Karlskroner Gemeinderat: Energieeinsparung, Friedhof, Fruchtheimer Straße, Gewerbe und Glasfaser

Karlskron Die Sonne soll die Stromkosten für die Betreibung der Kläranlage in Karlskron minimieren. So zumindest wenn es nach Gemeinderat Martin Wendl geht, der den Antrag auf Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kläranlage gestellt hat. Weiterlesen

Hedwig Brüderle und Florian Raba vertreten Karlskroner Bürgermeister im Verhinderungsfall

Silvia Dirsch, Dominik Krammer, Sonja Rössler, Martin Wendl, Lena Hufnagl, Martin Glöckl,  Stefan Kumpf, Tobias Appel und Kurt Bachhuber sind neu im Karlskroner Gemeinderat. Ihnen wurde von Bürgermeister Stefan Kumpf der Amtseid abgenommen, ehe sie ihr Ehrenamt aufnehmen können. Der in der Sitzung fehlende ‚Neue‘ Dr. Werner Widuckl wird in der Sitzung vereidigt, in der er anwesend ist. Foto: Ramona Schittenhelm
Silvia Dirsch, Dominik Krammer, Sonja Rössler, Martin Wendl, Lena Hufnagl, Martin Glöckl, Stefan Kumpf, Tobias Appel und Kurt Bachhuber sind neu im Karlskroner Gemeinderat. Ihnen wurde von Bürgermeister Stefan Kumpf der Amtseid abgenommen, ehe sie ihr Ehrenamt aufnehmen können. Der in der Sitzung fehlende ‚Neue‘ Dr. Werner Widuckl wird in der Sitzung vereidigt, in der er anwesend ist. Foto: Ramona Schittenhelm
Karlskron Hedwig Brüderle (Freie Wähler) und Florian Raba (CSU) heißen die beiden Stellvertreter von Bürgermeister Stefan Kumpf in den kommenden sechs Jahren in Karlskron. Dies hatten die anwesenden gewählten Gemeinderäte in geheimer Abstimmung gewählt. Weiterlesen

Glasfaser wirft Fragen auf: Bürgerversammlung – Infoblatt und Infoveranstaltung sollen Bürgern Klarheit bescheren

Karlskron Eine zusätzliche Erschließung außer die Zellstrasse sowie die Höhe der Häuser der oberen Reihe waren die Themen die den Gemeinderat Karlskron beschäftigen. Am Ende wurde die 34. Änderung des Bebauungsplans Linnerberg-Ost jedoch einstimmig beschlossen. Weiterlesen

Karlskron mit 3 Sitzen im Kreistag vertreten

Karlskron Werner Widuckel (SPD), Silvia Dirsch und Martin Wendel (Bündnis 90 / Die Grünen) sind im neuen Kreistag Neuburg-Schrobenhausen vertreten. Damit werden im neuen Kreisgremium die Interessen der Landkreis-Randgemeinde sicherlich mehrfach vertreten. Weiterlesen

Ortsteile und Hauptort gut vertreten: Karlskroner Gemeinderat will aktiver auf Bürgerbelange eingehen und gestalten

Karlskron Karlskron wird bunt – die CSU und die Freien Wähler mussten für die neuen Gremien-Gruppierungen im Karlskroner Gemeinderat einige Sitze räumen. Die SPD konnte mit drei Sitzen ihre Fraktionsstärke halten. Änderungen wird es in Karlskron aber auch was die Ratsmitglieder selbst betrifft geben. Weiterlesen

Karlskron bekommt wohl doch keinen Supermarkt

Karlslron Aus dem Einkaufsmarkt am Ortsrand von Karlskron gegenüber dem Spangler-Gelände wird wohl nichts werden. Der Supermarkt-Betreiber machte deutlich, dass die Standortanalyse ergeben hätte, dass ein Supermarkt dort unwirtschaftlich sei. Zu viel Nähe zu Zuchering, Reichertshofen, Karlshuld und Baar-Ebenhausen wurden für zu wenige potentielle Kunden im hiesigen Markt führen. Weiterlesen

Für die Breitbandversorgung in Karlskron ist der 6. März der nächste Stichtag

Karlskron Am 6. März wird der (mögliche) Investor der Sacoin Süd GmbH nach Karlskron kommen, um mit den Gemeindeverantwortlichen ein mögliches weiteres Vorgehen zu besprechen, informierte Bürgermeister Friedrich Kothmayr seine Gemeinderäte. Bleibt es bei einer Zusammenarbeit mit dem dann neu aufgestellten Unternehmen, könnten sich inhaltliche Veränderungen ergeben, erläutert das Gemeindeoberhaupt die Ausführungen von Sacoin Geschäftsführer Juan Martin. Weiterlesen

Bürgerbegehren knapp zugunsten Scherm-Kritiker ausgefallen

Karlskron Bürgerbegehren kontra Ratsbegehren: die Entscheidung am heutigen Sonntag in Karlskron (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) ist knapp ausgefallen. Die Bürger in der Donaumoosgemeinde haben sich gegen die Erweiterung des Unternehmensgeländes in Probfeld ausgesprochen und damit den bestehenden Gemeinderatsbeschluss gekippt. 60 Prozent der Wahlberechtigten sind an die Urnen gekommen. 54 % davon haben für das Bürgerbegehren votiert.

Zur Wahl standen das Begehren der Bürger, die Erweiterungsabsichten der Firma Scherm (weitere Auto-Abstellflächen) zu verhindern, da man zu große Lärm- und Verkehrsbelästigungen erwartet hatte. Demgegenüber stand das Ratsbegehren, welches sich für ein Zukunftsfähiges Karlskron stark machte.

Die Planung der gemeindlichen Tochterfirma wird konkret: Firma zur Errichtung des Glasfasernetzes steht

Karlskron Die ortseigene Breitbandversorgung – also die Errichtung eines Glasfasernetzes zur Verbesserung der Internetanbindung im Gemeindebereit – geht in die nächste Phase. Der Gemeinderat bestellte in seiner aktuellen Sitzung den Bürgermeister Friedrich Kothmayr als Werkleiter der GmbH, Hedwig Brüderle als zweite Bürgermeisterin wird seine Stellvertreterin und zugleich dem Werkausschuss vorstehen. Dem Aufsichtsrat gehören neben dem Bürgermeister noch der Leiter der Arbeitsgruppe Breitbandversorgung Bernd Nentwig an. Ziel ist es, ab Februar bereits verstärkt in die Akquise möglicher Kunden zu gehen, die von Beginn an ans ortseigene Glasfasernetz angeschlossen werden möchten. Vorrausichtlich am 26. Februar soll es hierzu eine Informationsveranstaltung im Ort geben. Die beiden Bereiche Netz und Technik sind getrennt von einander zu sehen (wir berichteten). Das Glasfasernetz wird ausschließlich von der Gemeinde errichtet und verbleibt im Besitz der Gemeinde, die Ortsnetz GmbH wird jeweils zu gleichen Teilen von der Gemeinde und der Firma Sacoin Südbayern betrieben, wobei das Unternehmen verantwortlich für die Telefon- und Internettechnologie sein wird.
Ein weiterer Punkt der Sitzung war die Bestätigung der beiden neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Karlskron. Markus Schardt wurde vom ehemaligen Stellvertreter zum neuen Kommandanten gewählt, nachdem sein Vorgänger aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl stand. Der Stellvertreter Schardts ist Thomas Drewa. Der Gemeinderat bestätigte die Wahl.
Am Rande der Sitzung gingen die Gemeinderäte noch kurz auf das bevorstehende Bürger- und Ratsbegehren ein, welches am Sonntag zur Abstimmung steht. Beschlüsse, die zu diesem Thema in den letzten Jahren gefasst wurden, sind alle öffentlich erfolgt und der Verfahrensweg daher auch nachvollziehbar und in der Gemeindeverwaltung einsehbar. Bernd Nentwig erklärte stellvertretend für seine Gemeinderatskollegen fraktionsübergreifend im Namen der drei Fraktionssprecher, dass man sich zuletzt mit der Scherm-Gruppe auf ein Kompromiss-Papier einigen konnte, welches Bestandteil des Ratsbegehrens sei. Dies beinhaltet unter anderem Limitierungen und Begrenzungen das Ausbauvorhaben betreffend (wir berichteten). Von Seiten der AUDI AG wurde den Fraktionssprechern Nentwig, Thomas Krammer und Andreas Schwinghammer schriftlich bestätigt, dass der Automobilkonzern nach derzeitigem Stand von gleich bleibenden Transportahlen und Transport-Standzeiten ausgehen würde. Daraus resultierend sei kein wesentlich höheres Verkehrsaufkommen zu erwarten.

Auch während der Wintermonate wird am Leichenhaus sowie im Bürgerhaus eifrig gearbeitet

Entwurf Leichenhausgestaltung Karlskron
Entwurf Leichenhausgestaltung Karlskron

Karlskron Auch wenn man bei den Renovierungsarbeiten des Leichenhauses Karlskron ein wenig in Zeitverzug gekommen sei. Inzwischen seien die Arbeiten gut am Laufen Planer Manfred Baierl geht davon aus, dass die Leichenhalle Mitte / Ende Februar nutzbar sein wird. Derzeit seien die Kirchenmaler daran, die Arbeiten im Leichenhaus durchzuführen bzw. teilweise Farben und Gemälde zu rekonstruieren. Bzgl. der Gesamtkosten für das Leichenhaus – die ursprünglich veranschlagten 210 000 Euro – liege man weitestgehend im Plan. Derzeit gehe man von einer Mehrung von etwa 5000 Euro aus. Diese, so der Architekt gegenüber dem Gemeinderat, dem er kurz Rechenschaft ablegte in der letzten Jahressitzung in Karlskron, sei auf einige unvorhergesehene Arbeiten zurück zu führen, die bei einer Sanierung eines alten Gebäudes immer auftreten können. Morsche Holzbalken sowie spezielle Farbkonstellationen und Zusammensetzungen seien hier letztlich die Ursache gewesen. Zum Zeitverzug – letztlich habe man etwa 33 Fehltage, die teilweise auf ungünstiges Terminmanagement einiger ausführender Firmen und teils auf die hohe Zahl an Todesfällen in Karlskron während der Bauphase zurück zu führen waren. Denn immer wenn eine Beerdigung war mussten die Arbeiten letztlich ausgesetzt werden, da dies die Trauerzeremonien am Friedhof nicht stören sollte. Ab Februar können – sofern nichts unvorhergesehenes mehr passiert – die Karlskroner wohl davon ausgehen, dass das Ersatzleichenhaus ‚Altes Feuerwehrhaus‘ wieder gegen die eig. Leichenhalle ersetzt werden kann.

Der Gemeinderat musste in seiner Sitzung noch einen endgültigen Beschluss bzgl. der Gestaltung im Leichenhaus treffen. Die Künstlerin Brigitte Schuster wurde mit der Gestaltung der Fenster (VSG-Glas und Folie) sowie eines Kreuzes im Blickpunkt des Leichenhauses beauftragt. Der von hier zuletzt korrigierte Entwurf wurde nun vom Gemeinderat mehrheitlich genehmigt. Die beiden Fenster werden in verschiedenen Gelbtönen mit einigen Verzierungen und jeweils einem biblischen Spruch versehen und in Glaskunst gestaltet. Das Kreuz wird in einer Mehrschicht-Glaskunst entstehen. Denn das Gesamtwerk besteht aus einigen Glasschichten. Die Farbe des Kreuzes ist innen –  zwischen zwei Glasschichten – und nicht oben aufgebracht. Das Kreuz selbst ist in gelb-gold-Tönen gehalten. Auf dem goldenen Kreuz findet sich ein feines Kreuz in einem leichten Grünton, dass einerseits die Auferstehung (oberer Farbverlauf) und andererseits den Tod (unterer Farbverlauf) wiedergeben soll.

Für den 22. Januar ist derzeit das Bürger- und Ratsbegehren der Gemeinde Karlskron rund um das Gewerbegebiet in Probfeld zeitlich anberaumt. Der Fraktionssprecht der Freien Wähler, Andreas Schwinghammer, erklärte stellvertretend für die drei Fraktionssprecher Thomas Krammer (SPD) und Bernd Nentwig (CSU) sowie Bürgermeister Friedrich Kothmayr einige Eckpunkte rund um das Ratsbegehren vor. Denn dieses, so Schwinghammer, müsse zur besseren Verständlichkeit mit Inhalten gefüllt und klar definiert werden. Und über diese Eckpunkte verständigten sich die Fraktionssprecher als Stellvertreter ihrer Parteikollegen im Gemeinderat im Vorfeld gemeinsam. Schwinghammer führte in der Gemeinderatssitzung aus, dass der Gemeinderat klar die Auffassung vertreten würde, die Genehmigung der Gewerbefläche in Probfeld zu unterstützen – die Beschränkung der Genehmigung sei jedoch auf eine Maximalfläche von 12,5 Hektar beschränkt. Eine Scheibchentaktik bzgl. weiter kehrender Erweiterungen würde es nicht geben. Damit man fundiert agieren könne, stehe der Gemeinderat hinter einer unabhängigen, gutachterlichen  Verkehrszählung. Dies sollte der gewünschten Umgehungsstraße Pobenhausen – Karlskron förderlich sein. Diese Umgehungsstraße solle auch die Basis für die Erweiterung sein. D.h. über eine Erweiterung über die 12,5 Hektar hinaus kann frühestens nach der Realisierung der Umgehungsstraße gesprochen werden, sofern hierfür ein Konzept vorhanden ist, welches die Interessen der Anwohner mit berücksichtigt. Wichtig sei – und das stehe hinter dem Begriff der Zukunftsplanung Karlskron – dem Gemeinderat auch, dass man die Zukunft der Gemeinde, deren Wirtschaftsfähigkeit und Attraktivität im Auge habe. Ein wirksamer Hochwasserschutz im Bereich des Geländes sowie eine Konzeptstudie bzgl. eine Photovoltaikparks Karlskron seien weitere Bestandteile der Zukunftsvisionen, die das Ratsbegehren stützen. Schwinghammer brachte in seiner kurzen Erläuterung auch noch einmal zum Ausdruck, dass es den Gemeinderäten von Beginn an darum ging, Karlskron als gesamtes zu sehen. Die Bürger seien den Räten immer wichtig gewesen, Bedenken hätte man bisher und werde man auch zukünftig ernst nehmen und berücksichtigen, sofern sie sachlich und direkt an den Gemeinderat bzw. Bürgermeister herangetragen würden.