Ruhpolding Vier Deutsche sind beim Massenstart-Rennen der Herren aktiv: Andreas Birnbacher, Michael Greis, Arnd Pfeiffer und Simon Schempp versuchen im letzten WM-Rennen der Biathlon-Männer in Ruhpolding (Landkreis Traunstein) die guten Leistungen der WM-Staffel im Einzelrennen aufzugreifen. Birnbacher hatte in der aktuellen Saison gerade im Massenstart-Rennen mehrfach für Furore gesorgt. Und das zeigte der aus dem Landkreis Traunstein stammende Sportler auch im Liegendschießen. Zweimal „O“ und zur Hälfte des Rennens liegt der in Reit im Winkel lebende Chiemgauer mit 7 Sekunden vor dem Schweden Björn Ferry. Auch vorne mit dabei unter den besten zehn Athleten sind zu diesem Zeitpunkt Michael Greis und Arnd Pfeiffer – beide Fehlerfrei. Simon Schempp liegt auf Rang 16 im Zwischenklassement etwas zurück. Insgesamt sind die Männer im Massenstartrennen 15 Kilometer (auf einer leicht sulzig werdenden Strecke) auf den Loipen und müssen je zweimal im Liegenden und zweimal im Stehenden Anschlag schießen. Auf dem Weg zum dritten Schießen haben sich neun Athleten ein wenig absetzen können – darunter auch die drei Deutschen Birnbacher, Greis und Pfeiffer.

Andreas Birnbacher zweimal hauchdünn an Bronze vorbei geschrammt

Die Stimmung in der Chiemgau-Arena mit erneut 28.000 Zuschauern im Stadion und entlang der Strecke war auch am letzten Renntag trotz mäßigen Wetters sehr gut. 11,5 Zentimeter große Scheiben heißt es im Stehend-Anschlag zu treffen. Andreas Birnbacher trifft fünfmal, Pfeiffer muss einmal, Greis zweimal in die Runde, ebenso wie Simon Schempp, der dreimal in die Strafrunde musste. Damit hält Birnbacher als derzeit einziger Deutscher noch die deutschen Farben hoch. Drei Athleten – allen voran Birnbacher und Björn Ferry – konnten sich durch ihr fehlerfreies Schießen ein wenig von der Konkurrenz abheben. Der Viertplatzierte Ole Einer Björndalen, der das Feld anführt, liegt bereits 21 Sekunden zurück.
15 Treffer hatte Birnbacher bereits, die letzten fünf Scheiben stehen bevor. Mit einem Vorsprung von 10 Sekunden auf die Konkurrenz fährt Birnbacher an den Schießstand, legt die Waffe an und trifft das erste Mal, ehe die Konkurrenten loslegen. Birnbacher muss einmal in die Strafrunde. Martin Foucade, Jaroslav Soupkov und Björn Ferry gehen fehlerfrei auf die Schlussrunde und liegen um 5,6 Sekunden vor Birnbacher auf die Schlussrunde (auf Rang 4 liegend). Die Medaille für Birnbacher scheint möglich – insgesamt vier Sportler (darunter Birnbacher) kämpfen derzeit um Bronze.

Vielleicht gibt es als Entschädigung für die missglückten Einzelmedaillen den Disziplin-Weltcup im Massenstart

Der 23 Jahre alte Franzose setzt sich einen Kilometer vor dem Endspurt ab, scheint zu diesem Zeitpunkt Gold bereits sicher zu haben. Björn Ferry hab scheinbar Silber sicher. Lindstrom, Birnbacher, Carl Johann Bergmann und der Foucade-Bruder Simon kämpfen bis zum Schluss um Bronze. Das Duell wurde erst im Schlussspurt entschieden. Kurz vor Schluss konnten sich Birnbacher und Lindström ein wenig absetzen. Der Schlussspurt entscheidet die Bronze Medaille: Schweden mit zwei Medaillen durch Ferry und Lindström. Andi Birnbacher wird erneut knapp geschlagen Vierter. Arnd Pfeiffer kommt auf Rang 7 ins Ziel, Michael Greis wird zum WM-Abschluss 22, Simon Schempp 26.In Chanty Mansisk beim Weltcup-Finale kann Birnbacher den Massenstart-Weltcup in dieser Saison noch gewinnen.

Von Ramona Schittenhelm

Ausbildung als Journalistin im Berchtesgadener Land. Lokal- und Online-Journalismus sind meine Leidenschaft. Meine journalistischen Wurzeln liegen im Sport- und Technik-Journalismus.

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