen Ortsvereine am Maibaum holen und aufstellen sei in der Vergangenheit merklich gesunken. Der Maibaum sei allerdings kein Feuerwehrbaum. Daher sieht der Feuerwehr-Vorstand hier ein wenig Handlungsbedarf.

Feuerwehrverein finanziert die Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen Feuerwehr in Baar-Ebenhausen

 
Light Tower FF Ebenhausen
Light Tower wurde vom Feuerwehrverein angeschafft. Foto: FF Ebenhausen, Markus Lirsch

Baar-Ebenhausen Das Ausleuchten des Paarbereiches – vor allem zwischen dem Weidenweg und dem Feuerwehrgerätehaus – im Hochwasserfall war der Grund, weshalb die Freiwillige Feuerwehr Ebenhausen bestrebt war, einen Anhänger zum Ausleuchten (Leuchtmasten) anzuschaffen. Der Light Tower der Firma Wacker Neuson wurde 2010 angeschafft und kann auch zum ausleuchten von Einsatzstellen verwendet werden.

Die Leuchten – 4 elliptische Leuchten – sorgen für über 4000 Watt. Eine weitere größere Anschaffung der Feuerwehr Ebenhausen war eine große Fertiggarage, die auf dem Gelände des Bauhofes der Gemeinde untergebracht wurde. Die Garage wurde wichtig, dass man die verschiedenen Gerätschaften der Wehr unterbringen könne. Unterstützt von zwei ortsansässigen Firmen aus dem Ortsteil Ebenhausen-Werk (Zapf und GSB), übernahm der Feuerwehrverein die vollständigen Kosten, ohne von der Gemeinde einen Zuschuss zur Anschaffung zu beanspruchen.

Die Feuerwehr Ebenhausen hat mit Stichtag 2011 knapp 300 Mitglieder von denen etwa 50 den aktiven Dienst versehen. Acht Jugendliche bereiten sich in der Jugendgruppe auf den aktiven Dienst vor.

Vorstand Josef Geiser führte in seinem Bericht die Ereignisse des Vorjahres sowie die bevorstehenden Veranstaltungen an: dazu gehören das Schafkopfturnier am 30. Januar ab 17 Uhr im Gerätehaus der Wehr in der Brückenstraße 15. Der nächste Event ist am Sonntag, 22. Mai 2011 – das Floriansfest der Wehr, welches wieder ein entsprechendes gastronomisches Angebot sowie eine Ausstellung rund um das Feuerwehrwesen mit Darbietungen beinhaltet. Sowohl die Mitglieder als auch die Bürger hätten auf der Webseite der Wehr www.ff-ebenhausen.de nun schon seit Jahren die Möglichkeit, sich zeitnah über die Neuerungen zu informieren.

Die aktive Mannschaft hätte speziell im letzten Drittel des Jahres ihren Hauptanteil an Einsätzen gehabt: Brandeinsätze, Verkehrsunfälle und Hochwasserschutzmaßnahmen hätten die Wehr vor allem in den letzten Wochen gefordert, erklärte Kommandant Martin Bergmaier. Die beiden großen Brandfälle seien dabei die Reichertshofener Mühle sowie der Brand eines Einfamilienhauses in der Münchner Straße / Ecke Bahnhofstraße gewesen, bei dem eine Person ums Leben gekommen sei. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 13 sowie tags davor ein Busunfall in der Ingolstädter Straße sowie im August sowie im Dezember jeweils ein Hochwassereinsatz sowie Absicherungsarbeiten und kleinere Einsätze rundeten das Jahr der aktiven Mannschaft ab.
Kommandant Martin Bergmaier führte an, dass die Vorjahr von im bereits monierten Problematik um die Leitstelle sowie die Einsatzzuordnung leider bis dato nicht der gewünschte Erfolg erzielt werden konnte. Allerdings, so Bergmaier, liege dies keineswegs nur am in der Leitstelle befindlichen Personal. Vielmehr gäbe es hier offensichtlich einige andere Defizite, die man unbedingt zügig angehen sollte, so der Kommandant der Wehr.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Ludwig Wayand vor allem auf die Thematiken Ausrüstung für die Wehr und Hochwasserschutz ein. Wayand stellte heraus, dass für ihn die optimale Ausrüstung seiner Ehrenamtlichen oberste Priorität sei. Dass, was man benötigen würde, werde in jedem Fall auch angeschafft werden. Deshalb werde man in den nächsten Wochen eine Detailplanung aufstellen. Dies sei vor allem auch deshalb wichtig, da sowohl bei der Wehr in Ebenhausen als auch der Freiwilligen Feuerwehr Baar jeweils ein Einsatzfahrzeug stehen würde, welches in den nächsten Jahren vmtl. zum Austausch bevorstehen wird.

Der Punkt Hochwasserschutz würde die beiden Wehren mit ihren Kommandanten Martin Bergmaier und Stefan Winter sowie ihn auch in 2011 intensiv beschäftigen, so Wayand weiter. Allerdings sei es trotzdem wichtig, dass die Hochwasserschutzmaßnahme möglichst zügig umgesetzt werden können. Von Gemeindeseite her seien die Grundlagen an sich geschaffen, derzeit habe man allerdings mit neuerlichen Einwänden zu kämpfen (mgl. Überflutung der Felder). Könne man diese nicht zügig abwenden, könnte die komplette Hochwasserfreilegung noch gekippt werden, erklärte das Gemeindeoberhaupt im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhausen am Dreikönigstag 2011.