Karlskroner Gemeinderat will Schulthematik besser geplant wissen

Stefan Kumpf vereidigte Dr. Werner Widuckl zu Beginn der GemeinderatssitStefan Kumpf vereidigte Dr. Werner Widuckl zu Beginn der Gemeinderatssitzung.  Foto: Ramona Schittenhelmzung.
Stefan Kumpf vereidigte Dr. Werner Widuckl zu Beginn der GemeinderatssitStefan Kumpf vereidigte Dr. Werner Widuckl zu Beginn der Gemeinderatssitzung. Foto: Ramona Schittenhelm
Karlskron Die strittigen Punkte, die man noch in der konstituierenden Sitzung bzgl. Der Satzung bzw. Geschäftsordnung für den neuen Gemeinderat hatte konnten inzwischen behoben werden. Der Gemeinderat von Karlskron stimmte einstimmig den nun vorgelegten Entwürfen zu. Das Sitzungsgeld als Entschädigung für die Gemeinderäte wird demnach weiterhin bei 30 Euro i.V.m. einer kleinen monatlichen Pauschale liegen. Weiterlesen

Zirkus als Erlebnis für Kinder – Mitmach-Zirkus als pädagogisches Stilmittel

 

BayernEine große Feuerflamme – gerade im Zirkus erlebt man häufig sog. Feuerjongage mit wirbelnden Feuerstöcken oder Feuerspucker. Weiterlesen

Schulanfang – Schulausstattung und Schultüte wird bereits im Frühsommer gekauft

Das aktuelle Schuljahr ist noch in vollem Gange. Die Vorschul- oder Riesenkinder, die ab September neu die Schulbank drücken werden, müssen bis zum Schulantritt noch einiges lernen und erfahren. Weiterlesen

Erinnerungen an den eigenen Schulanfang werden wach

Wer denkt nicht gerne zurück daran, wie er ausgestattet mit dem ersten Schulranzen und einer rießigen Schultüte das erste Mal in das große Schulhaus ging. Ein wenig Respekt hatte man doch vor dem großen Gebäude und den vielen Zimmern und Türen. Und die vielen anderen Kinder, die sich im Schulgebäude aufhalten. Eine Frage, die den ein oder anderen dabei sicherlich quält: werde ich mich hier wirklich zurecht finden?

Die Antwort auf die Frage lässt in der Regel nicht lange auf sich warten. Denn schon bald durchquert man die Flure des Schulgebäudes und kennt sich richtig gut aus. Der Werkraum, die Turnhalle, der Musikraum, die Bücherei: schon nach wenigen Wochen findet man das große Gebäude schon gar nicht mehr so bedrohlich, sondern sogar ein wenig sympathisch. Das Gedränke am Pausenverkauf oder beim Einstieg in den Schulbus wird zur Gewohnheit.

Und nach ein paar Wochen stellen sich auch bereits erste Erfolge ein im Zusammenhang mit Lesen, Schreiben und Rechnen. Die ersten Buchstaben gehen fast schon flüssig von der Hand und auch die ersten zusammenhängenden Sätze ist man in der Lage zu lesen. Die Zeit vergeht – die ersten Ferien stehen vor der Tür, dann Weihnachten und im Februar gibt es bereits das erste mal ein Zeugnis. Der Lehrer hat sich dabei richtig Mühe gegeben :). Ein paar Wochen Schule, dasnn Osterferien, dann Pfingsten. Und schon stehen die ersten Sommerferien vor der Türe und man wechselt bereits in die zweite, dann die dritte Klasse.

Verschiebung einiger Bauprojekte beschert Karlskron Aufschub bei der Schuldenentwicklung

Karlskron Die Wirtschaft in der Gemeinde geht nach oben, allerdings ist dies noch nicht vollständig in den Gewerbesteuereinnahmen dieses Jahres angekommen. Die tatsächlichen Einnahmen hier seien etwas schlechter, als man dies angenommen hatte. Allerdings hätten sich die Steuereinnahmen als Hauptfinanzmittel der Gemeinde Karlskron durchaus wieder positiv entwickelt, so dass man einen gewissen Handlungsspielraum hätte. Die bereits genehmigte Kreditaufnahme von rund 3,6 Millionen Euro konnte für 2011 noch vermieden werden, da man einige Großprojekte ins Folgejahr verschieben musste, erklärte Bürgermeister Friedrich Kothmayr im Rahmen seines Jahresrückblickes.

Generell sei die Gemeinde Karlskron aber auf einem guten Weg mit seinen neuen Baugebieten sowie den Planungen rund um das Breitbandnetz, welches man als Tochterunternehmen der Gemeinde realisieren will. Die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz in Karlskron ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die aktuellen Bau- und Großprojekte seien auf den Weg gebracht. Dazu zählen die Kinderkrippe, die Fertigstellung des Bauabschnittes Fruchtheimer Straße, die Wegesanierung des alten Friedhofes sowie die (demnächst in die Fertigstellung gehende) Sanierung des Leichenhauses sowie die Sanierung des Bürgerhauses Pobenhausen (siehe gesonderter Bericht). Erneuert werden konnte die Abwasserpumpstation Schreinergraben, die Sanierung der Volksschule mitsamit ihrer Hackschnitzelheizung, die die umliegenden öffentlichen Gebäude wie Rathaus und Kindergarten mit Energie mitversorgt.

Bei seinem Ausblick auf 2012 führte Kothmayr neben dem Bürgerbegehren die Kinderkrippe, die Fertigstellung der Fruchtheimer Straße sowie des Bürgerzentrums in Pobenhausen an. Ferner soll es Verbesserungen und Sanierungen im Abwassernetz in den Ortsteilen Adelshausen und Pobenhausen geben und das Kriegerdenkmal Karlskrons errichtet werden. Für die Ortsumfahrung Pobenhausen-Karlskron soll für die Variante IV eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden, damit man weitere Klarheiten bzgl. der Situation vor Ort bekommt. Im Bereich Karlskron Süd und Josephenburg stehen Baugebietsausweisungen bevor. Nicht aus den Augen verlieren möchte man auch die Planung und Umsetzung der Zweifachturnhalle. Ein wichtiges Anliegen für die Zukunft sei neben der Umsetzung des ortseigenen Breitbandnetzes auch die Entwicklung einer eigenen nachhaltigen Energiegewinnung.

Erzieher händeringend gesucht – Klappt das mit den Betreuungsplätzen bis 2015?

Fernstudium Erzieher – ist das die Lösung, wenn es zukünftig heißt, erforderliche Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung zu stellen? Aktuell gibt es ja wieder eine heiße Debatte, da bekannt geworden ist, dass die Kommunen mit dem Bau von Betreuungseinrichtungen hinter dem geforderten Soll hinterher hinken. Die Bundesregierung hat auf den Weg gebracht, möglichst vielen Eltern die Möglichkeit zu schaffen, für ihre (auch unter 3-Jährigen) Kinder Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Einige Gemeinden haben ihre Hausaufgaben bereits gemacht, andere sind noch fleißig an der Planung bzw. Umsetzung. Neben den Räumlichkeiten sind es aber auch die Personen, die diese Einrichtungen ausmachen. Je praxisnäher und fundierter sie ausgebildet sind, desto besser ist dies für die jeweilige Einrichtung und die Entwicklung der Kinder.

Das aufgrund der höheren Zahl an Betreuungsplätzen auch ein Mehr an Erziehern erforderlich ist, liegt letztlich auf der Hand. Faktisch könnte man daraus folgern, dass der Beruf des Erziehers einer mit Zukunftsperspektiven ist. Vor allem auch deshalb, da man bereits im Kindesalter für die entsprechende Bildungsprägung der Kinder – immer vor dem Hintergrund der jeweiligen familiären Situation – verantwortlich ist.

 

Karlskron möchte bzgl. Breitband voran kommen

Karlskron Die Gemeinde Karlskron ihrerseits hat die Weichen für die Breitband-Vernetzung im Ort gestallt. Nun müssen die Unterlagen zum Landratsamt zur Prüfung, ob man so vorgehen könnte bzw. dürfte oder nicht. Entschieden hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend, dass man sich für das passive Netz unternehmerisch für einen Eigenbetrieb entscheiden wird. Es handelt sich hierbei um eine Unternehmensform des öffentlichen Rechts, solche Unternehmensformen können letztlich nur Kommunen nutzen, erklärte der beauftragte Steuerberater Josef Popp den Räten. Das Sagen in der gemeindlichen „Tochter“ hat faktisch immer der Gemeinderat selbst, das operative Geschäft führt ein vom Gremium beauftragter Werkleiter aus. Zum Jahresabschluss muss ein vom gemeindlichen Haushalt unabhängiger Jahresabschluss erstellt werden, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens muss vorhanden sein. Empfohlen wurde den Räten auch, die Unternehmung ins Handelsregister einzutragen. Das passive Netz beinhaltet die Netze selbst, die man dann dem aktiven Netz entgeltlich zur Verfügung stellt.

Das aktive Netz würde partnerschaftlich von der Firma Sakoyn und der Gemeinde Karlskron (51:49) betrieben uns als GmbH geführt. Ziel müsste es letztlich für die Gemeinde sein, möglichst flächendeckend Interesse bei den Karlskronern (Ort und Ortsteile) für das Ortseigene Netz zu haben, da man so die Kosten im Zusammenhang mit dem passiven Netz so zügig wie möglich amortisieren könnte. Dies wiederum hätte dann auf die Gemeinde positive Auswirkungen. Denn die beiden Firmen Aktives und Passives Netz hätten ihren Firmensitz in Karlskron und würden dort auch entsprechende Gewerbesteuern entrichten, was über den gemeindlichen Haushalt den gewünschten Investitionen (Schule, Kindergarten, Freizeitförderung etc.) zu Gute kommen würde.

Daher, so die Empfehlung von Popp, sei es wichtig, die Bürger so frühzeitig wie möglich konkret zu informieren, sobald vom Landratsamt bzw. der Rechtsaufsicht das ‚Go‘ vorliegen würde. Laut den steuerlichen Berechnungen – ausgehend von einer Netzakzeptanz von 78 Prozent – würde sich die Anschaffung nach längstens 8-10 Jahren für die Gemeinde amortisieren. Der Standortvorteil, den Karlskron sich hier für seine Bürger durch die schnellere Internetverbindung schaffen könnte, gar nicht in Zahlen gerechnet. Allerdings werde es aufgrund bereits vorhandener Zeitverzögerungen wohl erst in 2013 wirklich los gehen mit den Leitungen. Für die Gemeinde bedeutet dies, für die Anschaffung des Netzes erst einmal in Millionenhöhe in Vorleistung zu gehen. Trotzdem sehe man es als notwendige Investition in die Entwicklung der Gemeinde und für die Bürger, weshalb man dem Vorhaben in allen Punkten zustimmte.

Die Volksschule Karlskron ist energetisch saniert. Dadurch kann man der Schule bzw. dem Schulverband bessere Möglichkeiten und Bedingungen bieten. Alle paar Jahre muss für die Kosten der Schule eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden. Dadurch ist die Gemeinde Karlskron zum Schluss gekommen, die Miete an den Schulverband jährlich gesehen erhöhen zu müssen von aktuell 161 000 auf 188 000 Euro. Diese Miete gilt nun bis 2014 und wird dem Schulverband so nun vorgelegt. Dieser muss der Mieterhöhung faktisch noch zustimmen.

Der Antrag des Sportvereines, an die bestehende Hackschnitzelanlage der Gemeinde mit angeschlossen zu werden, wurde auf einen späteren Zeitpunkt zurück gestellt. Grundsätzlich besteht zwar Einigkeit im Gemeinderat, sowohl die wohl frühestens in 2014 bzw. 2015 zu realisierende Sporthalle und das Sportheim anschließen zu wollen, wenn dies rechtlich und finanziell in einem vertretbaren Rahmen sei. Allerdings müsste man dazu erst einmal den exakten Standort der Turnhalle festlegen und die rechtlichen Möglichkeiten abklären. Wenn diese Informationen vorlägen, könnte man Gespräche mit dem Sportverein und dessen Vorstand Stefan Kumpf aufnehmen, wie die Finanzierung der Leitungen sowie die Heizkosten geregelt werden. Aus Sicht des SV Karlskron war der Antrag zeitlich deshalb jetzt gestellt worden, da man damit rechnen muss, dass der aktuelle Heizanschluss  in absehbarer Zeit erneuert werden müsste.

Angesprochen wurde in diesem Zusammenhang auch die Problematik rund um die im Sportheim befindlichen Duschen. Den Gemeinderäten ist durchaus bewusst, dass die Situation dort nicht dauerhaft tragbar sei. Bei der Planung der Turnhalle werde dies entsprechend auch berücksichtigt. Allerdings könne noch nicht abschließend festgestellt werden, wann die Umsetzung des Sportraumes für Schule und Verein umgesetzt werden würde.

Die SPD-Fraktion um Fraktionssprecher Thomas Krammer drängt auf die Behandlung der Machbarkeitsstudie bzgl. der Umgehungsstraße. Diese sollte in der kommenden Sitzung behandelt werden. Themen wie die Verkehrsbelastung, strukturelle Gemeindeentwicklungen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen sollten hier entsprechend erörtert werden. Dazu brachte die SPD ihren Antrag entsprechend bei der Gemeinde ein.

Schülerströme an die neu zu gründende Realschule Mainburg im Landkreis Kelheim

Mainburg / Kelheim Schüler und Eltern in der Region Mainburg haben mit großer Freude  die Zustimmung der zuständigen Staatsministerien zum Antrag des Landkreises Kelheim auf Neugründung einer staatlichen Realschule in zweizügiger Form am Standort Mainburg im Wege des Kooperationsmodells zwischen Mittelschule und Realschule aufgenommen. Der Landkreis Kelheim geht davon aus, dass die Staatliche Realschule Mainburg rechtzeitig zum Schulstart 2012/13 als auf Dauer begründete staatliche Realschule  in die Schulerrichtungsverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus aufgenommen wird und damit der formelle Gründungsakt erfolgt.

Mit Genehmigungsschreiben von Ministerialrat Püls mit Datum vom 04.07.2011, eingegangen beim Landratsamt Kelheim am 05.07.2011, wurde dem Landkreis mitgeteilt, dass die neue Realschule Mainburg durch ein vom Landkreis Kelheim festgelegtes Einzugsgebiet in stringenter Zweizügigkeit, also beginnend mit ca. 54 Kindern in zwei fünften Klassen, zu führen ist. Das Schülerpotential im Einzugsgebiet der Realschule in Mainburg ist sowohl nach dem Schulentwicklungsgutachten des Planungsinstitutes SAGS wie auch nach den Daten unserer Schülerbeförderungsverwaltung wesentlich höher.

Im Schuljahr 2010/11 wäre für ca. 90 Realschulanfänger aus dem Stadtgebiet Mainburg und den VG-Gemeinden Attenhofen, Aiglsbach, Volkenschwand und Elsendorf der neue Realschulstandort Mainburg die nächstgelegene Schule im Rahmen des Schülerbeförderungsrechts gewesen. Im nun beginnenden Schuljahr 2011/12 treten gut 80 Schüler neu an. Für das Schuljahr 2012/13 ist auf Grund der Geburtenzahlen für das Jahr 2001 und einer angenommenen Übertrittsquote von 30%  in den genannten Gemeinden mit ca. 75 Realschulanfängern zu rechnen und folglich Dreizügigkeit erforderlich.

Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass sich alle Schüler aus der Region Mainburg  wegen der kürzeren Wege und des starken Hallertauer Identitätsgefühls  an die neue Schule Mainburg orientieren wollen. Zudem ist dann klar nach den gesetzlichen Vorgaben für die  Kostenfreiheit des Schulweges der nächstgelegene Schulort Mainburg und damit die kostengünstigste Beförderung zu wählen.

Die Festsetzung eines Einzugsbereiches für die Staatliche Realschule Mainburg, der Zweizügigkeit garantiert, ist in der Praxis bei den gegebenen engen örtlichen Verflechtungen nicht zufriedenstellend zu lösen. Stadt und VG Mainburg bilden den Schulverband Mittelschule Mainburg und sind damit sämtlich Kooperationspartner der neuen Realschule Mainburg. Alle Kommunalpolitiker dieser Region haben sich gleichermaßen intensiv für die Realschule Mainburg engagiert. Gerechte und einleuchtende Gründe für die  Aufnahme oder Abweisung eines Schülers sind für uns nicht ersichtlich.

Bekanntermaßen gibt es für den Besuch von Realschulen keine Sprengelpflicht. Die Festsetzung eines Einzugsbereiches bei einer staatlichen Realschulgründung ist mit dem Elternrecht der freien Schulwahl für ihre Kinder nur schwer vereinbar. Der Landkreis kann im Vorfeld nur Empfehlungen aussprechen. Als schulrechtliche Vorgabe regelt  § 26 Abs. 7 der Realschulordnung lediglich, dass, falls mehr Bewerber als Kapazität vorhanden sind, sich die Schulleitungen um einen örtlichen Ausgleich zu bemühen haben. Gelingt dieser nicht, so entscheidet der Ministerialbeauftragte für die öffentlichen Schulen.

Nach unserer Auffassung sollte ein Schulstart keinesfalls mit der Abweisung von Schülern, dadurch frustrierten Eltern und nur schwer zumutbaren Entscheidungen für die Schulleitung ablaufen. Zusätzlich ist für die Übernahme von Schülerbeförderungskosten an eine andere als die  nächstgelegene Realschule der Nachweis der Ablehnung zu erbringen.  Mittelfristig gehen das Landratsamt Kelheim davon aus, dass der demographisch bedingte Schülerrückgang zur stabilen und voll ausgelasteten Zweizügigkeit führt. Das zweizügige „Kooperationsmodell + x nach Bedarf“ wäre also lediglich in einer Übergangsphase während der ersten eineinhalb Schülergenerationen der Realschule Mainburg  erforderlich.

Zur Verdeutlichung ist in der Anlage das voraussichtliche Schülerpotential im Einzugsbereich der Realschule Mainburg bei 30% Übertrittsquote bis zum Schuljahr 2021/22 dargestellt (Grafik).

Der Landkreis Kelheim ist sich im Klaren darüber, dass es vorrangig gilt, eine zwei-zügige neue Realschule Mainburg im Wege des Kooperationsmodells mit der Haupt-schule Mainburg mit dem besonderen Ansatz der Migrantenförderung und Ganztags-betreuung zu schaffen.

Wir  erwarten dennoch dringend die Zusage Ihres Hauses im Schuljahr  2012/13 mit drei Eingangsklassen in der fünften Jahrgangsstufe an der Realschule Mainburg starten zu können, um die noch anstehende Bugwelle von Realschülern aus Gründen der Zugangsgerechtigkeit wohnortnah bedienen zu können. Eltern im „natürlichen Einzugsgebiet“ einer Realschule Mainburg müssen sicher sein können, dass ihre Kinder dort auch angenommen werden und haben ein Recht auf eindeutige Informationen und Aufnahmemodalitäten. Daher hat der Kreisausschuss des Landkreises Kelheim am 30.08.2011 einstimmig entschieden, die in der Anlage beigefügte Resolution zur Aufnahme aller Interessenten an der Realschule Mainburg zu beschließen.

Zweizügig genehmigte Kooperationsmodelle zwischen Haupt- und Realschule in dann nach Bedarf erweiterter Form sind an anderen bayerischen Standorten bereits mehrfach genehmigt worden.

Die Realschule Mainburg wird als Übergangslösung im Herbst 2012 unter guten räumlichen Bedingungen im bestehenden Schulzentrum Mainburg im Gabelsberger- Gymnasium starten. Durch das Ausscheiden des G 9–Jahrgangs gibt es zwei nebeneinander liegende freie Klassenzimmer, die Fachräume können mitbenutzt werden. Absehbar stehen in der benachbarten Hauptschule Mainburg weitere freie Raumkapazitäten zur Verfügung. Ein dreizügiger Realschulstart ist also räumlich ebenfalls realisierbar.

Der Landkreis Kelheim ist nach wie vor bereit, mit dem Landkreis Freising im Interesse einer wohnortnahen Beschulung für Realschüler aus Au und Rudelzhausen in geeigneter Form zusammenzuarbeiten, sofern dazu zusätzliche Kapazitäten an der Realschule Mainburg genehmigt werden. Die bekannte Problematik der Schüler-beförderung könnte durch Ausweitung des MVV gelöst werden. Auch unter diesem Gesichtspunkt wäre eine Kapazitätserweiterung der RS Mainburg wünschenswert. Ihre Idee des bayernweit einmalig landkreisübergreifenden kooperativen Schulmodells für die Hallertau sollte schließlich für die gesamte Region ein zusätzliches attraktives Bildungsangebot schaffen.  Der Landkreis Kelheim erhofft wegen der schnellstmöglich anzugehenden Planungen für die Übergangsphase und für das Schulgebäude der neuen Realschule Mainburg Ihre baldige positive Entscheidung.

 

Gesamt- oder Mittelschule als Lösung aus der Bildungsmisere?

Kassel Mittelschulverbünde, Gesamtschulen: in der Bildungslandschaft in Deutschland ist Bewegung. Immer mehr Grundschulen oder Hauptschulen alleine sind nicht mehr tragfähig. Schülerzahlen nehmen ab. Ergänzend dazu sind Änderungen im Bildungskonzept, das den Ländern unterstellt ist, am Laufen.

Für den Erhalt der Schulstandorte in den Kasseler Stadtteilen spricht sich der Landtagsabgeordnete Wolfgang Decker aus. Jede Schule habe in ihren Stadtteilen nicht nur einen pädagogischen Lehrauftrag, sondern auch eine wichtige Integrations- und Sozialfunktion. Mit großer Sorge und Skepsis betrachte Decker daher zum Beispiel die aktuelle Diskussion um die drei Kasseler Gesamtschulen Joseph-von-Eichendorff-Schule, Hegelsbergschule und Carl-Schomburg-Schule. „Mit der Schließung eines Standorts oder einer Reduzierung der Bildungsangebote der Schulen würde man den betroffenen Stadtteilen einen Bärendienst erweisen. Dies wäre ein Schlag gegen alle bisherigen Bemühungen, vor allem in Stadtteilen mit schwierigen sozialen Strukturen. Die bestehenden wohnortnahen Bildungsangebote in der Mittelstufe müssen erhalten bleiben und nicht abgebaut sondern inhaltlich weiter entwickelt werden. Dies gilt für den Kasseler Osten und den Kasseler Westen gleichermaßen“, so Decker.

Mit ihren rigiden Vorgaben zwinge die Landesregierung die Kommunen zu einer Schulentwicklungsplanung, bei der Verwaltungsökonomie und Spardiktat im Vordergrund stehe und nicht Bildungsqualität. „Warum zum Beispiel lässt man nicht zu, dass eine Schule in eine integrierte Gesamtschule umgewandelt wird, wenn dies erkennbar der beste Weg für die Erhaltung eines Schulstandortes und Weiterentwicklung der Bildungsqualität ist“, kritisiert der Landtagsabgeordnete die Ablehnung des Kultusministeriums. Wenn man es mit einer besseren Bildungsqualität und sozialer Infrastruktur ernst meint, muss man darin investieren und nicht den Rotstift ansetzen.