Windkraft aus Emissions- und Umweltaspekten nur im Ortsteil Adelshausen möglich

Karlskron Die Möglichkeiten grundsätzlich im Ortsbereich von Karlskron auf Windkraft zu setzen bestehen. Allerdings ist dies aus Umwelt- und Emissionsaspekten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten lediglich im Bereich des Adelshauser-/Freinhauser Berges in Richtung Hohenried möglich. Dies ergab sich aus einer ersten Übersicht, die von den übergeordneten Behörden aus München zur Verfügung gestellt wurden. Beleuchtet sind hier allerdins nicht alle Aspekte, erklärte der Geschäftsführer der Gemeinde Johann Pichler den Gemeinderäten. Bis zur Sitzung lag noch keine Stellungname bzgl. der beiden Flughäfen Neuburg und Manching vor. D.h. ob diese einen möglichen Standort überhaupt möglich machen ist also erst einmal fragwürdig. Ein beim Landratsamt bereits eingegangener Bauvorantrag auf Errichtung einer Windkraftanlage in diesem Bereich wurde vom Antragsteller wieder zurück gezogen.

Das Thema Breitband in Karlskron wurde noch einmal thematisiert. Etwa ein Viertel der benötigten Anschlüsse zur Umsetzung des Ortsnetzes von Karlskron sind bis dato bereits bei der Gemeinde eingegangen, erklärte Bernd Nentwig der Leiter der Arbeitsgruppe Breitbandnetz. Bis Anfang Mai haben die Bürger von Karlskron die Möglichkeit, ihr Interesse in Form eines Antrages zu bekunden. Wer innerhalb der Zeichnungsfrist einsteigt, bekommt von der öffentlichen Straße her die Glasfaserverbindung direkt zu seinem Haus und muss sich lediglich per Anschlussbox noch um die Telefon-, Internet- und Fernsehverbindung kümmern. Dass das Glasfaserntz im Gemeindebereich unumgänglich ist, darin sind sich die Gemeinde von Karlskron einig. Missstimmung gibt es lediglich noch in Bezug auf das Geschäftsmodell (Geschäftsführerkonstellation, Risiken, Einlagen durch den Partnerbetrieb der Gemeinde)  der Unser Ortsnetz Karlskron GmbH i.Gr., was  durch Gemeinderätin Christa Froschmeier bemängelt wird. Grundsätzlich geht Nentwig davon aus, dass – sofern das ‚Ja für den Bau gegeben wird im Sommer‘ die Bürger noch mit 15 bis 18 Monaten Bauzeit rechnen müssen, ehe das Glasfasernetz im Ort steht und man darüber ins Internet kann.

Die Gemeinde Karlskron hat ihr „Go“ für den erweiterten Probebetrieb des BOS-Digitalfunks gegeben. Der bezieht sich auf Rettungskräfte im Notfalleinsatz bzw. Feuerwehren. In der Region 10 wird dieser voraussichtlich ab Mitte 2013 kommen, das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen befürwortet dies auch klar. Die Schulungen der Einsatzkräfte sollen voraussichtlich bereits am Herbst 2012 beginnen. Bis zum Start des Probebetriebes müssen die beteiligten Einsatzkräfte entsprechend technisch ausgerüstet werden. Die Kosten hierfür stehen jedoch noch nicht endgültig fest. Bürgermeister Friedrich Kothmayer sprach jedoch von etwa 1000,00 Euro pro Gerät im Fahrzeug, die wohl an Minimum anfallen würden. Da der Digitalfunk  über kurz oder lang jedoch kommen wird – darin waren sich die Gemeinderäte einig – stimmte man zu. Denn: billiger werde es kaum werden, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt einsteigt, erklärten die Gemeinderäte Peter Ippi (CSU) und Karl Bährle (SPD).