Sandra Kiriasis holt Silber bei Bob-WM

Die Frauen haben vorgelegt und für den deutschen Bob-Verband die erste Medaille bei den Weltmeisterschaften gewonnen. Sandra Kiriasis die Vorzeige-Bobpilotin aus Deutschland gewann Silber. Weltcup-Siegerin Cathleen Martini ging dagegen ebenso wie Anja Schneiderheinze leer aus. Nachmittags sind die Männer im Zweierbob an der Reihe. Maximilian Arndt hat gute Chancen, ebenfalls Edelmetall bei der WM zu gewinnen.

Maximilian Arndt gewinnt Weltcup der Bobpiloten

Calgary Manual Machata vor Maximilian Arndt lautete das Ergebnis beim Weltcup-Rennen in Kanada. Arndt der heuer bereits Europameister wurde gewinnt die kombinierte Gesamtweltcup-Wertung aus Zweiter- und Viererbob. Im Viererbob dagegen liegt der Russe Alexander Subkow in der Jahresgesamtwertung nach acht Rennen knapp vor Arndt und Machata, die die Gesamtplätze 2 und 3 im Viererbob belegen. Der dritte deutsche Viererbob Thomas Florschütz liegt in der Endwertung auf Platz 11.

Cathleen Martini Beste des Damen-Trios im Zweierbob

Calgary Der fünfte Rang beim Weltcup-Finale in Calgary reichte Cathleen Martini mit ihrer Anschieberin Tischer. Das Rennen konnte die Kanadierin Kelly Humphries für sich entscheiden. Platz zwei und drei im Rennen belegten die Bobs von Anja Schneiderheinze und Sandra Kiriasis. Die beiden Bob-Pilotinnen belegten hinter Martini auch im Gesamt-Weltcup die Ränge 2 und 3 und machten damit den deutschen Dreifach-Erfolg perfekt. Kiriasis hatte in den vergangenen neun Jahren jeweils den Gesamt-Weltcup für sich entscheiden können.
Bei den Herren belegten die Deutschen Zweierbobs im Rennen die Plätze 2., 3. Und 7. Manuel Machata war mit seinem Anschieber dabei nur um eine Hundertstel Sekunde langsamer als der siegreiche Beat Hefti aus der Schweiz. Im Gesamt-Weltcup ergab sich damit folgendes Bild: Der Sieg ging an die Schweiz mit Hefti. Das Duo um Maximilian Arndt wurde Weltcup-Zweiter. Arndt ist auch im Viererbob als zweiter im Gesamt-Weltcup der beste deutsche Pilot, hinter ihm folgt Manuel Machata auf Rang 3. Im Viererbob steht noch ein Saison-Rennen aus.

IOC stellt München ein gutes Zeugnis aus

München kämpft um die Olympischen Winterspiele 2018. Die bayerische Landeshauptstadt ist einer von drei Bewerbern – neben Bayern treten Frankreich und Südkorea ins Rennen. Pyonchang – der Favorit aus Südkorea – ist dabei aber keineswegs mehr weit voraus. Die Prüfer des Internationalen Olympischen Komites haben allen drei Austragungsorten ein gutes Zeugnis ausgestellt. D.h. die Wettkampfstätten und die Infrastruktur seien dort gut. Rückenwind haben die Organisatoren um Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt auch durch das positive Votum der Garmisch-Partenkirchener Bürger und deren Bürgerbegehren erhalten. Die Bevölkerung dort hat sich am Wochenende mehrheitlich für die Weiterführung der Bewerbung ausgesprochen. Die Entscheidung, wo die Winterspiele sowie die Paralympics 2018 stattfinden werden, findet Anfang Juli 2011 statt. Die Entscheidung treffen über 100 stimmberechtigte Delegierte des IOC.

Nach Südafrika 2010 folgt 2014 Brasilien als WM-Austragungsort im Fußball

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wird in Brasilien stattfinden. Die Baumaßnahmen und Planungen im Land des vielfachen Fußball-Weltmeisters Brasilien sind dabei in vollem Gange. Lt. Regierungsaussagen sieht es auch mit dem Zeitplan der Baumaßnahmen gut aus. Ein Beispiel hierfür ist der Erweiterungsbau an den zentralen Flughafen. Die Projekte lägen im angemessenen Zeitplan, erklärte Wagner Bittencourt, Minister für Zivilluftfahrt. Bittencourt reagierte damit ausf Aussagen des Institutes für angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA), die davon ausgehen, das 9 der 13 Flughäfen bis zum WM-Anpfiff nicht fertig gestellt werden könnten.

Ehe Brasilien 2014 als WM-Gastgeber loslegt, kann Deutschland in diesem Sommer bei der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft noch einmal zeigen, das man als Gastgeber von Großereignissen sehr gut geeignet ist. Eine vorhandene Infrastruktur sowie gut ausgebaute Stadien sowohl für Fußball, Handball sowie die verschiedensten Wintersportarten wie Eisschnelllauf, Biathlon, Bob, Rodeln, Skeleton, Skispringen, Langlauf und Ski Alpin lassen Deutschland immer wieder zum Gastgeber zahlreicher internationaler Titelkämpfe werden.

Die Geschwindigkeit und Technik ist das reizvolle für Anja Schneiderheinze im Bobsport

Guten Tag Frau Anja Schneiderheinze. Die Weltmeisterschaften finden derzeit im Eiskanal am Königssee statt. Die Frauenrennen sind bereits rum, Sie waren im Zweierbob-Rennen mit dabei. Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Guten Tag Frau Schneiderheinze. Die Weltmeisterschaften finden derzeit im Eiskanal am Königssee statt. Die Frauenrennen sind bereits rum, Sie waren im Zweierbob-Rennen mit dabei. Wie haben Sie das Rennen erlebt?

Schneiderheinze: Das ist richtig. Man fiebert die ganze Saison über darauf hin, bereitet sich vor auf die Weltmeisterschaften. So schnell die Weltmeisterschaften dann kommen, sind sie auch schon wieder vorbei. Zuerst der erste Tag, man will sich weiter verbessern in der Gesamtwertung. Dann ist der zweite Tag und damit das gesamte Rennen auch schon wieder rum. Nach unserem Rennen habe ich dann noch die nächsten Rennen an der Bahn verfolgt, die Kollegen angefeuert und mit gefiebert.

Früher waren Sie als Anschieberin im Bob, seit einiger Zeit sind sie Pilotin. Wie groß sind für die die Unterschiede?

Schneiderheinze: Ich hatte immer schon gesagt, dass ich mal als Pilot die Verantwortung im Bob übernehmen möchte. Immer mal wieder wollte ich es ausprobieren. Irgendwann muss man dann aber den Schritt wirklich wagen und nicht nur darüber sprechen. Dann muss man es aber auch konsequent durchziehen und keinen Schlingerkurs fahren. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt bzw. geben wird. Aber ich habe die Entscheidung nicht bereut.

Jede dieser Aufgaben hat ihren Reiz. Als Anschieber ist man dafür verantwortlich, dass der Bob in Fahrt kommt, als Pilot legt man die Strategie fest, hat für das ganze Team Verantwortung und muss z.B. auch während der Saison Ding wie Trainingspläne, Trainingslager und Finanzierungskonzepte erarbeiten. Eben auch ganz viel organisieren und ein Team managen. Man hat deutlich mehr Verantwortung – auch für die anderen. Ich wollte diese Verantwortung aber. Drum auch der Schritt zur Pilotin. Auch wenn hier in Deutschland der Konkurrenzdruck im Bobsport ziemlich groß ist und wir uns jedes Jahr aufs Neue in der internen Ausscheidung erst einmal für die Saison qualifizieren müssen.

Gerade in der Umstellungsphase von der Anschieberin zur Pilotin gab es immer wieder mal Stürze, Rückschläge und super Zeiten. Im Vergleich mit den deutschen Teamkolleginnen habe ich aber immer gesehen, wo ich international stehe. Im Europacup konnte ich meine Leistungen auch bestätigen und die Konkurrentinnen aus anderen Ländern, die teils auch im Weltcup mitgefahren sind, gut in Schach halten. Der Wunsch, selber sich für den Weltcup zu qualifizieren, ist dadurch natürlich immer stärker durchgekommen. Und heuer habe ich es zum Glück geschafft: passend zur Heim-Weltmeisterschaft am Königssee. Denn mit dieser Bahn bin ich eigentlich immer gut zu gekommen. Auch nach dem Umbau. Auch wenn viele hier beispielsweise auf der Gerade – die eigentlich gar keine Gerade ist – hier ziemlich stark ins Schlingern gekommen sind.

Die WM ist letztlich für die Frauen rum, die Weltcup-Saison auch. Wie schauen Ihre Ziele für die kommende Saison aus, welche Ziele haben sie?

Schneiderheinze: Das Fernziel sind ganz klar die Olympischen Spiele 2014. Ich wäre schon gerne auch als Bobpilotin bei einer Olympiade mit dabei. Es kann zwar immer mal was sein, aber die Gesundheit und Form vorausgesetzt, würde ich schon gerne die nächsten drei Jahre versuchen im Weltcup, bei Weltmeisterschaften und den Spielen dabei zu sein im deutschen Team.

Bobfahren – Können Sie uns kurz nahebringen, was sie am Bobfahren reizt und was das besondere an der umgebauten Eisbahn am Königssee ist?

Schneiderheinze: Ich bin eigentlich gar kein so waghalsiger Mensch. Aber das Gefühl, sich mit dem Bob nach unten zu bewegen und hier Geschwindigkeit aufzubauen das ist schon ein unglaublich tolles Gefühl. Für mich als ehemalige Anschieberin ist es natürlich immer noch der Startbereich, der mich fasziniert. Den Bob dort so richtig in Fahrt zu bringen und an der Startphase zu optimieren und zu arbeiten, um gegenüber den anderen einen Vorsprung zu erzielen. Das ist es. Während der Fahrt ist es natürlich super, wenn man diesen Vorsprung hat und in den Kurven weiter ausbauen kann.

Ihre Saison ist letztlich inzwischen vorbei. Während der Sommermonate ist vor allem Training angesagt. Wie planen sie ihre neue Saison bzw. wie schauen für sie die Sommermonate aus?

Schneiderheinze: Dadurch, dass ich bei der Bundespolizei bin, habe ich ganz gute Bedingungen. Wir müssen hier aber auch unsere praktischen Zeiten ableisten. Ich versuche, dies unmittelbar nach der Saison zu tun, damit die Trainingsphase für die neue Saison optimal genutzt werden kann.

Die nächsten Tage wird aber noch ein wenig trainiert und bereits die erste Abstimmung für die neue Saison geleistet. Dazu kommt, dass ich mir Gedanken mache, wo wir heuer unser Trainingslager abhalten sollen und dieses organisieren, damit wir alle gleichermaßen fit sind, wenn es ab Herbst um die drei Startplätze für die neue Weltcupsaison geht.

Im März findet in Inzell die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer statt. Sie selbst waren ja auch mal Eisschnellläuferin. Verfolgen Sie das?

Schneiderheinze: Na klar verfolge ich das. Ich kenne ja auch noch einige der Eisschnellläuferinnen aus meiner Zeit bzw. aus Erfurt. U.a. Stephanie Beckert oder Judith Hesse. Da drückt man den Sportlern natürlich gegenseitig die Daumen, gratuliert sich. Ich werde mir sicherlich das ein oder andere Rennen der Weltmeisterschaften in Inzell anschauen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Two gold and three silver medals in Schönau am Königssee

Nowadays the World Championship in bobsleigh and skeleton take place. The Berchtesgaden country has land next to the Werdenfelser (Ski Championships in Garmisch-Partenkirchen) and the district of Traunstein (Speed Skating Championships in Inzell) in 2011 hosted the World Championships in winter sports. The title fights in the district of Berchtesgaden started on 2/19/2011 with a small opening on „Weihnachtsschützenplatz“ before Cathleen Martini took the first gold medal on Saturday in bobslight. On Sunday double-Silver followed in the bobslight (man) by Thomas Florschuetz and Manuel Machata, the imports at the same time for four runs in the end behind the Russian Alexander Zubkov (residue +0.18) in second place. A few hours later won the two teams and Germany 2 Germany 1 (one Skeletoni women / men as well as a two-man women / men) gold and silver in the team competition.

Interesting here was mainly the battle between Team 1 and Team Germany Germany 2: the favored first team had to be subordinate to the team-mates. For Team 2 – the gold medalists in the world championships – were among the Skeletonis Michi Halilovic and Marion Thees and the the bob slight teams Sandra Kiriasis / Stephanie Schneider and Friedrich Francesco / Florian Becke. So that Germany could since the premiere in 2007 (St. Moritz) decide each time the team competition for themselves. Just below the place were Skeletonis Frank Rommel, Anja Huber, Cathleen Martini and the bob-teams Kristin Steinert and Karl Angerer / Alex Mann

Königssee is the oldest rink in the world. Berchtesgaden with this ice rink is like Garmisch-Partenkirchen, part of the Olympic Games in Munich 2018th On Thursday, 24/02/2011 will the next competition.

Bob, Rodeln & Skeleton

„Ruckartig bewegen“ – das ist die englische Bezeichnung für den Bobsport. Engländer entwickelten die Wintersportart Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Inzwischen gehört der Bobsport zum Programm der Olympischen Winterspiele und ist eng verwandt mit dem Rennrodel und dem Skeleton. Alle drei Sportarten werden vom Deutschen Bob- und Schlittensportverband betreut. Sind die Bobs heutzutage genormt und ausgetüftelt, war der erste Bob eher ein besonderes Konstrukt, das 1888 in Andreasberg entstanden ist, indem man zwei Schlitten hintereinander auf einem Brett montiert hat. Die internationale Organisation des Bobsportes ist die Federation International de Bobsleigh et de Tobogganing (FIBT). Die Wettkämpfe bei den Männern sind im Zweiter- sowie im Viererbob, die jeweils über einen Seilzug bzw. Lenkseile gesteuert werden. Ein leerer Zweierbob muss mindestens 170 Kilogramm, ein Viererbob 210 Kilogramm wiegen. Der Vollbeladene Zweierbob bei den Frauen darf höchstens 340 Kilogramm, bei den Männern 390 Kilogramm wiegen (Viererbob 630 Kilogramm). Die deutschen Bobpiloten haben eine lange Geschichte. Der derzeitige Bundetrainer Christoph Langen, Andre Lange, Harald Czuday, Wolfgang Hoppe oder die aktuellen Stars wie Karl Angerer sind Namen, die man im Herren-Bobsport kennt. Bei den Frauen sind es aus deutscher Sicht vor allem Susi Erdmann, Sandra Kiriasis und Cathleen Martini.

Der Rodelsport in Bayern ist untrennbar mit dem Welt- und Europameister bzw. Olympiasieger Georg Hackl aus Berchtesgaden verbunden. Rodeln oder auch Schlittenfahren ist dabei eigentlich eine Freizeit-Sportart gewesen. Man ist mittels eines Schlitten den Berg hinunter gefahren. Rodel sind heutzutage aber Sportgeräte, die man nur mit der Verlagerung seines Körgergewichtes steuert. Als eigenständige Sportart kennt man das Rodeln seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Inzwischen sind die Sportrodel moderne High-Tech-Geräte. In Altenberg, Winterberg sowie am Königssee sind die wohl bekanntesten Rodelbahnen in Deutschland. Namen, die man mit dem Rodelsport in Verbindung bringt sind Sylke Otto, Silke Kraushaar, Barbara Niedernhuber, Natalie Geisenberger, Tatjana Hüfner, Georg Hackl, Jan Eichhorn, David Möller oder Felix Loch.

Anja Huber und Marion Thees – das sind zwei Namen, die man mit dem Skeleton-Sport heutzutage in Verbindung bringt. Das Sportgerät erinnert an ein Skelett, woher auch der Name Skeleton kommt. Mit bis zu 145 km/h fahren die Damen und Herren auf dem Bauch liegend die Rodelbahnen hinunter. Die Sportart ist Olympisch. Darüber hinaus werden regelmäßige Welt- und Europameisterschaften gemeinsam mit den Bobsportlern ausgetragen. Die Athleten starten im Stehen und springen auf den Schlitten. Die Ursprünge des Skeleton-Sports sind in der Schweiz (Davos, St. Moritz) um 1884. Seit 1926 ist die Sportart Olympisch.

Francesco Friedrich gegen Karl Angerer: Bob-Herren machen Weltmeisterschaft unter sich aus

Mit 6 Hundertstelsekunden Abstand hatten die Skeleton-Damen die Bob-Herren auf die Reise geschickt. Deutschland I mit Anja Huber lag vor dem letzten Lauf knapp vor Deutschland II, wo Marion Thees an Francesco Friedrich ‚übergeben‘ hatte. Das Team aus Kanada (Platz 3) konnten die DSV-Athleten dabei klar in Schach halten. Der Lokalmathador Karl Angerer schaffte es am Ende nicht, dass Deutschland I sich vor Deutschland II platzierte.

Damit siegten Sandra Kiriasis, Francesco Friedrich (Bob), Marion Thees und Michael Halilovic (Skeleton) vor ihren deutschen Mannschaftskollegen Cathleen Martini, Karl Angerer (Bob), Anja Huber und …. (Skeleton). Am Ende war der Vorsprung 6 Hundertstel Sekunden – allerdings anders herum, als vor dem Herren-Zweiter-Bob.

Cathleen Martini gewinnt Gold im Zweier-Bob auf der Kunsteisbahn in Königssee

Gold für Martini, Blech für Kiriasis: so nah liegen Freude und Trauer im deutschen Bob-Team zusammen. Gemeinsam mit Romy Logsch ist damit die erste WM-Medaillie 2011 gesichert und das Publikum am Königssee wird zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Silber und Bronze gehen an die USA und an Kanada.