Jodeln von den Afrikanern gelernt: Maria Reiser verkörpert eine neue Art der bayerischen Musik

Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team
Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team

Berlin / Puttenhausen Alles auf eine Karte setzt derzeit die Musikerin Maria Reiser, die aus dem Landkreis Mainburg stammt. Die junge Frau redet bayerisch, kommt damit auch in ihrer Wahlheimat Berlin gut zurecht. Authentizität ist eine ihrer ganz großen Stärken und Spontanität. Eigenschaften, die die Bayern auszeichnen würden, erzählt die junge Musikern, während des kleinen Shooting-Ausfluges quer durch die Heimat. Und genau das sei es, was die Sprache so unglaublich liebenswürdig machen würde. „Wenn i in Hochdeutsch singen würd‘, wär‘ ich ned ich“, beschreibt Reiser, die quirrlig und voller Energie wirkt.

Afrika für bayerische Musikerin als Inspiration

Maria Reisers Lebensmittelpunkt ist derzeit in Berlin. Die gebürtige Hallertauerin ist aber irgendwie in der ganzen Welt daheim. Eine Reise in Afrika bescherten der sympathischen Bayerin erste Erfahrungen mit dem Jodeln. „Ja, das ist richtig. Ich habe in Afrika Jodeln gelernt. Naja, erste Erfahrungen mit der Techniken, die hinter dem Jodeln stecken gelernt und diese dann Perfektioniert“, erzählt die junge Frau mit einem sympathischen Lachen im Gesicht. Lachen und Begeistern: das macht Maria Reiser gerne. Auch wenn ihre Songtexte die komplette Bandbreite des Alltäglichen einnimmt. Nachdenklich-melancholisch ist ebenso möglich, wie befreit, inspirierend und begeisternd: eben ganz weiblich-emotionale Musik, beschreibt es Reiser kurz und knapp.

Das Interview war verknüpft mit einem Shooting quer durch die Heimat: Innenstadt Mainburg, Musikschule, Hopfengärten und Pferdekoppel. Das sei ihre Heimat, ihre Kindheit und Jugend hatte sie in einem Mainburger Ortsteil verbracht als älteste von fünf Geschwistern. Quasi die Anführerin der „Gang“, immer zu Späßen und Schabernack bereit. Immer schon einen Hang zur Musik. Früher in der Schulband der Realschule Abensberg, dann in Jugend- und Teenagerbands und später in weiteren Musikgruppen. Der Keller des heimischen Hofes wurde flugs zum Probenkeller umfunktioniert.

Pferde bedeuten für Maria Reiser Entspannung

Die Auswahl der Shooting-Plätze zeigt eines ganz deutlich: die Wahl-Großstädterin ist ein –Naturliebhaber, ist gerne draußen, bei Pferden oder im Wald: „Ja mei, i bin auf’m Land groß geworden, mit de Tiere und da Wald wa unser Spuiplotz. Do hom mia so einigs erlebt.“ Der Weg zeigt nach oben. Maria Reiser will Gipfel der Musik-Welt erklimmen. Kulturbegeisterte Menschen jeden Alters mit ihren Liedern begeistern. Das Repertoire steht … derzeit laufen die Planungen, die bei Live-Auftritten bereits begeisternden Songs studiotauglich zu gestalten und mit den beiden Stammmusikern Martin Bach (Schlagzeug) und Benjamin König (Tuba) vorzubereiten und dann entsprechend einzuspielen. Noch vor dem Sommer kann mit dem ersten Solo-Album der Herzblutmusikerin gerechnet werden. Derzeit seien sie dabei, aus den 14 bei Live-Auftritten gespielten Liedern im Bayerisch-Pop-Stil diejenigen auszuwählen, die es auf das Album schaffen. Die erste Single, die unter anderem bei Berliner Radiosendern sowie Bayern 2 und Bayern 3 gespielt werden, „Mo’s Wong“ wird in jedem Fall mit dabei sein.

Chiemgau-Alm-Festival auf der Winkelmoosalm & PRO 7 Dokumentation

Im Fernsehen wird man Maria Reiser auch noch erleben. PRO 7 hat für seine Reihe „Time of my life“ eine Dokumentation mit der quirligen Musikern gedreht, Reiser auf einer Tour durch Kalifornien begleitet, die ein wenig das spontane Lebensgefühl der Puttenhausenerin beschreibt. Afrika, Kalifornien, St. Pauli, Berlin, München, Abensberg … die Örtlichkeiten, wo man Maria Reiser bislang bereits erleben konnte, ist vielfältig. Und genauso groß ist die Bandbreite auch in den kommenden Monaten: das Chiemgau-Alm-Festival, Auftritte auf Kulturbühnen, auf regionalen und nationalen Festivals sowie eigene Konzerte stehen auf dem Programm.

Um wirklich Erfolg zu haben, heißt es, immer ein offenes Ohr zu haben, was interessiert und begeistert. Dies wird in die Musik eingearbeitet, ohne die eigene Persönlichkeit aufzugeben. Da kommt ihr ihre eigene Herkunft eigentlich zu Gute. Denn Bayern, damit verbindet Maria Reiser nicht nur eine wunderschöne Landschaft, sondern auch Menschen mit viel Charme, Herzlichkeit und einem ganz besonderen Auftreten. Die Sprache – deutlich klangvoller als das Hochdeutsche – hat ebenso ihre Eigenheiten und Kanten, wie die Menschen, die dort leben. Eines ist aber gewiss: bei uns in Bayern hilft man sich, weiß die Feste zu feiern, wie sie fallen.

Und genau diesen Erfolg will sie: Maria Reiser hat ihren Job gekündigt, um sich voll auf die Musikkarriere zu konzentrieren. Die CD-Produktion streckt sie aus eigener Tasche vor. Vor ihr liegt ein langer und sicherlich nicht immer ganz einfacher Weg. Während des Shootings in der Heimat bläst Maria Reiser der stürmische Wind um die Nase. Davon lässt sie sich dank ihres sonnigen Gemütes motivieren. Und am Ende lacht denn auch die Sonne mit Maria Reiser um die Wette.

Ausstellung „Wie wohnen? Wo leben? Flächen sparen – Qualität gewinnen“ im Landratsamt Kelheim

Kelheim Fast jeder kennt die Situation: Wo ziehe ich hin? Wo erfüllen sich die vielen Wunschvorstellungen bei der Wohnungssuche am Besten? Diese Entscheidung will gut durchdacht sein. Idealerweise eine ruhige Lage mit viel Grün, Einkaufmöglichkeiten, Arzt, Kindergarten und Schule um die Ecke und schnell mit dem Fahrrad am Abend ins Kino oder die Kneipe – Anforderungen, die scheinbar nicht vereinbar sind.

Oftmals fällt die Entscheidung dann aufgrund niedriger Grundstückspreise zugunsten weiter entfernter Wohnlagen auf dem Lande. Längere Wege und ein zweites Auto werden hierfür in Kauf genommen.

Dabei wird auch innerhalb der Städte und Dörfer vermehrt attraktiver Wohnraum geschaffen – lebendiges Wohnumfeld, Infrastruktur und Freizeiteinrichtungen inklusive. Moderne flexible Grundrisse, Terrasse, Balkon oder Gartenanteil und oftmals ein aufgewertetes Wohnumfeld bringen neue Attraktivität in die Ortskerne.

Die Ausstellung „Wie wohnen? Wo leben? Flächen sparen – Qualität gewinnen“ gibt künftigen Bauherren und Wohnungssuchenden wertvolle Anregungen: Interaktive Computerprogramme ermöglichen die Berechnung des persönlichen Zeit- und Kostenaufwands für die täglichen Wege und lassen die Besucher prüfen, ob ein „grünes“ Wohnumfeld wirklich nur auf dem Land existiert. An vier Bildschirmstationen schildern Familien aus verschiedenen Wohnlagen ihren täglichen Wege- und Zeitaufwand. Was bleibt vom Freizeitwert auf dem Lande übrig, wenn man Kosten und Zeitaufwand für die Fahrt zur Arbeit und Bring- und Holdienste für die Kinder abzieht? Könnte das Wohnen in zentralen Lagen trotz höherer Grundstückspreise auf Dauer Geld sparen helfen?

Durch die Ausstellung werden diese und weitere Fragen vom 31.Oktober bis 15. November 2011 im Landratsamt Kelheim während der Öffnungszeiten beantwortet.

Die Ausstellung wurde im Auftrag des Umweltministeriums in Kooperation mit der Obersten Baubehörde im Innenministerium und den Auftragnehmern Bund Naturschutz, Bayerische Architektenkammer und Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) erstellt und mit Mitteln des Umweltfonds finanziert. Sie ist Teil des Aktionsprogramms des „Bündnis zum Flächensparen“. Dem Bündnis gehören 41 Bündnispartner an, darunter neben den maßgeblichen Ministerien für Umwelt und des Innern auch die kommunalen Spitzenverbände, die Kirchen, Universitäten, Architekten-, Planer- und Umweltverbände sowie Wirtschaftsunternehmen. Die Bündnispartner haben sich zum sparsamen Umgang mit Böden verpflichtet und dazu, das Bewusstsein für das Flächensparen in ihrem Einflussbereich zu fördern. Ein Aktionsprogramm mit 72 Einzelaktionen befindet sich hierzu in Umsetzung. Ziel ist es, den derzeitigen Flächenverbrauch von 16,4 ha pro Tag dauerhaft zu reduzieren und Bayerns wertvolle Böden und Landschaften zu erhalten.