Sieg für Viktoria Rebensburg in Ofterschwang

Ofterschwang Viktoria Rebensburg liegt knapp vor Tina Maze im Ziel. Der Riesenslalom ging damit an die junge Ski-Rennläuferin aus Kreuth, die als erste Deutsche Rennläuferin überhaupt das Rennen für sich entscheiden konnte. Rebensburg konnte damit innerhalb eines Jahres bereits das zweite Heimrennen nach dem in Zwiesel im Bayerischen Wald für sich entscheiden. Die Technik-Spezialistin aus Oberbayern lag bereits nach dem ersten Lauf in Führung und konnte diese auch im zweiten Lauf knapp halten. Auf den Folgeplätzen landeten Irene Curtoni (Italien) zeitgleich mit Elisabeth Görgl (Österreich). Lindsay Vonn aus Amerika – Führende im Gesamtweltcup – landete auf Rang 10. Maria Höfl-Riesch schied bereits im ersten Durchgang aufgrund eines Fehlers aus. Als weitere Deutsche landeten Veronique Hronek aus Inzell auf Rang 26. Lena Dürr schied aus.

Lindsay Vonn gewinnt Abfahrtsrennen in Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen Knapp ein Jahr sind die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften im Werdenfelser Land in Garmisch-Partenkirchen nun her. An diesem Wochenende finden Speed-Rennen der Ski-Rennläuferinnen statt. Eine Abfahrt und ein Super-G-Rennen erwartet die Aktiven, allen voran Lindsay Vonn, Maria Höfl-Riesch, Tina Weirater, Viktoria Rebensburg und Elisabeth Görgl.

Am Samstag bei der Abfahrt machte Vonn die 50. voll. Die US-Amerikanerin gewann nämlich ihr 50. Weltcuprennen souverän, trotz eines Fast-Sturzes in der Mitte des Rennens. Die aus Garmisch-Partenkirchen stammende Maria Höfl-Riesch verpasste das Podest knapp, landete in der Abfahrt auf dem vierten Rang, noch vor der mehrfachen Weltmeisterin von Garmisch-Partenkirchen Elisabeth Görgl (6.). Die zweite Deutsche Viktoria Rebensburg erreichte in der Abfahrt immerhin eine Top-20-Platzierung.

Erster Saisonsieg für Maria Höfl-Riesch in der Kombination

2011/12 gewann Maria Höfl-Riesch den Gesamt-Weltcup der Alpinen Skirennläuferinnen. In dieser Saison konnte die Garmisch-Partenkirchenerin bis zu diesem Wochenende noch kein Rennen für sich entscheiden. Damit ist jetzt aber Schluss. In der Super-Kombination in der Schweiz – bestehend aus SuperG und Slalom – gewann Höfl-Riesch knapp vor ihrer US-Dauerrivalin Lindsay Vonn. Die Amerikanerin ihrerseits führt den Gesamtweltcup souverän an, wird wohl von der internationalen Konkurrenz in dieser Saison kaum zu stoppen sein. Die zweite Deutsche Lena Dürr fiel nach guter Speed-Disziplin im Slalom ein wenig zurück.

Andrea Henkel und Andreas Birnbacher waren die besten deutschen Biathleten in der Verfolgung

Hochfilzen Österreich war ein gutes Pflaster für den Schlechinger Biathleten Andreas Birnbacher. Der Bayer konnte mit einer lupenreinen Schießleistung von Rang 26 nach vorne breschen und das 12,5 Kilometer-Verfolgungsrennen von Hochfilzen für sich entscheiden. Für Birnbacher war es der zweite Weltcup-Sieg seiner Karriere. Nur knapp viel der Sieg aus vor dem Norweger Ole Einer Björndalen, der am Ende um 0,5 Sekunden hinter dem Deutschen lag.
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Inzell sind die Titelkämpfe der Jenny Wolf: Sprinterin erfolgreich mit Gold dekoriert

Für Jenny Wolf war es in Inzell (Landkreis Traunstein) der vierte WM-Titel in Serie. Seit 2007 ist die Berlinerin auf dieser Strecke damit ungeschlagen. Die 32 Jahre alte Wolf war bereits im ersten Lauf mit 37,98 Sekunden als einzige Läuferin des Feldes unter der 38-Sekunden-Marke. Zweite des Rennens wurde Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea), die Chinesin Wang Belixing holte Bronze. Annette Gerritsen forderte Wolf im zweiten Rennen noch einmal. Eine Eingangszeit von 10,29 Sekunden, die Endzeit lag bei 37,96 Sekunden, Gerritssen war mit 38,33 Sekunden geschlagen. Wolf konnte über die beiden 500-Meter-Rennen die erste Goldmedaille für Deutschland sichern. Gerritssen wird am Ende Vierte. Nach dem ersten Lauf hatte sie bereits ein gutes Gefühl, beim Zieleinlauf war es nur Freude, beschreibt Wolf.

Die deutsche Teamkollegin Monique Angermüller stürzte. Die drite Deutsche Starterin über die 500 Meter, Judith Hesse, erreichte eine Eingangtszeit von 10,47 Sekunden sowie eine 500-Meter-Endzeit 38,52 Sekunden. Hesse kommt mit den sehr engen Kurven in Inzell sehr gut zurecht. Am Ende war es für Hesse der fünfte Rang, nachdem Hesse im zweiten Rennen über die 500 Meter ihre Zeit nocheinmal steigern konnte auf 38,13 Sekunden. Für Hesse war dies persönliche Bestzeit zum Saisonhöhepunkt Heim-WM. Die Platzierung war zudem die beste Internationele Klassierung in ihre bisherigen Karriere. Die Atmosphäre und Stimmung in der Eishalle im Chiemgau war super, die Fans feuerten die Sprinter an.

Am Rande der gut organisierten WM in Inzell gab es aber auch ein paar Misstöne von Seiten Anni Friesinger-Postmas. Die dreimalige Olympiasiegerin stammt aus Inzell und hätte sich am Rande der WM eine offizielle Verabschiedung auf ihrer Heimbahn, auf der sie seit ihrem 5 Lebensjahr trainiert hatte, gewünscht. Der Eisschnelllauf-Verband stimmte dem nicht zu. Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft erklärte, als Veranstalter könne der Verband eine solche Entscheidung nicht treffen.

Chemnitzer Nico Ihle riskiert über 500 Meter bei der WM in Inzell

Im ersten von zwei Läufen in Inzell (Landkreis Traunstein) bei der Eisschnelllauf-WM ist es Nico Ihle noch nicht gelunden, die 35-Sekunden-Grenze zu knacken: 35,33 Sekunden stehen für den Sachsen zu Buche, worüber er sich selbst wenig erfreut zeigte. Im ersten Durchgang bedeutete dies Rang 14. Im zweiten Lauf sollte das Ziel der Zeit nocheinmal erreich werden: Ihles Zeit im Ziel war bei 35,07 Sekunden. Das eigene Ziel war knapp verfehlt. Man merkte, dass dem Sachsen auf der Zielgerade die Luft ausging. Ansonsten wäre die Zeit-Vorgabe machbar gewesen. Von der Platzierung war es Rang 13für Ihle. Weltmeister wurde der Koreaner Kyou-Hyuk Lee, vor dem Japaner und Jan Smeekens (Niederlande).

Beckert, Ost und Pechstein gemeinsam zum Teamerfolg in Inzell

Kanada, USA, Japan, Niederlande, Deutschland: in der Team-Verfolgung der Damen sind das bei den Eisschnellläufern die favorisierten Teams. In Inzell (Landkreis Traunstein) werden für Deutschland die beiden Medaillengewinnerinnen Stephanie Beckert und Claudia Pechstein sowie Isabell Ost an den Start gehen. Als Ersatzläuferin im (erweiterten) Team ist Jennifer Bay, die jedoch voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen wird. Deutschland war bei den beiden Team-Entscheidungen der Olympischen Spielen siegreich. Die Kanadierinnen erreichten im „Fernduell“ eine Zeit knapp unter 3 Minuten über die 3000 Meter-Strecke. Deutschland erreichte eine Zeit von 3:01,82 und belegte damit am Ende Platz drei. Der Sieg ging an Kanada vor den Niederländerinnen um Doppel-Weltmeisterin Ireen Wüst.

Damit erreichte Deutschland bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaftein in Inzell eine beachtliche Medaillensammlung für Deutschland:

  • Gold: Jenny Wolf (500 Meter)
  • Silber: Stephanie Beckert (5000 Meter)
  • Bronze: Stephanie Beckert (3000 Meter), Claudia Pechstein (5000 Meter), Teamverfolgung (Isabell Ost, Claudia Pechstein, Stephanie Beckert)

Inzellerin Gabi Hirschbichler tritt heute bei der WM in der heimischen Arena an

Ihr größtes Ziel der Saison war es, bei der WM daheim in Inzell (Chiemgauer Land) dabei zu sein. Das hat die Eisschnellläuferin aus Inzell (Landkreis Traunstein) nun erreicht. Für Gabi Hirschbichler wird es am heutigen Samstag nun ernst: ihr Wettkampf in der Max-Aicher-Arena findet statt. Die Besonderheit im Vergleich zu ihrem Teamkollegen: für sie ist Inzell auch vom Wohnort her Heimat. Man kennt die Sportlerin hier und vor allem: die Sportlerin kennt die Leute. Die gegenseitigen Erwartungen sind anders, als bei den Teamkollegen.

Das Eis in der neu geschaffenen Max-Aicher-Arena ist gut und ziemlich schnell, freut sich die Inzellerin auf ihren Auftritt: denn daheim fühle sie sich ziemlich wohl, beschreibt Hirschbichler ihre Chiemgauer Heimat in einem Interview. Die Berge hier seien ihre Wohlfühloase. Sie würde immer wieder gerne hier sein, sei gerne Inzellerin, beschreibt die Gastwirtstochter, die in dem oberbayerischen Ort im Landkreis Traunstein aufgewachsen ist.

Ihre Erwartungen für das Weltmeisterschaftsrennen – ganz klar eine Top-15-Platzierung. Im Gesamtweltcup hatte Hirschbichler das Ziel in dieser Saison mit Gesamtplatz 10 ja bereits geschafft. Nun steht das in der mit viel Glaselementen gefertigten Max-Aicher-Halle bei der Einzelstrecken-WM noch bevor. Das Eis in der Halle liege ihr in jedem Fall und werde sicherlich im Laufe der nächsten Wettkämpfe und Jahre noch schneller werden. Für die Bekannten und Freunde aus der Heimatgemeinde Inzell bzw. der Region Chiemgau heißt es also am Samstag über die 1000 Meter kräftig die Daumen zu drücken …

Bei der Eröffnungsfeier im Ortszentrum von Inzell waren die Sportler teils überwältigt von der Begeisterung, die ihnen bereits zu Beginn der WM zu teil wurde – Tausende waren gekommen, um die Aktiven anzu feuern. Allen voran die Inzellerin Gabi Hirschbichler: „I bin so froh, dass i do dabei bin, so fui Einheimische, des is einfach schee!“