Schulwegsicherheit: Kurzbilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord

Ingolstadt Nach Ende der Schulferien in Bayern machen  sich seit Dienstag, den 13.09.2011 wieder mehrere tausend Kindern auf den Weg  zur Schule,  einige davon – unsere ABC-Schützen – zum ersten Mal.  Wie im Vorfeld mehrfach angekündigt, legten die Polizeidienststellen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ein besonderes Augenmerk auf die Schulwegsicherheit.   In unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten sowie auf stark frequentierten Schulwegen wurden deswegen auch verstärkte Verkehrüberwachungsmaßnahmen durchgeführt. Bei den Verkehrskontrollen wurden insbesondere auf die Einhaltung der Geschwindigkeit und der Gurtanlege-, Kindersicherungs- sowie Helmtragepflicht Wert gelegt. Während der Aktionstage fanden auch stichpunktartige Kontrollen von Schulbussen, vor allem  im Hinblick auf die Ausrüstung und Mitführpflichten von Sicherheitsausstattung statt.

Im Zeitraum vom 13. bis 16.09.2011 wurden rund 25.000 Verkehrsteilnehmer im Rahmen der Schulwegüberwachung kontrolliert, insgesamt 1373 Verkehrsteilnehmer mussten wegen zu hoher Geschwindigkeit oder Verstößen gegen die Sicherungspflichten beanstandet werden.  Als häufigster Verstoß wurde das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit mit 842 ausgestellten Verwarnungen und 100 zur Anzeige gebrachten Ordnungswidrigkeiten geahndet.  In 47 Fällen wurde ein Alkotest durchgeführt und in 3 Fällen musste eine Blutentnahme angeordnet werden. Besonders muss darauf hingewiesen werden, dass in 431 Fällen  Verstöße gegen Gurtanlege-, Kindersicherungs- bzw. Helmtragepflicht festgestellt wurden. Hierbei gehen die Fahrzeugführer im Falle eines Unfalls unnötiges Risiko für sich selbst und vor allem auch für die mitgenommenen Kinder ein.

Zahlen für den  Raum Ingolstadt:

In der Stadt Ingolstadt  und den umliegenden Landkreisen Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen wurden während der Aktionstage insgesamt 1042 Verkehrsteilnehmer bei Verkehrskontrollen überprüft. Hierbei trugen 114 Personen keinen Sicherheitsgurt, 17 mitfahrende Kinder wurden nicht wie vorgeschrieben  in den Fahrzeugen gesichert. Im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen an Schulwegen wurden in der gesamten Region Ingolstadt Geschwindigkeitsüberschreitungen von 368 Verkehrsteilnehmern festgestellt.  325 dieser ertappten Verkehrssünder kamen noch mit einem Verwarnungsgeld davon, für die restlichen 43 hat ihr Fehlverhalten ein Bußgeld und Punkte zur Folge.

 

 

Sicherheit bei der Schülerbeförderung hat oberste Priorität – Verkehrssicherheitstraining an Schulen wird auch 2011 fortgesetzt

Die Fahrt mit dem Bus von und zur Schule gehört für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Busfahren stellt zwar eine der sichersten Beförderungsmöglichkeiten dar, dennoch kann diese Sicherheit durch richtiges und bedachtes Verhalten der Schüler noch weiter erhöht und somit Unfälle vermieden werden.

Vor diesem Hintergrund hat die Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) auf Anregung der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim (VLK) ein spezielles Sicherheitstraining ausgearbeitet, das mit Unterstützung der Schule, den Schülern und Lehrkräften sowie der Schulleitung durchgeführt werden soll.

Ziel dieses Praxistrainings ist, die Schüler auf Gefahrenquellen beim Busfahren hinzuweisen und ihnen die richtigen Verhaltensregeln im und am Bus aufzuzeigen. Oft ist es nicht ausreichend, nur theoretisch über mögliche Gefahren zu informieren. Die Schüler sollen vielmehr im Training durch lebensnahe Situationen lernen, Unfallgefahren selbst zu erkennen und zu verhindern. Den Schülern wird anhand praktischer Situationen vermittelt, welches Verhalten zur Sicherheit auf dem Schulweg erforderlich ist. Darüber hinaus soll durch diese Sicherheitsübung auch das Verhältnis zwischen Busfahrern und Schülern positiv beeinflusst werden.

Das Praxistraining wird in drei Gruppen durchgeführt und findet am Donnerstag, den 07.07.2011 am Großparkplatz in Riedenburg statt

Gruppe 1: von ca. 9 Uhr bis 10 Uhr

Gruppe 2: von ca. 10.10 Uhr bis 11.10 Uhr

Gruppe 3: von ca. 11.20 Uhr bis 12.20 Uhr

Beschilderungsplan ist haftungsentscheidend

Kommunen und öffentliche Einrichtungen sind gesetzlich daran gebunden, bzgl. Beschilderungen im öffentlichen Bereich entsprechende detaillierte Planungen aufzustellen und diese bindend mit Verkehrsbehörden abzustimmen. D.h. es ist darin geregelt, wo auf der Straße ein Überholverbot – mittels Beschilderung oder Markierung auf der Straße – angebracht wird. Dabei ist wichtig, dass die in den Planungen festgelegten Schritte in der Praxis auch identisch eingehalten werden.

Bei der Festlegung dieser Stellen müssen dabei selbstverständlich die Örtlichkeiten und die gesetzliche Vorschriften berücksichtigt werden. Im Kennzeichnungs- und Markierungsplan wird detailliert eingetragen, wo welches Kennzeichen angebracht wird und – sofern es zeitlich begrenzt ist – wie lange und warum die Begrenzung. Die Verkehrszeichenpläne müssen dabei aktuell sein.

Für Kommunen könnte die entsprechende unsachgemäße Beschilderung sonst im Falle eines Unfalles Haftungsfolgen nach sich ziehen. Wie genau ein solcher Plan aufgebaut werden muss, wie die Vorgaben sind und wie die Abstimmung zu erfolgen hat, kann man auf der Internetseite des DV-Verlages nachlesen. Da die Pläne ja mit der Straßenbehörde abgestimmt werden müssen, können auch diese den Kommunen entsprechende Auskünfte erteilen.

 Ziel der Aktion ist es, die Verkehrssicherheit so effizient und positiv wie möglich zu gestalten, damit im Idealfall nichts passieren kann.

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