Silber für Biathleten, Gold für Rodel-Team in Russland bei Olympia

Erik Lesser hat am Donnerstag für die nächste Medaille des deutschen Olympia-Teams gesorgt. Der 25 Jahre alte Biathlet belegte in Sotschi im fünften Biathlonrennen während der Olympischen Spiele den zweiten Rang im Einzelrennen. 20 Schuss ins Schwarze bescherten Lesser am Ende einen Rückstand von 12,2 Sekunden auf den Olympiasieger Martin Foucade aus Frankreich. Für den war es der zweite Olympiasieg 2014, da er auch das Verfolgungsrennen für sich entscheiden konnten. Die Bronze-Medaille blieb den Gastgebern in Person des Russen Jewgeni Garantischew. Die weiteren DSV-Biathleten Danie Böhm, Simon Schempp und Andreas Birnbacher belegten die Plätze 10., 16. und 22.

Viertes Gold für deutsche Rodler bei Olympia

Bei den Rodlern im Team-Wettbewerb gingen Natalie Geisenberger, Felix Loch und die Doppesitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt in die Eisbahn. Alle drei sind amtierende Olympiasieger von Sotschi, damit zählt Deutschland zu den Top-Favoriten, wenngleich der Sieg im Team-Wettbewerb kein Selbstläufer ist. Von den 12 Teams die antreten im Bewerb sind sechs in der Lage, um die Medaillen mitzufahren. Umso glücklicher war das Team von Bundestrainer Norbert Loch am Ende, auch hier ganz oben auf dem Treppchen Platz zu nehmen.

Das Deutsche Team – am Start mit Startnummer 10 von 12 Teams – siegte in der Olympiapremiere mit einer Zeit von 2:45,679 Minuten vor Russland und Lettland. Sowohl für Publikum als auch Athleten ist dieser Wettbewerb sehr attraktiv, da man innerhalb kurzer Zeit viel Aktion erlebt. Natalie Geisenberger beispielsweise war nach ihrem Einzelsieg schon ganz heiß auf das Team-Rennen, da sie als eigentliche Einzelsportlerin das „Team-Gefühl“ hier sehr schätzt. Die Damen legen bei diesem Wettbewerb vor, klatschen im Ziel ein Touchpad ab und schicken damit die Männer (Felix Loch) und der die Doppelsitzer (Wendl/Arlt) ins Rennen. Am Ende gewinnt, wer in der Gesamtzeit der Schnellste ist. Speziell beim Wechsel mit dem sog. Reaktionsstart können Teams sehr viel Zeit gewinnen, aber auch verlieren.

Bayerisches Rodelteam stellt Bahnrekord auf

Geisenberger legte bereits einen guten Grundstock und schickte Loch mit einem Vorsprung von 3 Zentelsekunden ins Rennen. Der baute diesen ausf knapp Fünfzentel. Damit konnten die Doppelsitzer das Rennen gut zu Ende bringen. Damit hatte das Deutsche Team einen Bahnrekord aufgestellt und den gastgebenden Russen genau eine Sekunde abgenommen.

Die Russen, die Italiener und die Amerikaner legten im Rodel-Teamwettbewerb gut vor und setzten damit die deutschen ein wenig unter Druck. Nach dem eigenen Lauf musste man noch Kanada und Österreich abwarten, ehe man den vierten Titel im vierten Rodel-Wettbewerb gewinnen konnte. Damit kann im Rodel-Lager gefeiert werden. „Ich werde mir sicherlich noch den ein oder anderen Wettbewerb hier in Sotschi anschauen, um die Stimmung bei Olympia noch ein wenig zu genießen“, verrät die aus Miesbach stammende Olympiasiegerin Geisenberger. Armin Zöggeler (Italien / 40 Jahre) und Albert Demtschenko (Russland / 42 Jahre) lieferten sich im Duell Italien / Russland ein interessantes Duell.

Am Mittwoch abend errangen die deutschen Eiskunstlauf-Stars im Paarlauf Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy mit 215,78 Punkten Bronze. Die beiden russischen Teams landeten einen Doppelsieg. Insgesamt liegt das Deutsche Team nach 37 von 98 Entscheidungen im Medaillenspiegel mit bereits 6 gewonnenen Gold-Medaillen (2 x Silber / 1 x Bronze) an. Kanada, Norwegen, die Niederlande und die USA folgen auf den Plätzen jeweils mit 4 gewonnen Goldmedaillen. Gastgeber Russland konnte bis dato zweimal Gold sammeln.

Über Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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