Babyklappe als wichtige Institution

Berlin Die Deutsche Bischofskonferenz tagte. Und eines der Themen war das der anonymen und vertraulichen Geburten. Babyklappen haben in den vergangenen Jahren bereits in vielen Fällen gerade für Mütter in Not einiges an Gutes bewirkt. Und das soll auch weiterhin der Fall sein. Das entschieden zumindest die Bischöfe auf ihrer Konferenz. Sie wollen das Konzept der vertraulichen Geburt weiterhin unterstützen.Allerdings müsste das Konzept auch zukünftig weiter entwickelt werden, um auch den rechtlichen Regelungen und Vorgaben zu genügen. Denn an sich ist die Geburt, bei der die Idewntität der Mutter grundsätzlich nicht bekannt gegeben wird, ist vielfach umstritten. Denn: hier stehen das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Eltern dem Recht der Mutter auf Anonymität und Schutz gegenüber. Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) beabsichtigt, hier Einschnitte vorzunehmen, die es den Kindern zu einem späteren Zeitpunkt zumindest ermöglicht, zu erfahren, wer es geboren hat.

Von knapp 1000 Kindernweiß man, die seit 1999 bundesweit in Babyklappen abgegeben wurden bzw. die anonym geboren wurden. Eine vom Familienministerium in Auftrag gegebene Studie belegt dies.

Jodeln von den Afrikanern gelernt: Maria Reiser verkörpert eine neue Art der bayerischen Musik

Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team
Maria Reiser mit ihrer Band beim Auftritt. Foto: Maria Reiser-Team

Berlin / Puttenhausen Alles auf eine Karte setzt derzeit die Musikerin Maria Reiser, die aus dem Landkreis Mainburg stammt. Die junge Frau redet bayerisch, kommt damit auch in ihrer Wahlheimat Berlin gut zurecht. Authentizität ist eine ihrer ganz großen Stärken und Spontanität. Eigenschaften, die die Bayern auszeichnen würden, erzählt die junge Musikern, während des kleinen Shooting-Ausfluges quer durch die Heimat. Und genau das sei es, was die Sprache so unglaublich liebenswürdig machen würde. „Wenn i in Hochdeutsch singen würd‘, wär‘ ich ned ich“, beschreibt Reiser, die quirrlig und voller Energie wirkt.

Afrika für bayerische Musikerin als Inspiration

Maria Reisers Lebensmittelpunkt ist derzeit in Berlin. Die gebürtige Hallertauerin ist aber irgendwie in der ganzen Welt daheim. Eine Reise in Afrika bescherten der sympathischen Bayerin erste Erfahrungen mit dem Jodeln. „Ja, das ist richtig. Ich habe in Afrika Jodeln gelernt. Naja, erste Erfahrungen mit der Techniken, die hinter dem Jodeln stecken gelernt und diese dann Perfektioniert“, erzählt die junge Frau mit einem sympathischen Lachen im Gesicht. Lachen und Begeistern: das macht Maria Reiser gerne. Auch wenn ihre Songtexte die komplette Bandbreite des Alltäglichen einnimmt. Nachdenklich-melancholisch ist ebenso möglich, wie befreit, inspirierend und begeisternd: eben ganz weiblich-emotionale Musik, beschreibt es Reiser kurz und knapp.

Das Interview war verknüpft mit einem Shooting quer durch die Heimat: Innenstadt Mainburg, Musikschule, Hopfengärten und Pferdekoppel. Das sei ihre Heimat, ihre Kindheit und Jugend hatte sie in einem Mainburger Ortsteil verbracht als älteste von fünf Geschwistern. Quasi die Anführerin der „Gang“, immer zu Späßen und Schabernack bereit. Immer schon einen Hang zur Musik. Früher in der Schulband der Realschule Abensberg, dann in Jugend- und Teenagerbands und später in weiteren Musikgruppen. Der Keller des heimischen Hofes wurde flugs zum Probenkeller umfunktioniert.

Pferde bedeuten für Maria Reiser Entspannung

Die Auswahl der Shooting-Plätze zeigt eines ganz deutlich: die Wahl-Großstädterin ist ein –Naturliebhaber, ist gerne draußen, bei Pferden oder im Wald: „Ja mei, i bin auf’m Land groß geworden, mit de Tiere und da Wald wa unser Spuiplotz. Do hom mia so einigs erlebt.“ Der Weg zeigt nach oben. Maria Reiser will Gipfel der Musik-Welt erklimmen. Kulturbegeisterte Menschen jeden Alters mit ihren Liedern begeistern. Das Repertoire steht … derzeit laufen die Planungen, die bei Live-Auftritten bereits begeisternden Songs studiotauglich zu gestalten und mit den beiden Stammmusikern Martin Bach (Schlagzeug) und Benjamin König (Tuba) vorzubereiten und dann entsprechend einzuspielen. Noch vor dem Sommer kann mit dem ersten Solo-Album der Herzblutmusikerin gerechnet werden. Derzeit seien sie dabei, aus den 14 bei Live-Auftritten gespielten Liedern im Bayerisch-Pop-Stil diejenigen auszuwählen, die es auf das Album schaffen. Die erste Single, die unter anderem bei Berliner Radiosendern sowie Bayern 2 und Bayern 3 gespielt werden, „Mo’s Wong“ wird in jedem Fall mit dabei sein.

Chiemgau-Alm-Festival auf der Winkelmoosalm & PRO 7 Dokumentation

Im Fernsehen wird man Maria Reiser auch noch erleben. PRO 7 hat für seine Reihe „Time of my life“ eine Dokumentation mit der quirligen Musikern gedreht, Reiser auf einer Tour durch Kalifornien begleitet, die ein wenig das spontane Lebensgefühl der Puttenhausenerin beschreibt. Afrika, Kalifornien, St. Pauli, Berlin, München, Abensberg … die Örtlichkeiten, wo man Maria Reiser bislang bereits erleben konnte, ist vielfältig. Und genauso groß ist die Bandbreite auch in den kommenden Monaten: das Chiemgau-Alm-Festival, Auftritte auf Kulturbühnen, auf regionalen und nationalen Festivals sowie eigene Konzerte stehen auf dem Programm.

Um wirklich Erfolg zu haben, heißt es, immer ein offenes Ohr zu haben, was interessiert und begeistert. Dies wird in die Musik eingearbeitet, ohne die eigene Persönlichkeit aufzugeben. Da kommt ihr ihre eigene Herkunft eigentlich zu Gute. Denn Bayern, damit verbindet Maria Reiser nicht nur eine wunderschöne Landschaft, sondern auch Menschen mit viel Charme, Herzlichkeit und einem ganz besonderen Auftreten. Die Sprache – deutlich klangvoller als das Hochdeutsche – hat ebenso ihre Eigenheiten und Kanten, wie die Menschen, die dort leben. Eines ist aber gewiss: bei uns in Bayern hilft man sich, weiß die Feste zu feiern, wie sie fallen.

Und genau diesen Erfolg will sie: Maria Reiser hat ihren Job gekündigt, um sich voll auf die Musikkarriere zu konzentrieren. Die CD-Produktion streckt sie aus eigener Tasche vor. Vor ihr liegt ein langer und sicherlich nicht immer ganz einfacher Weg. Während des Shootings in der Heimat bläst Maria Reiser der stürmische Wind um die Nase. Davon lässt sie sich dank ihres sonnigen Gemütes motivieren. Und am Ende lacht denn auch die Sonne mit Maria Reiser um die Wette.