Gerolsbach: Tödlicher Unfall bei Waldarbeiten

Ein 88-jähriger Mann wurde am Mittwochnachmittag bei Waldarbeiten zwischen einem Heckkran und einem Baum eingeklemmt und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Der Mann aus dem südlichen Landkreis Pfaffenhofen war am Mittwoch, 02.11.2011 gegen 14 Uhr alleine zu Waldarbeiten mit seinem Traktor in ein Waldstück bei Gerolsbach-Singern gefahren. Nachdem er nicht wie gewohnt zurückkehrte, machten sich Angehörige auf die Suche und fanden den Mann gegen 17:30 Uhr leblos und eingeklemmt zwischen einem Baum und dem an den Traktor angehängten Kleinkran. Trotz sofortiger Alarmierung eines Notarztes konnte der Mann nicht mehr gerettet werden.

Wie erste Ermittlungen der Kriminalpolizei Ingolstadt ergaben, war der Mann mit seinem Traktor an einer Engstelle zwischen Bäumen hängen geblieben. Beim Versuch des Mannes, den angehängten Heckkran mit Hilfe des Kranarmes zur Seite zu rücken, kippte der Krananhänger.  Der Mann wurde zwischen dem umgestürzten Kran und einem Baum eingeklemmt und dabei tödlich verletzt.

Pförring: 4-Jähriger tödlich verunglückt

Pförring Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Pförring verunglückte heute Nachmittag ein 4-jähriger Junge tödlich. Gegen 15:40 Uhr erreichte die Rettungsleitstelle Ingolstadt ein Notruf aus Pförring, in dem ein lebloses Kind mitgeteilt wurde. Trotz sofort von Ersthelfern und in der Folge vom Notarzt durchgeführten Reanimationsmaßnahmen, konnte der 4-jährige Junge nicht mehr gerettet werden.

Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei Ingolstadt wurde der Junge leblos neben einem landwirtschaftlichen Anhänger aufgefunden. Seine Verletzungen deuten auf ein Sturzgeschehen hin. Weitere Einzelheiten zum Unglückshergang sind derzeit noch nicht bekannt, da Angehörige und Zeugen unter Schock stehen und noch nicht vernehmungsfähig sind. Sie werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Als Brandursache in Geisenfeld wird Brandstiftung angenommen

Wohnhausbrand in Geisenfeld

–     Als Brandursache wird fahrlässige Brandstiftung angenommen

–     Erstes Obduktionsergebnis

Wie bereits berichtet, sind am Sonntagmorgen beim Brand eines Wohn- und Geschäftshauses in Geisenfeld zwei Menschen ums  Leben gekommen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt und des Gutachters des Landeskriminalamtes liegt fahrlässige Brandstiftung vor. Eine nicht ausgeschaltete Herdplatte in der Wohnung, in der die beiden Toten aufgefunden worden waren,  wird als Brandursache angenommen. Heute Nachmittag wurde die Obduktion der beiden Toten durchgeführt. Beide sind am Auffindeort an Brand- und Rußfolgen verstorben. Dass es sich bei ihnen um  die beiden 25 und 32 Jahre alten polnischen Bewohner handelt,  wird vermutet  die Identifizierung muß aber noch über das festgestellte Zahnschema erfolgen. Es gibt jedoch keinen Hinweis auf eine Fremdeinwirkung oder Verschulden Dritter.

 

 

Reichertshofen: Tödlicher Unfall auf Supermarktparkplatz

Reichertshofen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst wurden heute kurz nach 11.00 Uhr zu einem Kundenparkplatz eines Lebensmittelmarktes in Reichertshofen, Lkrs. Pfaffenhofen, Münchener Str., gerufen.

Ein 63-jähriger Mann aus dem Landkreis Pfaffenhofen hatte auf dem Parkplatz des Lebensmittelmarktes seinen Pkw, Mercedes-Benz, nach einem technischen Defekt mit Hilfe des Wagenhebers aufgebockt. Anschließend legte sich unter das Fahrzeug. Plötzlich setzte sich das Fahrzeug in Bewegung und der Wagenheber rutschte weg. Der Halter des Fahrzeuges wurde unter dem Pkw eingeklemmt. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Die anwesende Ehefrau erlitt einen Schock und wurde noch vor Ort vom Kriseninterventionsteam betreut.

Die polizeilichen Ermittlungen zur Klärung des Unfallherganges hat die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt aufgenommen.

Pfaffenhofen: Messerattacke endet beinahe tödlich – Polizei bittet um Mithilfe auf der Suche nach den Tätern

Pfaffenhofen Der 24-jährige Student aus Pfaffenhofen ging gestern gegen 22.00 Uhr auf dem Fußweg an der Ilm, ca. 50 m von der  Weiherer Str. in südlicher Richtung entlang, als er nach seinen Angaben von einem unbekannten Mann, der auf einer Bank saß, angesprochen wurde. Einen Moment später wurde er von einer zweiten Person zu Boden gerissen und die beiden Unbekannten forderten Geld. Als sich der 24-Jährige weigerte, kam es zu einer Rangelei, in dessen Verlauf ein Täter dem Geschädigten ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von ca. 7 cm  in die Brust stieß. Die beiden Täter flüchteten daraufhin ohne Beute in südliche Richtung.   Das Opfer konnte noch selbst die Integrierte Leitstelle Pfaffenhofen verständigen. Anschließend wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und wurde dort notoperiert. Lebensgefahr besteht nicht mehr.

Die beiden männlichen Täter trugen Kappen, einer der beiden war mit einer  Sturmhaube, der zweite mit einem Halstuch maskiert. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung unter Einbindung des Polizeihubschraubers verlief ergebnislos.  Die Weiherer Str. war zur Tatortbefundaufnahme zeitweise gesperrt und die Feuerwehr Pfaffenhofen leuchtete den Tatortbereich aus. Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt hat die Ermittlungen noch am Tatort  wegen eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen. Die Kripo bittet  unter der Rufnummer 0841/9343-0 um Hinweise, die zur Tataufklärung dienen können.

Mariä Himmelfahrt – die Tradition und Funktion des Kräuterbuschens

Früher waren es 77 Kräuter, die in den richtigen Kräuterweihbuschen gehörten. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass es eine magische Zahl an Kräutern ist, so will es die Tradition. Die Kräuter werden nach der Weihe zum Trocknen auf den Dachboden – kopfüber. Jedes der verwendeten Kräuter hat eine Funktion bzw. einen Abwehrzauber, wenn man ihn am 15. August – an Mariä Himmelfahrt – geweiht aus der Kirche mitbringt.
Wirft man beispielsweise bei Gewitter eine Handvoll der Kräuter ins Herdfeuer, so bleibt man vor Blitzschlag geschützt. Ebenso bekam früher beispielsweise krankes Vieh etwas von den geweihten Kräutern ins Futter. Und man nutzte sie, wenn es um das Ausräuchern des Hauses von Hexen, Druiden, Geistern oder Krankheiten ging.
Zurück zu führen ist der Brauch einer Legende nach auf den Tod Marias. Am dritten Tag waren die Apostel an Marias Grab gekommen, dieses war leer, nur noch ein paar blühende und duftende Blumen und Kräuter befanden sich in der Grabstätte. Geweihte Kräuter verwendet man daher mancherorts auch i.V.m. Verstorbenen. Ein aus Frauenkräutern gebundenes Kreuz wird mit in den Sarg gelegt. Er sollte die Verstorbenen vor bösen Mächten und dem Fegefeuer beschützen. Der alte komplett getrocknete Strauß wird nach einem Jahr nicht einfach weg geworfen, sondern verbrannt – mancherorts im Osterfeuer.

77 Kräuter – was genau gehört in den Buschen

Der Kräuterbüschel, der geweiht wird, hat ganzjährig Bedeutung. Während der Saatzeit wurden beispielsweise Körner aus Roggen-, Weizen-, Gerste- und Haferähren genommen und unter das Saatgut gemischt, damit es gut gedeihe. An Weihnachten erhielt das Vieh Kräuter aus dem Büschel in sein Futter gemischt, an Dreikönig mit zerriebenen Kräutern das Haus ausgeräuchert.

Wichtigster Bestandteil sind die sieben sog. Heilkräuter, die in keime Kräuterbüschel fehlen dürfen: Kamille, Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgabe, Dost-Oregano (wilder Majoran) und Rainfarn. In manchen Gebieten steht in der Mitte des Buschens ein Apfel, der nach der Weihe gemeinsam gegessen wird. Dazu kommen bis zu 70 andere Kräuter – manche Buschen sind aber auch kleiner, allerdings ist immer eine magische Zahl zu wählen.
Die anderen siebzig Kräuter sind Roggen, Gerste, Weizen, Hafer, Königskerze, Lein/Flachs, Melisse, Odermennig, Eberraute, Golddistel, Mistel, Leimkraut, Schwarzkümmel, Tauben-Skabiose, Jakobs-Greiskraut, Thymian, Weihwedel, Baldrian/Kalmus, Mariendistel, Eisenkraut, Osterluzei, Käsepappel, kleiner Orant, Ackerschaltelhalm-Zinnkraut, Echter Alant, Spitzwegerich, Hopfen, echter Salbei, Zwiebel, Schöllkraut, Frauenmantel, Hirtentäschel, Bluttropfen-Knöterich, Pimpinelle, Liebstöckel, Brennnessel, Ziest-Bscheikraut, Goldrute, Bohnen, Labkraut, Huflattich, Fingerhut, St. Benediktus-Blatt, Ysop, Augentrost, Haselnusszweig mit 3 Nüssen, wilde Möhre, Luzerne, Wundklee, Rosengallapfel, Tausendguldenkraut, weißer Andorn, Beinwell, Himbeere, wilde Erdbeere, Weißkohlblatt, Farnkraut, Minze, Lavendel, Blutwurz, Brombeere, Malve, Ringelblume, Heidnischwundkraut, Stechpalme, Rosmarin, Goldnessel, Wegwarte, schwarzer Widigum.