Kindernotfallversorgung in Pfaffenhofen ab Oktober per Praxisbetrieb gewährleistet

Pfaffenhofen Der Landkreis Pfaffenhofen/Ilm hat wieder einen gewählten Landrat. Zeit, sich einmal einen Überblick über die vielen Aktivitäten zu verschaffen.

Manching, Geisenfeld und Vohburg: seit Dienstag gesellt sich auch Reichertshofen in den Bewerberkreis für die Außenstelle des Landratsamtes. Ziel ist es damit – so hieß es eigentlich zu Anfang – den Landkreis-Norden besser anzubinden. Scheiden da nicht einige Bewerber ganz offiziell schon wieder aus?

Martin Wolf: Es gibt keine Vorfestlegungen. Derzeit werden im Landratsamt mögliche Aufgabenfelder für eine Außenstelle und Kriterien für die Standortentscheidung erarbeitet. Mit den Kreistagsfraktionen ist vereinbart, dass die Standortentscheidung noch heuer fallen soll. Dies erfolgt im Kreistag in einem demokratischen Prozess. Es wird keine Verlierer geben, weil der Norden insgesamt mit einer Außenstelle gewinnt.

Die ersten 1,5 Monate im Amt sind rum. Zeit genug, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Wie geht es mit der Ilmtalklinik und den Kinderbetten weiter (Zwischenstand)?

Martin Wolf: Die Vorbereitungen für die Einrichtung einer Kindernotfallversorgung laufen planmäßig. Zwei niedergelassene Ärzte werden in der ersten Oktoberwoche an der Ilmtalklinik ihren Praxisbetrieb aufnehmen. Die Entscheidung über fünf Planbetten für zusätzlich kurzzeitige stationäre Behandlung an der Klinik fällt im Bayer. Krankenhausplanungsausschuss Ende November.

Bzgl. Forschung und Arbeitsmarkt: zwischen der renommierten Ingolstädter FH und der FH Weihenstephan. Ist da überhaupt Platz für einen Fachhochschulstandort und wenn ja in welchen Fachrichtungen (Nischenrichtung)?

Martin Wolf: Aktuell besteht eine Zusammenarbeit mit der Hochschule München und der Bussines Akademie Pfaffenhofen an unserere Volkshochschule für eine Fortbildung zum Betriebswirt. Darüberhinaus gibt es hinsichtlich eine Ausgründung von Lehrstühlen und Ansiedlung in unserem Landkreis noch nichts Konkretes. Wir verlieren das Ziel aber nicht aus den Augen. Aktuell arbeiten wir an der Errichtung der ersten FOS im Landkreis.

Last but not least erwartet z.B. die Gemeinde Baar-Ebenhausen eine Rücknahme eines “Beschlusses”. Der dortige Grüngutplatz (Teil des AWP) muss umgebaut werden. Die Ausschreibung erfolgte, wobei alle Angebote über der Kalkulation lagen. Ziel der Gemeinde ist es, die Ausschreibung über den Winter noch einmal durchführen zu können. Welche Möglichkeiten haben Sie als Landrat da?

Martin Wolf: Die Ausschreibung führte zu keinem wirtschaftlichem Angebot. Wir haben mit der Gemeinde vereinbart, dass in den Wintermonaten erneut ausgeschrieben werden soll. Wir bitten die Bürgerinnen dafür um Verständnis Da der Grüngutplatz in der kalten Jahreszeit ohnehin nicht in Betrieb ist (Ausnahme Christbaumanlieferung), ist die Verzögerung aus unserer Sicht noch hinnehmbar.

Vielen Dank für die kurze Stellungnahme.