Baarer Feuerwehrverein finanziert neue Wärmebildkamera für die aktiven Kameraden

Baar-Ebenhausen Interesse bestand bei den aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baar, als es bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Alter Wirt (Baar-Ebenhausen, Landkreis Pfaffenhofen / Ilm) um die Beschaffungspolitik der Ausrüstungsgegenstände ging. Denn Ende 2011 haben Bürgermeister und Kommandanten ein Konzept für die weitere Entwicklungen der beiden Feuerwehren im Ort ausgearbeitet und mit dem Gemeinderat abgestimmt. Darin wurde festgelegt, wie und in welcher Reihenfolge man sich die Ersatzbeschaffungen der in die Jahre gekommenen Löschfahrzeuge bzw. des Katastrophenschutzfahrzeuges vorstellen kann, erklärte Bürgermeister Ludwig Wayand den anwesenden knapp 60 Vereinsmitgliedern. Der Zustand des Fahrzeuges sowie das Alter des Fahrzeuges seien bei diesen allesamt in der Brandschutzkonzeption eingeplanten Fahrzeuge maßgeblich. In der mittelfristigen Planung seien jedoch alle drei Fahrzeuge – das der Wehr Baar (fast 30 Jahre alt) würde gedanklich bei zukünftigen Haushaltsplanungen bereits eine Rolle spielen. Auf ein konkretes Zeitfenster konnte sich das Gemeindeoberhaupt jedoch nicht festlegen, da dies mit anderen örtlichen Investitionen im Gemeinderat bzw. Finanzausschuss abgestimmt werden müsste. Auszugehen ist jedoch davon, dass die Ersatzbeschaffungen in einem Zeitrahmen von etwa 10 Jahren ablaufen wird.

Kreisbrandinspektor Ludwig Rößler lobte das gute Zusammenspiel zwischen Gemeinde und Kreisbrandinspektion, stellte das strukturierte Miteinander der beiden Parteien zum Wohle der Feuerwehren als vorbildlich und nachahmenswert für andere Gemeinden heraus.

Im Zusammenhang mit der Nachwuchsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Baar will man in diesem Jahr einiges an Aktivitäten unternehmen. Denn derzeit besteht die Jugendgruppe aus lediglich drei Mitgliedern. Einige ehemalige Jugendliche wurden in den Kreis der aktiven Mannschaft um die beiden Kommandanten Stefan Winter und Gerd Leppmeier aufgenommen. Die aktive Feuerwehr von Baar hat seit Kurzem eine eigene Wärmebildkamera.  Diese wurde aus Eigenmitteln des Vereins sowie Spenden von örtlichen Unternehmen für etwa 10.500 Euro angeschafft und soll zukünftig bei Einsätzen für mehr Sicherheit sorgen. Apropos Finanzen: die Feuerwehr Baar steht finanziell auf einem gesunden Fundament und konnte sich in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Polster an Rücklagen sammeln. Im Juni diesen Jahres soll das diesjährige Floriansfest als kleine Feier zum 135 Jährigen Bestehen der Wehr begangen werden.

Seltenes Jubiläum bei der Feuerwehr Ebenhausen: Mitglied seit 80 Jahren dabei

Baar-EbenhausenBei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen / Ilm) hab es ein außergewöhnliches Jubiläum: Mitglied Johann Kopold ist seit 80 Jahren festes Bestandteil der Ortsfeuerwehr. Der Jubilar – 2012 feiert Kopold noch seinen 100. Geburtstag – hielt der Feuerwehr über lange Jahre hin die Treue und gab seine Begeisterung für die Feuerwehr auch an seine Nachkommen weiter. Sowohl sein Sohn als auch die Enkelkinder gehören dem aktiven bzw. passiven Feuerwehr-Trupp an. Seit 70 Jahren mit dabei sind Josef Zimmermann – Ehrenkommandant der Feuerwehr Ebenhausen – sowie die beiden Brüder Anton und Otto Mirlach.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden jedoch neben den Ehrungen auch Feuerwehralltag besprochen. Seit dem Dreikönigstag darf sich Kommandant Martin Bergmeier Brandmeister nennen. Bürgermeister Wayand beförderte den ersten Mann der aktiven Wehr im Rahmen des Bayerischen Feuerwehrgesetzes. Weitere Aktive wurden befördert: Günter Bauer darf sich zukünftig Hauptlöschmeister, Josef Geiser und Rainer Stabhuber Oberlöschmeister und Andreas Nonnast Löschmeister nennen. Von der Jugend in die aktive Wehr aufgenommen wurden
Stefanie Sterzl, Sabrina Haenfler, und Matthias Möckl.

Beim Rückblick auf das abgelaufene Jahr konnte auf eine gute finanzielle Situation des Vereines verwiesen werden. Trotz Anschaffungen, die der Verein für seine aktive Mannschaft getätigt hatte, konnte das Wirtschaftsjahr mit einem positiven Saldo beendet und die Summe der Rücklagen dadurch erhöht werden. Es sei wichtig, dass sich die Aktive Mannschaft auf einen gut funktionierenden Verein verlassen könnte, der Willens und in der Lage ist, die Ausrüstung so gepflegt und optimal wie möglich zu gestalten, freut sich Kommandant Martin Bergmaier über die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Aktiver Wehr und Verein. 2011 war was Einsätze betrifft ein eher ruhiges Jahr. Zahlenmäßig außergewöhnlich aufgefallen sind die Ölspuren, die 2011 in hoher Zahl anfielen und beseitigt werden mussten. Die Feuerwehr Ebenhausen nutzte das abgelaufene Jahr daher für sinnvolle Weiterbildungsmaßnahmen an den bayerischen Feuerwehrschulen.

Kreisbrandinspektor Willi Kellerer aus Wolnzach, der als Vertreter der Kreisbrandinspektion Pfaffenhofen bei der Versammlung anwesend war, bezeichnete es als Positiv, wie sich die Feuerwehr entwickeln würde. Ein Lob gab es auch für den Bürgermeister. Mit einem Augenzwinkern erklärte Kellerer hierzu, er habe es nur selten erlebt bislang, dass ein Gemeindeoberhaupt die zukunftsfähige Ausrüstung einer Wehr als Grundlage für die Überlebensfähigkeit der Wehr gesehen habe.

Die Zukunft ’seiner Wehr‘ liegt Bürgermeister Ludwig Wayand auch sehr am Herzen. Daher wurde in 2011 damit begonnen, ein tragfähiges Konzept für die Ausrüstungssituation der Feuerwehr(en) in Baar-Ebenhausen entwickelt. Denn, so Wayand, in Baar-Ebenhausen würde es 3 Fahrzeuge geben, die bereits ein gewisses Alter erreicht hätten. Fahrzeuge, bei denen man damit rechnen müsste, dass sie über kurz oder lang aus dem Dienst gestellt werden. Bei der Wehr in Ebenhausen seien dies zwei Fahrzeuge, eines davon ist bereits 40 Jahre alt. Für dieses hat der Gemeinderat Ende des Jahres eine Ersatzbeschaffung beschlossen. Allerdings erst, nachdem man genau analysiert und beleuchtet und mit der Kreisbrandinspektion besprochen hatte, wie die weitere Entwicklung über einen Zeitraum von zehn Jahren bei der Wehr Ebenhausen vorgesehen sei. Das Konzept sieht vor, dass die Feuerwehr Ebenhausen gemeinsam mit Geisenfeld und Manching im Chemieschutz tätig sein wird. Die inzwischen veralteten Chemieschutzanzüge werden daher gegen moderne Anzüge ausgetauscht. Die Kosten für das Ersatzauto – ein HLF – werden in den künftigen Haushaltsplanungen der Gemeinde berücksichtigt.

Beim Rückblick auf das Vereinsjahr gab es die Punkte Schafkopfturnier, Floriansfest, Kameradschaftsabend, Weihnachtsfeier sowie das Maibaum-Aufstellen. Hier führte Vorstand Josef Geiser an, dass man sich mit den anderen Ortsvereinen stärker unterhalten müsse. Denn das Interesse der anderen Ortsvereine am Maibaum holen und aufstellen sei in der Vergangenheit merklich gesunken. Der Maibaum sei allerdings kein Feuerwehrbaum. Daher sieht der Feuerwehr-Vorstand hier ein wenig Handlungsbedarf.